Nordische Kombination

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    There are 300 replies in this Thread. The last Post () by Charlotte West.

      Frenzel nach Einlauf-Zeremonie sichtlich gerührt

      Deutschlands Fahnenträger Eric Frenzel war von der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang regelrecht ergriffen.

      "Das war ein tolles Erlebnis. Daran werde ich mich mein Leben lang erinnern", sagte der Kombinierer, als er aus dem kalten Innenraum des Olympiastadions ins Warme zurückgekehrt war.

      "Es war auch hinter den Kulissen nett, mit den vielen anderen Athleten aus allen Disziplinen auf den Beginn der Feier zu warten. Es war beeindruckend, als Erster ins Stadion mit den Tausenden bunten Lämpchen laufen zu dürfen", meinte Frenzel. Die deutsche Mannschaft mit Frenzel an der Spitze war an neunter Stelle eingelaufen.

      DOSB-Präsident Alfons Hörmann berichtete dem "SID" hinterher von einem besonderen Gefühl im deutschen Lager: "Die Stimmung im deutschen Team war schon beim Aufwärmen aufgekratzt, erwartungsfroh und lebenslustig. Die Vorfreude war greifbar, jeder hat gespürt: Jetzt's gehts los." Der Moment des "gemeinsamen Einlaufens von Süd- und Nordkorea" habe gezeigt, "was möglich ist, wenn Brücken gebaut und geistige Grenzen überwunden werden."

      Quelle: sport.de

      Klartext von Ex-Kollege Edelmann

      "Frenzel ist der Kombinierer mit dem größten Potenzial"


      Eigentlich sind die Nordischen Kombinierer um Deutschlands Fahnenträger Eric Frenzel echte Medaillengaranten. Im Weltcup hakte es zuletzt aber. Ex-Kollege Tino Edelmann hat dennoch hohe Erwartungen.

      2010 gewann Tino Edelmann an der Seite von Eric Frenzel und Johannes Rydzek Olympia-Bronze in der Nordischen Kombination. Obwohl der 32-Jährige seine Karriere mittlerweile beendet hat, kennt er die deutschen Stars wie kaum ein Zweiter. Im Interview verdeutlicht Edelmann, warum mit dem Team trotz zuletzt durchwachsener Leistungen zu rechnen ist und spricht über einen ganz besonderen Olympia-Song.

      Herr Edelmann, bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Pyeongchang hat Eric Frenzel die deutsche Fahne getragen – als erster Kombinierer seit 1980. Ist das eher Last oder zusätzliche Motivation für ihn?

      as war eine sehr große Ehre. Eric hat das sehr genossen, das hat man gesehen – und sich dafür natürlich auch freiwillig gemeldet. (lacht) Aber eigentlich wollte er nicht so früh nach Korea fliegen. Von daher ist sein Ablauf eventuell ein bisschen gestört. Aber weil zwischen Eröffnungsfeier und erstem Wettkampf einige Tage Zeit waren, wird er das gut verkraften können. Meines Wissens war das auch seine erste Eröffnungsfeier – denn in Vancouver und Sotschi haben wir am nächsten Tag trainiert. Natürlich ist das auch für unsere Sportart toll. Wir haben lange ein Randdasein gefristet und es ist schön zu sehen, dass sich die Wahrnehmung positiv verändert.

      Was erwarten Sie sportlich von ihm in Pyeongchang?

      Sehr viel. Ohne ihm jetzt Druck machen zu wollen, aber – auch wenn er sich in diesem Jahr noch nicht so oft weit vorne platzieren konnte – ist er sicherlich der Kombinierer mit dem größten Potenzial. Eric springt wahnsinnig gut und ist auch läuferisch in der Lage, Topzeiten hinzulegen. Während dieser Saison hat er ein bisschen mit seinem Material experimentiert, vertraut jetzt wieder dem alten Setup, was zuletzt wieder besser funktioniert hat. Als fünfmaligem Gesamtweltcup-Sieger ist mit Eric auf jeden Fall zu rechnen.

      Im Weltcup läuft es für Frenzel bisher durchwachsen (8. Platz). Die Leistungen der deutschen Kombinierer sind in dieser Saison insgesamt eher schwankend. Im Vorjahr haben sie 21 von 23 Weltcup-Rennen gewonnen – nun vier von 15. Die Dominanz ist dahin. Woran liegt das?

      Die vergangene Saison ist einfach überproportional gut gelaufen. Das kam durch eine Kombination aus guter Arbeit beim deutschen Team und Fehlern bei den anderen wie Norwegen und Österreich. Die haben sich besonders beim Springen verunsichern lassen. Aber dass es nicht so weitergeht, war irgendwo klar. In diesem Jahr ist das Feld wieder zusammengerückt. Und auch, wenn zuletzt nicht alles funktioniert hat, sind die Deutschen keinesfalls abzuschreiben. Bis auf den jungen Vinzenz Geiger kennen die Jungs die Situation, dass bis Olympia nicht alles optimal funktioniert hat – aber dann hat es meistens gut hingehauen.

