Doping in allen Sportarten!

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    There are 49 replies in this Thread. The last Post () by Charlotte West.

      Doping in allen Sportarten!

      Bei weiteren Nachtests von den Dopingproben der Olympischen Winterspielen 2006 in Turin sollen Tests von knapp 200 Sportlern analysiert werden.

      Das Internationale Olympische Komitee (IOC) nehme bei den 350 Dopingproben vor allem Athleten und Disziplinen mit hohem Betrugsrisiko unter die Lupe, sagte der Mediziner Richard Budgett der Nachrichtenagentur AP. Trotz der hohen Kosten von rund 500.000 Dollar sei es aber dennoch möglich, dass keine positiven Proben aufgedeckt werden.

      "Ich wäre nicht überrascht, wenn es viel, viel weniger ist als manche spekulieren, trotz der neuen Methode", sagte Budgett. "Wir erwarten nicht unbedingt, positive Ergebnisse zu bekommen." Das IOC setzt bei den nachträglichen Analysen auch die neue Anabolika-Nachweismethode ein. Durch ausgefeiltere Messverfahren soll ein Nachweis von anabolen Mitteln rückwirkend bis zu einem halben Jahr möglich sein.

      "Die Nachtests sind so gezielt wie möglich", sagte Budgett. "Wir sind mehr an Medaillengewinnern als an anderen interessiert, aber wir gucken auch nach Mustern von vorherigen Tests." Bei den Winterspielen in Turin wurde nur die russische Biathletin Olga Pilewa nach ihrem Silbermedaillengewinn des Dopings überführt.

      Die Proben stammen laut Budgett von etwas weniger als 200 Sportlern. "Es gibt Disziplinen wie Biathlon und Langlauf mit einer langen Geschichte des Missbrauchs von EPO und anderen Substanzen und Sportarten wie Curling, die nicht eine solche Geschichte haben", meinte Budgett.

      Mit den Ergebnissen ist bis zum Ende des Jahres zu rechnen. Das ganze Verfahren der Nachtests inklusive der Sanktionen soll bis zum 7. Februar, dem Eröffnungstag der Sotschi-Spiele, abgeschlossen sein. Die neuen Nachweismethoden waren in den Doping-Kontrolleinrichtungen in Köln und Moskau entwickelt worden. Die Doping-Proben von Olympischen Spielen werden acht Jahre lang eingefroren.

      Bereits 2010 waren Proben der Winterspiele 2010 gezielt auf das Blutdopingmittel CERA und Insulin untersucht worden, im März 2013 hatte das IOC erneut Nachtests angeordnet.


      Quelle: sport.de


      “For where all love is, the speaking is unnecessary. It is all. It is undying. And it is enough.”



      "I wanted ye from the first moment I saw ye. But I loved ye when ye wept in my arms that first night at Leoch. But now...I wake up every day, and I find that I love you more than I did the day before."

      IOC sperrt fünf russische Athleten

      Der russische Dopingskandal nimmt immer größere Ausmaße an: Erneut müssen russische Athleten ihre Medaillen aus Sotschi abgeben. Das IOC sperrt zwei Biathleten, zwei Bobfahrer und einen Skeleton-Pilot lebenslang für Olympia.

      Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat die Viererbob-Olympiasieger Alexej Negodajlo und Dmitri Trunenkow sowie drei weitere russische Wintersportler wegen Dopings lebenslang für alle olympischen Wettbewerbe gesperrt. Zugleich lieferte das IOC die erste ausführliche Urteilsbegründung im Fall des lebenslang gesperrten Skilanglauf-Olympiasiegers Alexander Legkow. Das IOC sah es demnach als erwiesen an, dass zwei Dopingproben Legkows manipuliert wurden.

      "Der Nachweis, dass seine Proben wirkungsvoll manipuliert wurden, stellt einen objektiven direkten Beweis dar, dass der Athlet in das System verwickelt war", heißt es in der 46 Seiten umfassenden Begründung unter anderem. Neben den Bob-Piloten suspendierte das IOC die Biathletinnen Olga Wiluchina, zweimalige Olympia-Zweite in Sotschi 2014, und ihre Teamkollegin Jana Romanowa, die mit der Staffel ebenfalls Silber gewonnen hatte. Beide haben ihre aktive Karriere inzwischen beendet. Auch Skeletonfahrer Sergej Tschudinow, Fünfter in Sotschi, wurde lebenslang gesperrt.

      In der vorigen Woche war auch der zweimalige Bob-Olympiasieger Alexander Subkow, zugleich Präsident des russischen Bobverbandes, auf Lebenszeit von den Olympischen Spielen ausgeschlossen worden. Damit hat das IOC bereits für 19 russische Athleten in fünf Sportarten (Bob, Skeleton, Skilanglauf, Eisschnelllauf und Biathlon) lebenslange Sperren verhängt und deren Resultate von den Winterspielen 2014 annulliert. Das IOC begründete die Sanktionen mit "forensischen und analytischen Dopinguntersuchungen" der Kommission unter dem Vorsitz des Schweizers Denis Oswald. Dessen Kommission hat insgesamt 28 Fälle untersucht

      n-tv.de

      Doping: Russische Athleten geben Sotschi-Medaillen vorerst nicht zurück: Doping: Sportler behalten Medaillen

      Die vom IOC gesperrten russischen Wintersportler wollen ihre bei den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi gewonnenen Medaillen vorerst nicht zurückgeben.

      Die vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) gesperrten russischen Wintersportler geben ihre bei den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi gewonnenen Medaillen vorerst nicht zurück. Ein solcher Schritt sei vor der Verhandlung der Einsprüche nicht denkbar, teilte das russische Sportministerium am Mittwoch mit.

      "Der Bobverband und der Skilanglaufverband sind bereit, vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS zu ziehen", heißt es in der von der Nachrichtenagentur Interfax zitierten Mitteilung. Die Athleten hätten daher "keine Absicht, ihre Medaillen zurückzugeben." Die gesperrte Biathletin Jana Romanowa hatte am Dienstag erklärt, ihre Silbermedaille von Sotschi "eher in die Tonne zu werfen, als sie dem IOC zu geben."

      Zehn Sportler müssen Medaillen zurückgeben

      Nach jetzigem Stand müssen zehn Medaillengewinner von Sotschi ihr Edelmetall zurückgeben: Die Skilangläufer Alexander Legkow (Gold über 50 km) und Maxim Wylegschanin (Silber über 50 km), die Biathletinnen Romanowa (Silber mit der Staffel) und Olga Wiluchina (Silber im Sprint und mit der Staffel), die Bobpiloten Alexander Subkow (Olympiasieger im Zweier und Vierer), Alexei Negodailo und Dimitri Trunenkow (beide Olympiasieger im Vierer), Eisschnellläuferin Olga Fatkulina (Silber über 500 m) sowie die Skeletonis Alexander Tretjakow (Gold) und Jelena Nikitina (Bronze).

      sport1.de

      Doping: IOC sperrt fünf Athleten aus Russland lebenslang für Olympia: Weitere Russen lebenslang gesperrt

      Der Dopingskandal im russischen Wintersport zieht immer weitere Kreise. Das IOC sperrt weitere fünf Athleten lebenslang für olympische Spiele.

      Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat im Zuge des Staatsdopingskandals gegen fünf weitere russische Sportler lebenslange Olympiasperren verhängt.

      Zudem hat das IOC erstmals eine Urteilsbegründung veröffentlicht, aus der hervorgeht, dass sich die Verurteilung der russischen Sportler vor allem auf die Erkenntnisse des Sonderermittlers Richard McLaren und des Kronzeugen Grigorij Rodtschenkow stützt.

      Neben den Biathletinnen Olga Wiluchina (Olympia-Silber in Sotschi im Sprint und mit der Staffel) und Jana Romanowa (Staffel-Silber) müssen auch die Bobfahrer Alexej Negodailo und Dimitrij Trunenkow ihre Goldmedaillen abgeben. Zudem wurde am Montag Skeleton-Pilot Sergej Tschudinow (Platz fünf) gesperrt.

      Negodailo und Trunenkow waren mit Pilot Alexander Subkow im Viererbob in Sotschi zu Gold gefahren. Subkow, der auch Olympiasieger mit dem Zweierbob wurde, war bereits am Freitag lebenslang für alle Funktionen bei Olympia gesperrt worden.

      Neben Subkow hatte die sogenannte Oswald-Kommission des IOC bereits unter anderem die Sotschi-Olympiasieger Alexander Tretjakow (Skeleton) und Alexander Legkow (Langlauf) lebenslang für Olympia gesperrt. Insgesamt erhielten mittlerweile 19 russische Sotschi-Starter die Höchststrafe.

      Im Falle des 50-km-Olympiasiegers Legkow veröffentlichte das IOC am Montag die 46-seitige Urteilsbegründung, die 495 Einzelpunkte umfasst. Darin erkennt die Oswald-Kommission an, dass das von McLaren beschriebene Betrugssystem (Austausch bzw. Manipulation russischer Dopingproben) während der Winterspiele 2014 in Sotschi zur Anwendung kam.