      Wie lautet Ihre Olympia-Prognose? Wie viele Medaillen holen die deutschen Athleten?

      Drei Medaillen sind auf jeden Fall drin. Im Teamwettbewerb ist ganz klar Gold das Ziel. Und in den beiden Einzelwettbewerben ist jeweils eine Medaille drin – ob durch Eric, Johannes Rydzek oder Fabian Rießle. Und natürlich ist der junge Vinzenz Geiger nicht zu vergessen, der überraschend konstant vorne mitmischt.

      Wer sind deren ärgste Konkurrenten?

      Der Weltcup-Führende Akito Watabe aus Japan wird in den Einzelwettbewerben sehr schwer zu schlagen sein. Er springt sehr stark und ist klarer Favorit. Aber auch die Norweger Jan Schmid, Joergen Graabak und Espen Andersen sind gut im Rhythmus. Vergessen darf man da auch nicht die Finnen mit Eero Hirvonen und Ilkka Herola – für die sehe ich zumindest Außenseiterchancen.

      Apropos Außenseiterchancen. Der erst 20-jährige Geiger überraschte beim letzten Weltcup in Seefeld mit einem vierten Platz. Könnte ihm bei den Olympischen Spielen der große Durchbruch gelingen?

      Auf jeden Fall. Er springt im Moment sehr stark. Die Kleinschanze wird ihm wohl nicht so liegen, ich sehe seine Chancen besonders auf der Großschanze – weil diese besseren Springern immer entgegenkommt. Und: Vinzenz ist taktisch ein Fuchs. Von ihm als 20-Jährigem wird nicht erwartet, Führungsarbeit zu leisten. Außerdem hat er einen guten Schlussspurt. Im Weltcup hat er sich einige Male 9,5 Kilometer hinten drangehangen und ist am Ende plötzlich nach vorne gezogen.

      Sie sind sehr musikalisch, haben mit anderen Kombinierern unter dem Bandnamen "The Telemarkers" das Lied "Für den einen Moment" aufgenommen. Wie würde der Titel Ihres Olympia-Songs lauten?

      Puh, der müsste passenderweise auf Koreanisch sein. (lacht) Aber wenn wir mal im Englischen bleiben, würde ich vorschlagen: Entertain me. Aber da können mich die Jungs gerne überraschen.

      Quelle: t-online

      Frenzel erneut Olympiasieger in der Nordischen Kombination

      Kombinierer Eric Frenzel (Oberwiesenthal) hat wie vor vier Jahren Gold im olympischen Einzel-Wettbewerb von der Normalschanze geholt.

      Pyeongchang - Kombinierer Eric Frenzel (Oberwiesenthal) hat wie vor vier Jahren Gold im olympischen Einzel-Wettbewerb von der Normalschanze geholt.

      Der deutsche Fahnenträger gewann in Pyeongchang nach dem entscheidenden Langlauf über 10 km vor Akito Watabe (Japan) und Lukas Klapfer (Österreich).

      Rydzek wird Fünfter

      Frenzel, der nach einem Sprung auf 106,5 m mit 36 Sekunden zur Spitze als Fünfter gestartet war, setzte sich am letzten Anstieg entscheidend ab.

      Vor Sotschi-Sieger Frenzel waren Georg Thoma (1960), Franz Keller (1968), Ulrich Wehling (1972, 1976, 1980) und Georg Hettich (2006) als Deutsche Olympiasieger in der Kombination geworden.

      Rekordweltmeister Johannes Rydzek (Oberstdorf) wurde nach einer Aufholjagd Fünfter, auch Fabian Rießle (Breitnau) als Siebter und Vinzenz Geiger (Oberstdorf) als Neunter schafften es in die Top 10.

      ran.de

      Gold-Frenzel kämpft mit den Tränen

      Eric Frenzel holt in der Nordischen Kombination die sechste deutsche Goldmedaille. Mit einer beherzten Attacke sprintet er den Konkurrenten davon.

      Mitten im größten Gold-Trubel suchte Eric Frenzel nach den wirklich wichtigen Menschen.

      "Ich will unbedingt meine Familie sehen, meine Frau, meinen Sohn", sagte der König der Kombinierer mit feuchten Augen nach seinem Wahnsinnslauf zum erneuten Olympiasieg: "Sie sind es, die mir in den schweren Monaten, als es nicht lief, so unfassbar den Rücken gestärkt haben."

      Der so liebevolle Familienmensch Frenzel hatte kurz zuvor in seiner zweiten Paraderolle als knallharter Dominator seiner Sportart brilliert.

      Famose Aufholjagd von Frenzel

      Mit einer famosen Aufholjagd machte Deutschlands Fahnenträger seinen goldenen Traum von Pyeongchang wahr und stieg mit seinem zweiten Olympiasieg endgültig zum erfolgreichsten Kombinierer der Geschichte auf.

      "Die zwei Olympiasiege reichen ja nicht. Er ist fünffacher Weltmeister, hat fünfmal in Serie den Gesamtweltcup gewonnen. Das sind Superlative", sagte Meistertrainer Hermann Weinbuch über seinen Meisterschüler.