      Whistleblower Rodtschenkow wurde als "glaubwürdiger Zeuge" bezeichnet. Inwiefern diese Argumentation auch bei der Bewertung des IOC zum Tragen kommt, ob der Betrug von staatlichen russischen Stellen gelenkt wurde, ist unklar.

      Oswald erwähnt in der Urteilsbegründung zumindest ein Urteil des Internationalen Sport-Gerichtshofes CAS, das McLarens Schlussfolgerung auf einen "staatlich diktierten Doping-Plan" stützte, wertete dies aber nicht weiter.

      Dennoch sprach die Kommission auch deutlich von einer "Verschwörung, die die Olympischen Spiele auf die schlimmstmögliche Weise infiziert und untergraben" habe. Aus der Perspektive der Olympischen Bewegung und der sauberen Athleten, so hieß es weiter, seien "bislang noch keine adäquaten Konsequenzen gezogen worden".

      Die IOC-Kommission von Exekutivmitglied Denis Oswald ist für die Sanktionierung der im McLaren-Bericht genannten 28 verdächtigen russischen Sotschi-Starter (darunter zwölf Medaillengewinner) zuständig.

      Am 5. Dezember wird die IOC-Exekutive auf Grundlage der Erkenntnisse einer weiteren Kommission unter Leitung des ehemaligen Schweizer Spitzenpolitikers Samuel Schmid über einen Start Russlands bei den Winterspielen in Pyeongchang im kommenden Februar entscheiden.

      sport1.de

      Koukalova fordert russischen Komplett-Ausschluss - und erhält Drohungen

      Tschechiens Biathlon-Weltmeisterin Gabriela Koukalova sieht sich wegen ihrer Forderung nach einem Olympia-Ausschluss Russlands Drohungen ausgesetzt.

      Östersund (SID) - Die tschechische Biathlon-Weltmeisterin Gabriela Koukalova sieht sich aufgrund ihrer Forderung nach einem russischen Komplett-Ausschluss von den Olympischen Spielen 2018 in Pyeongchang (9. bis 25. Februar) eindeutigen Drohungen ausgesetzt. Dies legen zumindest Kommentare auf ihrer Facebook-Seite nahe, auf der sie zuvor ihre Meinung kundgetan hatte.

      Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte am Mittwoch drei weitere Russen lebenslang für Olympia gesperrt, die Zahl der vom IOC ausgeschlossenen Athleten stieg damit auf 22. Am Dienstag wird auf Grundlage der Ergebnisse einer Untersuchungsgruppe die Frage beantwortet, inwieweit russische Politiker und Behörden an dem Betrugssystem bei den Spielen 2014 in Sotschi beteiligt waren und ob das Riesenreich vom IOC komplett von den Winterspielen ausgeschlossen wird.

      Der ehemalige Biathlon-Weltmeister Erik Lesser (Frankenhain) jedenfalls hofft auf "eine ordentliche Strafe", auch wenn er sich einen Ausschluss aller russischer Wintersportler nicht vorstellen kann. "Es wäre schon schwer, jemanden zu sperren, bei dem man keine positive Dopingprobe vorliegen hat. Rein juristisch wird das nicht ganz haltbar sein", mutmaßte der 29-Jährige, der betonte, "dass die komplette Sportgemeinschaft in Sotschi beschissen wurde".

      Wie gespalten das Biathlon-Lager ist, verdeutlicht die Meinung des sechsmaligen Gesamtweltcup-Siegers Martin Fourcade. Der Franzose gilt als ein Vorkämpfer gegen Doping, war in der Vorsaison der Wortführer der Skijäger, die sogar einen Weltcup-Boykott in Betracht gezogen hatten. Nun sagte Fourcade der französischen Nachrichtenagentur AFP aber: "Wenn es bewiesen ist, dass es institutionelles Doping gab und dass alle Sportler in Sotschi (bei den Winterspielen 2014/d.Red.) davon profitiert haben, sollten diese Athleten nicht nach Pyeongchang fahren. Sind es nur wenige, dann müssen wir diese Individuen bestrafen und nicht die gesamte russische Nation."

      ran.de

      "Hat nie staatliches Dopingsystem gegeben"

      Witali Mutko ist stinksauer. Und Grund für seine Wut ist einmal mehr das Thema Doping. Russlands Vize-Premier schimpft vor der Auslosung zur Fußball-Weltmeisterschaft: "Diese ständigen Vorwürfe und Spekulationen zielen nur darauf ab, unser Land zu diskreditieren."