      Bundestrainer zu Tränen gerührtWeinbuch liefen bei Frenzels Zieleinlauf Tränen der Rührung und der Begeisterung über die Wangen: "Unglaublich, was so ein kleins Mandle für Energie hat. Vor allem im Kopf, da ist er brutal stark. Er ist kein normaler Mensch in dem Sinn."

      "Eric, der Außerirdische" war wie schon vier Jahre zuvor in Sotschi auch im südkoreanischen Windkrimi nicht zu schlagen und feierte seinen wohl größten Sieg. Nach einem wackligen Springen hatte ihm Co-Trainer Ronny Ackermann laut Frenzel mit auf den Weg gegeben, "dass ich in der Loipe gefälligst der Boss sein soll".

      Frenzel überrascht sich selbst

      Die Manier, in dem ihm das nach einer überaus holprigen Saison mit nur einem Sieg gelang, überraschte sogar Frenzel selbst. "Es ist unbeschreiblich. Ich hätte das nicht erwartet", sagte der 29 Jahre alte Sachse. (SERVICE: Der Olympia-Medaillenspiegel)

      Frenzel stürmte von Platz fünf noch ganz nach vorne, lag im Ziel 4,8 Sekunden vor dem Japaner Akito Watabe, der ihm zweieinhalb Wochen zuvor beim Weltcup-Höhepunkt in Seefeld noch haushoch überlegen gewesen war - diesmal ließ er den Gesamtweltcup-Führenden am letzten Berg schlicht stehen.

      Als Frenzel ins Ziel stürmte, weinte auf der Tribüne Ehefrau Laura Freudentränen, Frenzels ältester Sohnemann Philipp (11) hüpfte wild auf und ab. Die jüngsten Mitglieder des Frenzel-Clans, Söhnchen Leopold (2) und Tochter Emma (8 Monate), waren im heimischen Flössenburg geblieben.

      Kampf von Rydzek bleibt unbelohnt

      Bronze ging im Wettbewerb von der Normalschanze an Lukas Klapfer aus Österreich. Die weiteren deutschen Kombinierer hatten eine Medaille schon im Springen verspielt.

      Rekordweltmeister Johannes Rydzek, der im Vorjahr in Lahti alle WM-Titel abgeräumt hatte, musste sich trotz großen Kampfes mit Platz fünf begnügen.

      "Ich habe alles reingelegt und kann megastolz sein", sagte Rydzek: "Hut ab vor Eric - er ist einfach ein ganz Großer." Fabian Rießle lief noch von Platz 16 auf sieben vor, Vinzenz Geiger wurde Neunter.

      Frenzel kann Geschichte schreiben

      Für Frenzel ist die olympische Mission von Pyeongchang noch längst nicht erledigt, auch von der Großschanze am kommenden Dienstag und zwei Tage später im Teamwettbewerb ist Gold möglich. Frenzel wäre dann der erste Kombinierer mit vier Olympiasiegen.

      "Ich schaue jetzt, dass ich einfach bis dahin gesund bleibe - das hatte ja in Sotschi nicht so geklappt", sagte Frenzel, der vor vier Jahren tagelang mit einem Infekt flachgelegen hatte und nach dem Auftaktsieg im zweiten Rennen chancenlos gewesen war.

      Sein noch größeres Ziel erreichte Frenzel aber schon am denkwürdigen Gold-Abend. Weit nach dem Rennen schloss er endlich seine Frau und seinen Sohn in die Arme.



      Quelle: sport.de






      “For where all love is, the speaking is unnecessary. It is all. It is undying. And it is enough.”



      "I wanted ye from the first moment I saw ye. But I loved ye when ye wept in my arms that first night at Leoch. But now...I wake up every day, and I find that I love you more than I did the day before."
      NoKo-Bundestrainer Weinbuch verlängert Vertrag



      Hermann Weinbuch bleibt noch mindestens ein Jahr Bundestrainer der Nordischen Kombinierer. Im Deutschen Haus in Pyeongchang erklärte er, "gerade den Vertrag verlängert" zu haben.

      Weinbuch steht seit 25 Jahren an der Spitze der Kombinierer und holte in dieser Zeit 45 Medaillen bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften. Zuletzt hatte Eric Frenzel am Mittwoch in Südkorea die Goldmedaille gewonnen.

      Der 57-Jährige denkt seit der WM 2011 in Oslo nur noch von Jahr zu Jahr. Seine Verträge werden per Handschlag verlängert. Weinbuch, selbst dreimal Weltmeister in der Kombination, kann selbst entscheiden, wann er aufhört.

      Sein Nachfolger steht im viermaligen Weltmeister Ronny Ackermann seit langem fest. Der 40-Jährige, der derzeit vor allem für den Sprungbereich zuständig ist, will gegenwärtig aber noch nicht die alleinige Verantwortung übernehmen. "Von Hermann kann man immer noch viel lernen", sagte der Thüringer.