      Russlands Vize-Premier Witali Mutko hat in einer fast zehnminütigen Wutrede vor der Auslosung der WM-Endrunde in Moskau erneut alle Doping-Vorwürfe zurückgewiesen. "Es hat nie und wird niemals ein staatlich gelenktes Dopingsystem in Russland geben", sagte der Chef des WM-Organisationskomitees: "Das brauchen wir hier nicht. Diese ständigen Vorwürfe und Spekulationen zielen nur darauf ab, unser Land zu diskreditieren." Es gebe keine Beweise für ein Dopingsystem in Russland, sagte der Chef des WM-Organisationskomitees entgegen aller Erkenntnisse: "Es heißt immer, überall auf der Welt ist es gut, aber in Russland ist es schlecht. Wir sind ein offenes Land, das alle Einstellungen und Religionen respektiert. Jeder kann kommen und sich hier wohlfühlen."

      Belastet wurde Russland durch die Erkenntnisse der Untersuchung des kanadischen Rechtsprofessors Richard McLaren im Auftrag der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada. Über 1000 russische Athleten sollen zwischen 2011 und 2015 von einem staatlich gelenkten Dopingsystem profitiert haben. In dem Bericht waren auch 34 russische Fußballer als dopingverdächtig genannt worden, darunter der gesamte WM-Kader von 2014.

      Das Internationale Olympische Komitee (IOC) entscheidet am kommenden Dienstag in Lausanne über Sanktionen gegen Russland. Das IOC stuft den russischen Kronzeugen Gregorij Rodtschenkow, der Mutko als Schlüsselfigur des Dopingsystems bezeichnet, mittlerweile als "glaubwürdig" ein. Unter anderem ein Komplettausschuss von den Winterspielen in Pyeongchang ist möglich. "Wir glauben an die Unschuldsvermutung", sagte Mutko, "und nicht an Kollektivstrafen, die ja anscheinend im Moment in Mode sind. Die Vorwürfe wurden nie bewiesen."

      Fifa-Präsident Gianni Infantino verwies darauf, dass er nur über den Fußball sprechen könne: "Ich kann nur wiederholen, dass sich die Fifa nicht an Spekulationen beteiligt. Die Fifa testet alle Spieler in und außerhalb der Wettbewerbe." Diese Tests seien bei der WM 2014, dem Confederations Cup und den Klubwettbewerben der Uefa negativ gewesen. "Wenn ein Spieler gedopt ist, wird es Sanktionen geben", sagte der Schweizer: "So haben wir es gemacht, und so werden wir es immer machen. Es ist sehr wichtig, dass sich jeder an die Regeln hält."

      n-tv.de

      Wem wollen die das erzählen.


      “For where all love is, the speaking is unnecessary. It is all. It is undying. And it is enough.”



      "I wanted ye from the first moment I saw ye. But I loved ye when ye wept in my arms that first night at Leoch. But now...I wake up every day, and I find that I love you more than I did the day before."

      Entscheidung im Dopingskandal: Setzt das IOC Russland vor die Tür?

      Das Internationale Olympische Komitee entscheidet an diesem Dienstag in Lausanne über Sanktionen gegen Russland im Dopingskandal während der Winterspiele 2014 in Sotschi. Zur Debatte stehen folgende Szenarien, die vom Komplettausschluss bis zu einem - allerdings sehr unwahrscheinlichen - Freispruch reichen:

      1. Der Ausschluss aller russischen Athleten von den Winterspielen, die vom 9. bis zum 25. Februar im südkoreanischen Pyeongchang stattfinden. Es wäre das erste Mal, dass ein Land wegen Dopingvergehen komplett gesperrt wird. Allerdings würde das einen harten Kurs gegenüber einer der einflussreichsten Sportnationen erfordern. Nun ist das IOC gefordert, konsequent zu entscheiden und Haltung zu zeigen.

      2. Ein Start des russischen Teams unter neutraler Flagge.
      Das olympische Komitee Russlands wird gesperrt, die Sportler dürfen unter neutraler Flagge starten, die russische Hymne wird nicht gespielt. Eine ähnliche Regelung haben der Leichtathletik-Weltverband und das Internationale Paralympische Komitee. Dieses Szenario erscheint elegant, weil so unbescholtene Sportler teilnehmen dürfen.

      3. Eine Geldstrafe von 100 Millionen Dollar.
      Über eine Geldstrafe in dreistelliger Millionenhöhe für Russland hatten bereits vor Wochen mehrere Medien berichtet. Bei der IOC-Session in Lima im September wurde diese Möglichkeit in die Olympische Charta aufgenommen. Wirklich hart treffen würde eine solche Sanktion Russland sicher nicht. Mehrere nationale Anti-Doping Agenturen und die Athletenkommission des DOSB haben sich klar gegen eine solche Strafe ausgesprochen.

      4. Freispruch.
      Dass Russland nach dem Doping-Skandal ohne Strafe davonkommt, ist so gut wie ausgeschlossen. Zu deutlich sind die Beweise, ein Freispruch wäre nicht vermittelbar. Inzwischen leugnet nicht einmal mehr Russland selbst, dass gedopt wurde. Für die Sport-Großmacht stehen dahinter allerdings Verfehlungen einzelner Personen und kein System.

      Womit ist zu rechnen? Viel hängt von den Ergebnissen der IOC-Kommission unter Leitung des früheren Schweizer Bundesrates Samuel Schmid ab. Die Kommission ermittelte in den vergangenen Monaten in der Frage, inwieweit Behörden und Polizei am Dopingsystem in Russland beteiligt waren und stellt ihre Ergebnisse an diesem Dienstag der Exekutive des IOC vor. Bislang sickerten keine Informationen durch.

      Wie wurde der Skandal bekannt?
      Die Dokumentation "Geheimsache Doping - Wie Russland seine Sieger macht" der ARD-Dopingredaktion brachte Ende 2014 den Skandal ins Rollen. Zwei Berichte des Wada-Ermittlers Richard McLaren sowie die Aussagen des Kronzeugen Grigorij Rodtschenkow erhärteten die Vorwürfe. Laut McLaren sollen in der Zeit von 2011 bis 2015 etwas 1000 russische Sportler von dem System profitiert haben.

      Welche Strafen gab es bisher? Das IOC ließ mittels einer weiteren Kommission, die unter der Leitung des Schweizer IOC-Mitglieds Denis Oswald steht, die Proben der russischen Sotschi-Starter überprüfen. Oswald griff erstaunlich hart durch und sperrte bislang 25 russische Teilnehmer der Winterspiele 2014, darunter drei Olympiasieger, lebenslang für alle Funktionen bei Olympischen Spielen.

      Was genau geschah in Sotschi?
      Gregorij Rodtschenkow, früherer Leiter des Moskauer Dopinglabors, sagte nach seiner Flucht in die USA aus, dass in Sotschi positive Proben mithilfe des Geheimdienstes ausgetauscht und manipuliert worden sind. Insgesamt sollen über ein Dutzend russische Medaillengewinner von Sotschi gedopt gewesen sein.

      Welche Haltung nimmt Russland ein?
      Bislang hat das Land eine staatliche Beteiligung am Dopingsystem stets ausgeschlossen und sich gegen Sanktionen gewehrt. Selbst ein Start unter neutraler Flagge kommt für das Riesenreich nicht in Frage. Staatschef Wladimir Putin bezeichnete eine solche Anordnung als "Erniedrigung des Landes". Am Montagmittag gab es dann allerdings moderatere Töne. Laut Kreml gebe es keine Pläne für einen Boykott.

      Welchen Stellenwert hätte ein Ausschluss Russlands? Wie erwähnt, wäre das in der mehr als 120 Jahre währenden Geschichte der olympischen Neuzeit ein Novum. Noch nie wurde ein Land wegen eines Dopingvergehens für Olympia gesperrt. Zwar gab es schon Ausschlüsse, die waren aber alle politisch motiviert. Russland wäre endgültig gebrandmarkt, sein bislang gutes Verhältnis zum IOC wäre wohl für lange Zeit zerstört.

      Wie ist die Meinung in Deutschland?
      Unterschiedlich. Rechtsexperten wie Michael Lehner oder Sportpolitiker wie Dagmar Freitag fordern den Ausschluss, Vertreter von Sportverbänden warnen davor, unschuldige Athleten aus Russland zu sperren und sprechen sich gegen einen Kollektiv-Bann aus.

      n-tv.de

      Russland von Olympischen Winterspielen ausgeschlossen

      Einige Sportler können unter neutraler Flagge starten

      Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat Russland wegen des Doping-Skandals von den Winterspielen in Pyeongchang (9. bis 25. Februar) ausgeschlossen, will den russischen Sportlern aber unter Auflagen einen Start als „neutrale Athleten“ ermöglichen. Das entschied das IOC auf einer Exekutivsitzung am Dienstag in Lausanne.