      Quelle: sport.de

      Rydzek und Frenzel im Kampf um die Nummer eins

      Johannes Rydzek genehmigte sich einen Schluck aus der Magnum-Sektflasche, die zur Feier von Eric Frenzels Olympiasieg im Team der deutschen Kombinierer kreiste. In den Lob-Gesang "Es gibt nur einen Eric Frenzel" stimmte er aber nicht ein. Verständlicherweise.

      Zwischen Rydzek und Frenzel geht es schließlich darum, wer Nummer eins in der Nordischen Kombination ist. Nicht nur innerhalb der Mannschaft, sondern weltweit. Der Sachse Frenzel ist dem Bayern Rydzek seit vergangener Woche wieder zwei Schritte - sprich Olympiasiege - voraus. Schlägt Rydzek nun beim zweiten Wettbewerb in Pyeongchang am Dienstag zurück? Die Trainingsergebnisse lassen es erahnen.

      Frenzel und Rydzek sind zwei Alphatiere in einem Team. Die Rivalität begann bereits in der ersten Männer-Saison des Allgäuers. Bei der WM 2011 in Oslo hatte Frenzel den Titel mit Springen von der Normalschanze gewonnen. Im Wettbewerb von der Großschanze jagten sie gemeinsam den später siegreichen Franzosen Jason Lamy Chappuis. Das heißt: Frenzel marschierte vornweg, Rydzek hielt sich permanent im Windschatten, um auf der Zielgeraden an Frenzel vorbeizuziehen und Silber zu gewinnen. Sehr zum Unmut des Champions. Damit war der gnadenlose sportliche Konkurrenzkampf eröffnet.

      In dem hatte Frenzel bis zur WM 2015 in Falun immer die Nase vorn, dort aber wurde erstmals Rydzek Einzel-Weltmeister und setzte an, dem schier Unbezwingbaren endgültig den Rang abzulaufen. Sie trieben sich gegenseitig zu immer höheren Leistungen. Frenzel gewann fünfmal in Serie den Gesamtweltcup, Rydzek krönte sich mit vier Titeln in Lahti zum Rekordweltmeister der Nordischen Kombination. Doch mit jedem Erfolg des anderen wuchs die sportliche Rivalität.

      Frenzel kann kaum abschalten

      "Es kann auch ein Nachteil sein, wenn man ständig gefordert wird. Man schaut zwar in erster Linie auf sich, aber richtig abschalten kann man nicht, wenn der Konkurrent in der eigenen Mannschaft ist. Da kann man dann nicht immer und überall offen reden. Der Zyklus ist länger, in dem man unter Spannung steht. Erst abends im Zimmer kann man dann mal abschalten", gibt Frenzel offen zu.

      Die Probleme der beiden im bisherigen Saisonverlauf schiebt Bundestrainer Hermann Weinbuch auch dem internen Konkurrenzkampf zu. Im Sommer habe man das ganz gut hinbekommen, auch, weil die Wettkämpfe weit weg waren. "Aber im Herbst hat man sich schon wieder gegenseitig sehr beobachtet. Jeder wollte sich gegenüber dem anderen durch spezielle Maßnahmen einen Vorteil erarbeiten, man hat sich schon sehr belauert. Das hat uns nicht unbedingt nach vorne gebracht, man kann so etwas aber nicht komplett verhindern", erzählt der Coach.

      Er betont aber immer wieder, dass es sich um rein sportliche Rivalität handelt. Bei teambildenden Maßnahmen wie zuletzt einem Hüttenabend in Oberstdorf sah man Frenzel und Rydzek gemeinsam nebeneinander die Schlitten nach oben ziehen und miteinander reden. Frenzel bestätigt: "Wir versuchen das gut zu händeln, auch außerhalb des Sports gemeinsam etwas zu machen und miteinander zu reden."

      Quelle: sport.de
      Geiger erhält erneut Vorzug vor Kircheisen



      Bundestrainer Hermann Weinbuch lässt für die Einzel-Entscheidung der Nordischen Kombinierer von der Großschanze bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang sein Team unverändert.

      Wie beim Wettbewerb von der Normalschanze treten neben Olympiasieger Eric Frenzel am Dienstag (ab 19:00 Uhr Ortszeit/11:00 MEZ) Vinzenz Geiger, Fabian Rießle und Johannes Rydzek an. Björn Kircheisen, der vier Olympia- und zwölf WM-Medaillen gewonnen hat, ist erneut nur Zuschauer.

      Für Weinbuch war die Entscheidung für den vierten Starter neben Frenzel, Rießle und Rydzek nach dem zweiten Trainingstag auf dem großen Bakken eindeutig. Geiger bleibe im Team, weil er von den sechs Sprüngen vier gewonnen habe, Kircheisen nur zwei, sagte er. Zudem habe Geiger im Weltcup die besseren Platzierungen erzielt. "Es ist eine eindeutige Sache gewesen", sagte Weinbuch.

      Den dritten Trainingstag am Montag werden die deutschen Kombinierer auslassen. "Wir waren bisher vorne dabei, wir können uns das leisten und Kraft sparen. Wir sind guter Dinge und haben eine gute Ausgangsposition", sagte Weinbuch.

      Quelle: sport.de

      Deutsche Kombinierer holen Gold, Silber und Bronze

      Dreifach-Sieg für die deutschen Kombinierer bei den Olympischen Winterspielen von der Großschanze.

      Johannes Rydzek gewinnt Gold, Fabian Rießle Silber, Eric Frenzel holt Bronze.

      Angeführt von Vierfach-Weltmeister Johannes Rydzek sind die deutschen Kombinierer zu einem historischen Dreifach-Triumph gestürmt. Sechs Tage nach dem Coup von Eric Frenzel triumphierte Rydzek bei den Olympischen Winterspielen von der Großschanze und gewann das erste Gold seiner Karriere.

      Direkt hinter dem Vierfach-Weltmeister komplettierten am Dienstag nach dem Springen und dem 10-Kilometer-Langlauf Fabian Rießle und Frenzel als Zweiter und Dritter den deutschen Erfolg. Drei Deutsche auf dem Podium hatte es in der Olympia-Geschichte nur einmal gegeben. 1976 gewann Ulrich Wehling im DDR-Trikot vor dem Westdeutschen Urban Hettich und dem zweiten DDR-Athleten Konrad Winkler.

      Die Entscheidung fällt im Zielsprint

      Im Mittelpunkt stand diesmal Rydzek, der sich eindrucksvoll zurückmeldete, nachdem er sich von der Normalschanze noch mit Platz fünf begnügen musste. So hatte Deutschlands Sportler des Jahres im ewigen Duell mit Teamkollege Frenzel diesmal die Nase vorn. Insgesamt war es der achte deutsche Einzel-Olympiasieg bei den Kombinierern, allerdings der erste von der Großschanze.

      "Das macht uns stolz. Die Mannschaft ist wieder zusammengewachsen und dadurch ist so etwas Großes zustande gekommen", sagte Bundestrainer Hermann Weinbuch in der ARD und ergänzte: "Dass es so geklappt hat, ist schon unwahrscheinlich. Da muss alles passen."

      Die Entscheidung in einem hochspannenden Wettkampf im Alpensia Nordic Park fiel erst kurz vor dem Ziel, als das deutsche Trio attackierte. Nur der Norweger Jarl Magnus Riiber konnte noch folgen, im Sprint war er aber chancenlos. Durch ein exzellentes Springen hatten sich die deutschen Athleten in eine hervorragende Ausgangsposition gebracht. Ausgerechnet das Springen, das in diesem Weltcup-Winter so viele Probleme bereitet hatte. Nicht aber in Südkorea: Auf den Plätzen vier, fünf und sechs gingen Frenzel, Rydzek und Rießle auf die Jagd auf den Gesamtweltcup-Führenden Akito Watabe, der nach dem Springen mit 138,9 Punkten vorn gelegen hatte.

      Der Japaner war in der Loipe aber auf sich allein gestellt, während das deutsche Trio gemeinsame Sache machen konnte. So holten den drei Athleten bereits schnell den Österreicher Wilhelm Denifl ein. Gut vier Kilometer vor dem Ziel hatten sie schließlich auch Anschluss zum Führungsduo Watabe und Riiber gefunden. Und im Finish drehte Rydzek auf.

      Dass er auf der Normalschanze das Nachsehen gegenüber Frenzel hatte und nur Fünfter geworden war, stachelte den ehrgeizigen Bayer zusätzlich an. Denn Rydzek und Frenzel sind nicht nur Teamkollegen, sondern auch seit Jahren schon große Rivalen. Winter für Winter haben sie sich zu neuen Höchstleistungen gepusht. Hier der fünfmalige Weltcupsieger Frenzel, dort der Vierfach-Weltmeister Rydzek. Nur bei Olympia hatte Frenzel stets die Nase vorn, am Dienstag aber nicht mehr.

      sueddeutsch.de

      Frenzel verliert Zahn bei Siegesfeier

      Nach dem Dreifach-Triumph der Nordischen Kombinierer bei Olympia 2018 feierte Eric Frenzel ausgelassen im Deutschen Haus – und schlug sich dabei ein Stück Zahn aus.

      In der Nordischen Kombination holte Eric Frenzel am Dienstag Bronze von der Großchance und feierte mit dem deutschen Team einen historischen Erfolg. Erstmals seit 1976 gingen in einem Olympia-Wettbewerb alle drei Medaillen an Deutschland.

      Bei der anschließenden Siegesfeier im deutschen Haus dürfte Frenzel das Lachen jedoch kurzzeitig vergangen sein: Der 29-Jährige schlug sich mit einer Sektflasche ein Stück Zahn aus.

      "Sektflasche härter als Erics Zahn"

      "Obwohl wir gar nicht so lange gefeiert haben, war es anscheinend doch sehr intensiv. Die Sektflasche war härter als Erics Zahn", sagte Olympiasieger und Vierfach-Weltmeister Johannes Rydzek dem WDR.