      „Es war ein beispielloser Angriff auf die Integrität der Olympischen Bewegung und des Sports“, sagte IOC-Präsident Thomas Bach. Darum habe das IOC-Exekutivkomitee ausgewogene Sanktionen für die systematische Manipulation ausgesprochen. „Dies soll einen Strich unter die schädigende Episode ziehen und als Katalysator für einen von der WADA geleiteten effektiveren Anti-Doping-Kampf dienen“, sagte Bach weiter.

      Hier weiter: bild.de/sport/2017/sport/ioc-russland-54089818.bild.html

      bild.de

      Diese Beweise sprechen gegen Russland

      Der Vorwurf lautet Staatsdoping!

      Heute entscheidet das IOC, ob Russland von den Olympischen Spielen verbannt wird oder in Südkorea 2018 starten darf. Welche Beweise liegen gegen Russland vor?

      Die Chronik des Skandals:

      ★ Dezember 2014: Die Dokumentation „Geheimsache Doping - Wie Russland seine Sieger macht" der ARD-Dopingredaktion bringt den Skandal ins Rollen. Dank Whistleblowern und versteckter Kameras offenbarte sich erstmals das Bild eines staatlich gestützten Dopingsystems.


      ★ November 2015: Die erste Sonderkommission der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) unter der Leitung von IOC-Mitglied Richard Pound legt einen Doping-Sumpf in der russischen Leichtathletik offen und empfiehlt einen Ausschluss Russlands aus dem Internationalen Leichtatlethik Verbandes, was kurz darauf passiert. Die WADA entzieht dem Moskauer Doping-Kontrolllabor daraufhin die Zulassung und suspendiert die russische Anti-Doping-Agentur RUSADA.

      Hier weiter: bild.de/sport/olympia/olympia-…ssland-54086662.bild.html

      bild.de

      Der Super-GAU für Präsident Putin

      Olympia-Hammer gegen Putins Doping-Sportler! Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat Russland von den Olympischen Winterspielen 2018 im südkoreanischen Pyeongchang (9. bis 25. Februar 2018) ausgeschlossen.

      Für Präsident Wladimir Putin (65) persönlich ist das der Super-GAU! Denn es sollte der Auftakt in ein Super-Jahr werden: zuerst ein Medaillen-Regen bei Olympia, dann die Fußball-WM zu Hause. Jetzt fällt ihm ausgerechnet der Doping-Betrug während der Winterspiele im russischen Sotschi 2014 auf die Füße, wo er sich als mächtiger Gastgeber inszenierte. Elf Medaillen (darunter viermal Gold) wurden bereits aberkannt.

      Hier weiter: bild.de/politik/ausland/olympi…sperre-54094426.bild.html

      bild.de

      Härte und Hintertürchen: Bachs IOC wirft Russland raus, aber …

      Im russischen Staatsdopingskandal tut das IOC nun doch, was es bislang gescheut hat: Es zieht Konsequenzen und sorgt mit Russlands Olympia-Ausschluss für ein Novum. Was nach klarer Botschaft und historischer Härte klingt, lässt Hintertürchen offen.

      Kein Komplettausschluss, aber auch keine Alibi-Strafen und kein erneutes Abwälzen der Verantwortung auf überforderte Sportverbände wie vor den Olympischen Spielen in Rio 2016: Im Skandal um das staatlich orchestrierte Dopingsystem in Russland hat das Internationale Olympische Komitee (IOC) längst überfällige sportpolitische Verantwortung übernommen und - sporthistorisch betrachtet - Härte gezeigt. Allerdings garniert die IOC-Exekutive unter Präsident Thomas Bach diese olympische Härte mit Hintertürchen. Sie baut in ihrem Urteil nicht nur Brücken für saubere russische Athleten, wie es Bach nennt. Sondern auch für den russischen Präsidenten Wladimir Putin, der als Bachs Freund gilt.

      So verzichtete das IOC trotz der erdrückenden Beweislage in den McLaren-Berichten zum jahrelang praktizierten russischen Staatsdopingkomplott mit mehr als 1000 beteiligten Athleten aus 30 Sportarten, trotz des "beispiellosen Angriffs auf die Integrität der Olympischen Bewegung und des Sports" (Bach), trotz der Erkenntnisse der IOC-eigenen Schmid-Kommission auf die härtestmögliche Sanktion, auf den ethisch und rechtlich umstrittenen, laut IOC-Charta aber möglichen Komplettbann. Zwar wurde das Russische Olympische Komitee ROC suspendiert und Russland damit von der Teilnahme an den Olympischen Winterspielen 2018 ausgesperrt. Zwar wurde der während des Skandals amtierende Sportminister (und inzwischen zum Vize-Premier beförderte) Witali Mutko sogar lebenslang aus dem Olympia-Zirkel verbannt, weil er die "ultimative administrative Verantwortung für die verübten Handlungen in dieser Zeit" getragen habe. Trotzdem lautet die verklausulierte IOC-Botschaft an Putin und Russland: "Wer betrügt, fliegt raus. Aber …"