      Trotz des Zahnunfalls planten Frenzel und Rydzek sogleich die nächste Großtat. "Das war ein Moment, der unter die Haut ging, Gänsehaut pur", sagte Rydzek nach dem Dreifach-Triumph. Für Frenzel war es "ein Moment für die Ewigkeit, die drei deutschen Fahnen da oben zu sehen. Und das macht Lust auf mehr."

      Der nächste und finale Akt der Kombinierer findet beim Staffel-Showdown am Donnerstag (8.30 und 11.20 Uhr MEZ/ 16.30 und 19.20 Uhr OZ) statt: "Zum Schluss wollen wir noch einmal angreifen – wir haben noch eine kleine Rechnung von Sotschi offen", sagte Frenzel.

      Quelle: t-online


      “For where all love is, the speaking is unnecessary. It is all. It is undying. And it is enough.”



      "I wanted ye from the first moment I saw ye. But I loved ye when ye wept in my arms that first night at Leoch. But now...I wake up every day, and I find that I love you more than I did the day before."
      Frenzel: "Werde vier Jahre weitermachen müssen"

      Eric Frenzel, dreimaliger Olympiasieger in der Nordischen Kombination, zog nach dem Gold-Coup des DSV-Quartetts im Mannschaftswettbewerb Bilanz und sprach über seine Ziele für die Zukunft.

      Was war Ihnen wichtiger? Die Medaille oder der Tiger, den es für die Medaillengewinner gibt, damit es zuhause unter den Kindern keinen Stress gibt?

      Ich hätte mich schon ein bisschen geärgert, wenn es nur zwei Tiger geworden wären. Schlussendlich bin ich froh, dass es so aufgegangen ist. Es waren grandiose Olympische Spiele für mich. Drei Wettbewerbe, drei Medaillen, die Bilanz ist einfach traumhaft. Hätte mir das jemand vorab gesagt, hätte ich schon ein bisschen dran gezweifelt. Als Sportler träumt man von so etwas und ich hätte es auch sofort unterschrieben.

      Sie sind zum zweiten Mal von der Kleinschanze Olympiasieger geworden. Sind drei Olympiasiege in einer Disziplin ein Ziel für Sie?

      Ziele gibt es immer. Ich hoffe, dass ich weiter sportlich am Ball bleiben kann. Ich würde gerne jeden Wettbewerb bei Olympia einmal gewinnen. Jetzt fehlt mir nur noch die Großschanze. Von dem her werde ich wohl noch einmal vier Jahre weitermachen müssen. Das muss aber alles auf einen zukommen. Den Spaß habe ich an der Sache noch.

      Sie haben schon gejubelt, als Sie als dritter Läufer ins Ziel gekommen sind. Wie sicher waren Sie, dass das gar nicht mehr schiefgehen kann?

      Schon sehr. Dem Johannes eine Minute abzunehmen, wäre schon erstmal sehr utopisch gewesen. Von dem her konnte ich schon relativ sicher sein. Wir haben es sehr genossen, es war ein großartiger Tag für uns und wir waren richtig happy nach dem Springen. Wir hatten eine grandiose Ausgangsposition. Beim Lauf wusste ich dann, das wird heute unser Tag. Es war rundum ein richtig geiler Wettkampf.

      Quelle: sport.de


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      Deutschlands "Dominierer" holen mit Mega-Vorsprung GOLD!

      Johannes Rydzek schnappte sich schon weit vor dem Ziel die Deutschland-Fahne, setzte vor Freude noch einen Telemark in den Schnee und fiel schließlich überglücklich seinen Kollegen in die Arme.

      Mit einer weiteren Machtdemonstration in der Nordischen Kombination haben Rydzek, Eric Frenzel und Co. den Gold-Hattrick von Pyeonchang perfekt gemacht. Die beiden Einzel-Olympiasieger rasten bei den Winterspielen zusammen mit Fabian Rießle und Vinzenz Geiger zum ersten Gold im Mannschaftswettbewerb seit 1988. Das Quartett siegte nach dem Springen von der Großschanze und dem Langlauf über 4x5 Kilometer mit 52 Sekunden Vorsprung vor Norwegen und 1:07 Minuten auf Österreich, was fast schon eine Demütigung für die Konkurrenz war.

      "Es ist ein unglaublicher Tag für uns. Nach Sotschi, wo wir knapp geschlagen wurden, ist das etwas ganz Besonderes, was wir sehr genießen. Wir haben uns von nichts ablenken lassen und haben einfach durchgezogen", sagte Frenzel.

      Es war der perfekte Abschluss für das deutsche Team, nachdem Frenzel beim Wettbewerb von der Normalschanze triumphiert hatte und es anschließend sogar einen deutschen Dreifach-Sieg von der Großschanze gegeben hatte. Fünf Medaillen in drei Wettbewerben - das Team von Bundestrainer Hermann Weinbuch war nach dem alles andere als sorgenfreien Weltcup-Winter beim Saisonhöhepunkt voll da. "Es ist unfassbar. Es ist doch etwas holprig gewesen dieses Jahr, wir haben aber immer an uns geglaubt. Wir haben sehr hart arbeiten müssen. Die Jungs haben uns voll vertraut und sind voll mitmarschiert. Wir sind immer stärker geworden", meinte Weinbuch.

      Weinbuch lobt sein Team

      Das 13. Gold für die gesamte deutsche Wintersport-Mannschaft hatte auch eine historische Note, denn damit ist die beste Ausbeute seit der Wiedervereinigung perfekt.

      In der Loipe fiel die Vorentscheidung schon nach wenigen Kilometern, als Geiger die Führung übernahm und seine Kollegen den Vorsprung stetig auf die Konkurrenz ausbauten. Schon beim Springen hatte sich das deutsche Team mit Platz zwei eine gute Ausgangsposition erarbeitet. Mit nur sechs Sekunden Rückstand auf Österreich, aber immerhin 21 Sekunden Vorsprung auf Mitfavorit Norwegen ging das DSV-Quartett in den Langlauf.

      "Es war nicht einfach, die Mannschaft auf diesen Wettkampf einzustellen. Nach dem Dreifachtriumph und dem Probesprung war die Goldmedaille schon ziemlich groß vor den Augen. Dass man dann bei sich bleibt und sich auf die Aufgaben besinnt, ist nicht so einfach", sagte Weinbuch.

      Und es lief wie geplant. Geiger lief schnell zum Österreicher Wilhelm Denifl auf und zog auch davon. "Ich habe versucht, eine Lücke zu reisen. Das ist mir ganz gut gelungen", sagte Geiger. Anschließend vergrößerte der laufstarke Rießle den Vorsprung auf die zweitplatzierten Norweger von 12 auf 44 Sekunden. Der Rest war für die Gala. Frenzel, der durch das dritte Olympia-Gold seiner Karriere zu den Rekordsiegern Ulrich Wehling (DDR), Samppa Lajunen (Finnland) und Felix Gottwald (Österreich) aufschloss, übergab mit einer Minute Vorsprung an Rydzek und jubelte bereits mit seinem Skistock. Rydzek brachte den Sieg schließlich sicher ins Ziel.

      Es war die Medaille, die dem DSV-Team um Bundestrainer Weinbuch noch fehlte. 2014 erreichte die deutsche Mannschaft in Sotschi Silber, vier Jahre davor hatte es Bronze gegeben.

      Quelle: sport.de


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      Keine Erfolge für die Ewigkeit: Kombinierer-Zukunft kritisch

      Die medaillenberauschte Stimmung der Nordischen Kombinierer wollte Hermann Weinbuch nicht trüben. Doch auch in der Stunde des größten Erfolgs gab sich der Erfolgstrainer als Mahner. "Es muss nicht zwingend so weiter gehen", warnte er angesichts der traumhaften Olympia-Bilanz.

      Drei Wettbewerbe, drei Olympiasiege, fünf von sieben möglichen Medaillen: Johannes Rydzek, Eric Frenzel, Fabian Rießle und Vinzenz Geiger haben auch in Südkorea geliefert. Wie zuletzt immer, wenn es auf sie ankam. 49 Medaillen gab es nun schon in der 25 Jahre andauernden Weinbuch-Ära bei Weltmeisterschaften und Olympischen Winterspielen. Aus dieser Position heraus haben die Worte die Bundestrainers Gewicht.

      "Wir haben im Deutschen Skiverband große Konkurrenz. Alpin, Skispringen, Biathlon sind viel mehr in der Öffentlichkeit als wir und es wird auch viel mehr hinein gesteckt", sagte Weinbuch. Der Coach fordert: "In den Nachwuchs und in die B-Mannschaft muss wieder mehr investiert werden. Wenn man da nicht aufpasst, kann es in drei, vier Jahren vorbei sein mit der Herrlichkeit."

      In Geiger hat es einer aus der jungen Garde bis zum Olympiasieger geschafft, zum Weltcup-Team gehört mit Terence Weber noch ein weiteres Talent. Ansonsten aber müssen es die drei, vier Alten richten. "Ein Eric, ein Rydzi sind auf dem Leistungszenit oder überschreiten ihn gerade. Sie werden uns noch viel Freude machen, aber es wird nicht mehr ewig gehen. Wir müssen aufpassen, dass nach ihnen nicht ein Loch kommt", warnte Weinbuch.

      Sein Sportlicher Leiter beim DSV, Horst Hüttel, sieht das ähnlich. "Wir müssen tatsächlich schauen, wie wir die jungen Leute bei Laune halten können. Das kann noch ein größeres Problem werden, analog zum Skisprung in Österreich. Da war die Situation ähnlich und dann knallt es und man hat plötzlich kaum noch Nachwuchs", erklärte Hüttel. Er hoffe sehr, "dass wir weitere ein, zwei junge Leute in den nächsten Jahren in die Top drei, vier der Mannschaft integrieren können. Es gibt Anzeichen dafür, aber dass es nicht einfach wird, ist uns bewusst. Ändern können wir es aber nicht". Zumal eben Frenzel, Rydzek und Rießle wohl noch einen kompletten Olympia-Zyklus bestreiten werden.