      Im Gegensatz zur russischen Flagge und Hymne könnten russische Athleten im südkoreanischen Pyeongchang sehr wohl vertreten sein. Sie könnten als "neutrale Athleten" starten, unter olympischer Flagge und Auflagen wie der Beweispflicht, nicht in das Dopingsystem eingebunden gewesen zu sein. Das entspricht der vorab formulierten Forderung von Athletenkommissionen und insgesamt 37 nationalen Antidopingagenturen, zu denen auch die deutsche Nada gehörte. Sie wertete den IOC-Entscheid als "klares Signal für den sauberen Sport". Die Athletenkommission des Deutschen Olympischen Sport-Bundes DOSB begrüßte das Startrecht für saubere russische Athleten, sofern die Entscheidung darüber "transparent und nachvollziehbar" getroffen werde.

      Diplomatische Details

      Nur: Starten dürften zugelassene Russen laut IOC unter dem Kürzel "OAR", "Olympic Athletes of Russia", Olympische Athleten aus Russland also. Was wie ein nebensächliches Detail erscheint, darf als bewusstes sportdiplomatisches Zugeständnis an Putin verstanden werden. In Rio waren neutrale Athleten noch unter dem kollektiven Kürzel "ANA" angetreten, als Autorisierte Neutrale Athleten – ohne Länderkennung. Noch offensichtlicher wird die Hintertürchen-Politik des IOC bei der Erwägung, das Land bereits zur Schlussfeier in Pyeongchang wieder zuzulassen.

      Schon die Suspendierung des russischen NOK und das Verbot einer russischen Olympia-Mannschaft wegen Dopings ist ein Novum in der 121-jährigen olympischen Geschichte - und mehr, als sich selbst Antidopingexperten nach dem windelweichen Rio-Urteil im Juli 2016 erhofft hatten. Allerdings: Es hat auch nie zuvor eine derart eindeutige Beweislage gegeben wie im Fall Russland, das räumte selbst Samuel Schmid ein. Der Schweizer hatte der IOC-Kommission zur Aufarbeitung der staatlichen Verstrickung in das russische Dopingkomplott vorgestanden, mit dem die Olympischen Spiele 2012 in London und vor allem 2014 in Sotschi sabotiert wurden.

      Wie müsste ein Land eigentlich noch dopen?

      Schmid sagte bei der Urteilsverkündung in Lausanne: "Wir haben eine solche Form des Betrugssystems vorher noch nie gesehen." Deshalb steht angesichts der bizarren Details des russischen Dopingbetrugs und des fortwährenden Leugnens der russischen Funktionäre auch nach dem IOC-Entscheid die Frage im Raum: Wie müsste ein Land eigentlich noch dopen, damit es deshalb komplett gesperrt wird?

      Als vor einer Woche auf der Konferenz "Play the Game" in Eindhoven Vertreter nationaler Antidoping-Agenturen zusammensaßen, ging es - natürlich - auch um die anstehende Russland-Entscheidung. Auf die Frage, wer mit einem Komplettausschluss rechne, meldete sich: niemand. Selbst auf die Frage, wer von einem Start russischer Athleten unter neutraler Flagge ausgehe, gab es kaum Handzeichen.

      Wahrscheinlicher schienen den Anwesenden rein symbolische Strafen oder eine Geldbuße, also eine millionenschwere Symbolstrafe. Nicht, weil das als angemessene Sanktion erachtet worden wäre. Sondern weil das IOC im bisherigen Umgang mit dem Russland-Skandal und den russischen Whistleblowern Julia und Witali Stepanowa sowie Grigori Rodtschenkow bislang nicht den Nachweis erbracht hatte, auf den größten Dopingskandal der letzten Jahrzehnte auch gegenüber sportpolitischen Schwergewichten wie Russland die richtigen und nötigen Maßnahmen ergreifen zu wollen.

      Hohe Hürden - bis jetzt

      Von Russlands Präsident Putin wird am Mittwoch eine Stellungnahme zum IOC-Entscheid erwartet. Frische Boykottdrohungen hochrangiger Funktionäre gab es noch nicht, Wut in Russland schon. Der russische NOK-Präsident Alexander Schukow kündigte für den 12. Dezember eine "Olympische Versammlung" mit den potenziellen russischen Olympia-Startern, Trainern und Verbandsvertretern an, um über einen Pyeongchang-Start zu entscheiden - also darüber, ob man durch die geöffneten IOC-Hintertürchen auch durchgehen wolle.