      Den allgemeinen Trend im Nachwuchsleistungssport, viel zu schnell aufzugeben, wenn die großen Ziele nicht von heute auf morgen erreicht werden können, sieht auch Frenzel als größte Gefahr für seine Sportart. Der 29-Jährige hat daher Tipps für mögliche Nachfolger parat.

      "Ehrgeiz und Willen sollten alle Leistungssportler haben. Es geht aber auch darum, in gewissen Dingen genügsam zu sein und hart zu arbeiten, vor allem, wenn man Durststrecken durchlebt. Ganz wichtig ist, immer an sich zu arbeiten, sich immer an den Besseren zu orientieren. Akribie gehört dazu, sich selbst reflektieren, seine eigenen Defizite erkennen und diese abstellen - täglich, jährlich, eine Karriere lang", erklärt der nun dreimalige Olympiasieger zu seinem Erfolgsrezept.

      Quelle: t-online
      Zwei Typen, ein Ziel: Frenzel und Rydzek greifen nach Gold

      Eric Frenzel und Johannes Rydzek bestimmen seit Jahren die Nordische Kombination. Am Donnerstag greifen die beiden gegensätzlichen Typen erneut nach WM-Gold.

      Eric Frenzel gegen Johannes Rydzek, Rekordweltmeister gegen Titelverteidiger, Familienvater gegen Sonnyboy: Wenn die deutschen Vorzeige-Kombinierer der vergangenen Jahre am Donnerstag das nächste WM-Gold von Seefeld in Angriff nehmen, gehen auch zwei höchst unterschiedliche Typen an den Start. Das Ziel ist aber bei beiden DSV-Stars seit jeher dasselbe: maximaler Erfolg.

      "Wir sind beide ehrgeizige Typen, jeder auf seine Art", sagt Rydzek, mit sechs WM-Titeln als Rekordweltmeister nach Tirol gereist. Weil aber Frenzel dort zweimal triumphierte, zog der Sachse mit siebenmal Gold vorbei. "Es macht mich wahnsinnig stolz, zwei so herausragende Sportler im Team zu haben", sagt Bundestrainer Hermann Weinbuch vor der Entscheidung von der Normalschanze (Springen 11:00/Langlauf 15:15).

      Die drückende Dominanz der vergangenen Jahre, als Frenzel und Rydzek im Weltcup die Siege fast unter sich ausmachten, ist zwar vorbei. Doch bei der WM führt der Weg zum Titel einmal mehr nur über das deutsche Duo. Sind die Ehrgeizlinge also größte Konkurrenten? Oder Freunde? "Freunde!", sagt Frenzel stets. Und auch der stets etwas emotionalere Rydzek betonte einmal: "Wenn der Wettkampf vorbei ist, sind auch die Rivalitäten vorbei."

      Als Typen sind WM-Fahnenträger Rydzek und Olympia-Fahnenträger Frenzel dennoch höchst unterschiedlich. "Privat geht doch jeder völlig andere Wege", sagt Weinbuch: "Johannes geht gerne auf den Berg, ist mit der Natur sehr verbunden. Eric hat eine junge Familie mit Kindern, er hat komplett andere Verpflichtungen. Von daher trennen sich da die Wege." Beide seien "eher Kameraden" als Freunde.

      Rydzek musste beim Teamsprint zusehen


      Geheiratet hat inzwischen auch Rydzek, Anfang September gab Deutschlands Sportler des Jahres 2017 seiner Lissi in Oberstdorf das Ja-Wort - in Lederhose. Frenzel dagegen wurde schon mit 18 erstmals Vater, er und Ehefrau Laura haben inzwischen drei Kinder. "Für Eric sind Harmonie und Vertrauen sehr wichtig, darum legen wir auch im Team viel Wert darauf", sagt Weinbuch.

      Genau diese Harmonie spürt Frenzel nach zweimal Gold derzeit auch in Seefeld. Rydzek dagegen geht durchaus mit einer Portion Wut im Bauch in die dritte WM-Entscheidung. Im Teamsprint am Sonntag hatte der Oberstdorfer zuschauen müssen, Weinbuch gab Frenzel und Fabian Rießle den Vorzug. Rydzek blieb dennoch ein "wahrer Champion", so Weinbuch, und drückte seinen Teamkollegen die Daumen - mit goldenem Erfolg.

      Am Ende geht es ohnehin nur gemeinsam, denn in Seefeld kämpfen Frenzel und Rydzek nicht nur gegen-, sondern auch miteinander. Schon am Samstag steht die Staffel auf dem Programm, auch dort ist Deutschland Titelverteidiger. "Da würde ich schon ganz gerne Gold holen", sagt Weinbuch. Eric Frenzel und Johannes Rydzek dürften nichts dagegen haben.

      Quelle: sport.de