      Die Hürde für russische Athleten, um ihre Unschuld zu belegen, scheint angesichts der seit 2015 andauernden Suspendierung der russischen Antidoping-Agentur Rusada hoch. Ob das IOC sie auch so hoch lässt und russische Athleten nicht einfach als "OAR" nach Pyeongchang durchwinkt, wird bis zum Olympia-Start zum entscheidenden Gradmesser für die Ernsthaftigkeit der verkündeten Strafe.

      Vorerst scheint das IOC mit dem Olympia-Ausschluss Russlands und der Sperre von Mutko zumindest weiter als der Fußball-Weltverband Fifa. Der sitzt nicht nur alle Dopingvorwürfe gegen die russische Fußball-Nationalmannschaft aus. Er ließ auch mitteilen, dass man die Vorbereitungen auf die Fußball-WM 2018 in Russland trotz der lebenslangen Olympia-Sperre für Russlands Fußball-Boss und WM-Cheforganisator und Doping-Leugner Mutko nicht beeinträchtigt sehe. In einem Fifa-Statement hieß es lapidar: "Diese Entscheidung hat keinen Einfluss."

      n-tv.de

      Doping-Russen wollen sich zu Olympia klagen

      Russland wehrt sich gegen die Olympia-Sperre!

      22 Sportler und Sportlerinnen, die am Dienstagabend vom IOC gesperrt und deren Ergebnisse bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi aberkannt wurden, haben jetzt Protest beim Internationalen Sportgerichtshof CAS eingelegt. Sie wollen sich so doch noch zu den Winterspielen in Pyeongchang (9.-25. Februar 2018) klagen

      Der CAS teilte am Mittwoch mit, dass unter den Sportlern auch die Olympiasieger Alexander Subkow (Bob), Alexander Legkow (Langlauf) und Alexander Tretjakow (Skeleton) seien.

      Hier weiter: bild.de/sport/olympia/olympia-…klagen-54098452.bild.html

      bild.de

      Russland verzichtet auf Olympia-Boykott

      Einige Sportler dürfen unter neutraler Flagge antreten ++ Putinisten schäumen vor Wut über IOC-Entscheidung

      In Moskau liegen die Nerven blank!

      Die IOC-Entscheidung, Russland von den Olympischen Winterspielen im südkoreanischen Pyeongchang auszuschließen, hat den Kreml kalt erwischt.

      Die große Frage für Präsident Wladimir Putin (65) ist jetzt: Wie kann er sein Gesicht doch noch wahren?

      In Russland hat der Sport eine hochpolitische Dimension. Sportliche Großveranstaltungen werden vom Kreml für Propaganda-Zwecke genutzt und sollen den Nationalstolz stärken.

      Dass den Russen ausgerechnet der Doping-Skandal während der Winterspiele im russischen Sotschi 2014 die Teilnahme an Olympia kostet, ist besonders peinlich.

      Hier weiter: bild.de/politik/ausland/headli…tionen-54100282.bild.html

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      Biathlon: Russland wegen Doping vom Weltverband IBU bestraft: Weltverband straft Russland ab

      Nach der Sperre für Olympia reagiert auch der Biathlon-Weltverband und bestraft den russischen Verband. Für die Sportler hat das keine Konsequenzen. Die Internationale Biathlon-Union (IBU) hat den russischen Verband RBU sanktioniert und zum provisorischen Mitglied herabgestuft.

      Wie der Weltverband mitteilte, ist eine Vollmitgliedschaft für Russland, das am vergangenen Dienstag vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) wegen des Dopingskandals von den Winterspielen in Pyeongchang (9. bis 25. Februar 2018) ausgeschlossen worden war, erst wieder zum Ende der Saison 2017/18 und nur unter Auflagen möglich.

      Voraussetzungen dafür sind keine positiven Dopingtests sowie die Aufhebung der Sperre des russischen olympischen Komitees durch das IOC. Russische Athleten behalten trotz der Herabstufung ihr Startrecht bei allen IBU-Veranstaltungen, der russische Verband verliert im IBU-Kongress aber sein Stimmrecht.

      Das IOC hatte im Skandal um staatlich gestütztes Doping in Russland 25 Athleten und Russlands ehemaligen Sportminister Witali Mutko lebenslang von Olympischen Spielen ausgeschlossen. Darunter befinden sich die Biathlon-Silbermedaillen-Gewinnerinnen von Sotschi Olga Saizewa, Olga Wiluchina und Jana Romanowa.

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