Fußball

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    Es gibt 1.594 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Auria.

      Spanische Tränen zum Abschied

      Würdig, aber wenig weltmeisterlich verabschiedet sich Spanien von der WM. Das bedeutungslose letzte Spiel gegen Australien gewinnt der Titelträger von 2010 durch die Tore von Villa, Torres und Mata mit 3:0.

      David Villa hatte Tränen in den Augen, Vicente del Bosque wirkte ungewöhnlich ernst: Obwohl Spanien bei der Fußball-WM die Komplett-Blamage abgewendet hatte und nicht als erster punktloser Titelverteidiger in die WM-Geschichte eingeht, kam dem enttäuschten Trainer das übliche Lächeln nicht ins Gesicht. „Mit dem Spiel heute bin ich zufrieden, nicht aber mit der WM“, erklärte Del Bosque am Montag nach dem 3:0 (1:0) im Gruppenfinale gegen Australien.

      „Wir waren sechs Jahre lang die Nummer 1 der Welt mit guten Spielen und Spielern. Da müssen wir auch mal erhobenen Hauptes verlieren können“, fügte der diesmal glücklose Erfolgscoach hinzu. Trotz der bitteren Pleiten gegen die Niederlande (1:5) und Chile (0:2) erwartet er, dass die Nachfolger der „Goldenen Generation“ eine gute Perspektive haben.

      „Der spanische Fußball hat eine Zukunft, denn wir haben eine gute Basis“, ergänzte der Coach, der seine Zukunft offen ließ. Sein Verband möchte ihn im Amt halten. Torjäger Villa wird dann nicht mehr dabei sein. Nach dem frühzeitigen WM-Aus konnte er seine Tränen nicht verbergen: „Ich bin froh über mein Tor, aber wir reisen traurig nach Hause“, sagte der Mann von Atletico Madrid. Schlitzohr Villa mit einem tollen Hackentrick-Tor (36.), Fernando Torres (69.) und Juan Mata (82.) trafen vor 39.375 Zuschauern für die Iberer, für die noch am Abend die Heimreise anstand.

      Der Gegner vom fünften Kontinent beendete erstmals eine WM ohne Punktgewinn. „Wir wollten unbedingt gewinnen, damit wir uns mit einem besseren Gefühl von dieser WM verabschieden können. Das ist uns gelungen“, sagte Mittelfeldmotor Xabi Alonso nach dem einseitigen Match. Australiens Coach Ange Postecoglou war anders als nach den Partien gegen Chile (1:3) und die Niederlande (2:3) unzufrieden: „Wir sind hergekommen, um drei Weltklasse-Teams zu ärgern. Das ist uns auch gelungen. Schade nur, dass wir das Turnier heute so beendet haben.“

      Del Bosque bot zum für seine Spanier unverhofft frühen WM-Ausstand eine auf sieben Positionen veränderte, aber immer noch hochkarätig besetzte B-Elf auf. Die passend zum traurigen Turnierverlauf in schwarzen Trikots angetretene „selección“ wollte aber auch so wie angekündigt voll motiviert zu Werke gehen. Angetrieben von Spielmacher Andres Iniesta in dessen 100. Länderspiel dauerte es allerdings, ehe die überlegenen Iberer gegen die defensiven „Aussies“ durch Villa (20.) und Jordi Alba (23.) erste gute Chancen hatte.

      Es war nicht wirklich berauschend, was der Favorit zuwege brachte. Bester Mann war Villa: Nachdem zwei Mitspieler seine Hereingabe noch verpasst hatten (34.), sorgte Spaniens Rekordschütze höchstpersönlich für das 1:0. Die Vorlage von Juanfran schob er toll mit der Hacke zu seinem 59. Länderspieltor über die Linie. Die harmlosen Australier, denen das Fehlen des gesperrten Torjägers Tim Cahill und von Mark Bresciano anzumerken war, konnten den erstmals für Iker Casillas zum Zuge gekommenen Keeper Pepe Reina nie wirklich vor Probleme stellen.

      Nach der Hereinnahme des bei Fortuna Düsseldorf spielenden Ben Halloran (46.) versuchten die „Socceroos“ die Begegnung offener zu gestalten. Dadurch bot sich den Spaniern aber auch mehr Platz für eigene Gegenstöße. Nach 58 Minuten war es Matt McKay, der erstmals gefährlich aufs spanische Tor zielte. Immer wenn der Favorit sein schnelles Kombinationsspiel aufzog, wurde es auch gefährlich vor Ryans Tor. Den schönsten Angriff der Begegnung schloss Torres mit dem 2:0 ab. Iniesta spielte den Ball genial durch die Schnittstelle der australischen Abwehr und der Mittelstürmer ließ sich freistehend die Chance nicht entgehen. Mata legte noch den dritten Treffer nach.

      Quelle: faz.net


      “For where all love is, the speaking is unnecessary. It is all. It is undying. And it is enough.”



      "I wanted ye from the first moment I saw ye. But I loved ye when ye wept in my arms that first night at Leoch. But now...I wake up every day, and I find that I love you more than I did the day before."
      Arena Corinthians, São Paulo

      Niederlande - Chile 2:0


      “For where all love is, the speaking is unnecessary. It is all. It is undying. And it is enough.”



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      Joker bringen Holland den Gruppensieg

      Die Cleverness hat sich durchgesetzt: Die Niederlande haben das Spiel um den Gruppensieg gegen Chile gewonnen. Zwei Joker brachten dem Team von Trainer Louis van Gaal den Erfolg. Spanien rettete seine Ehre gegen Australien.

      Louis van Gaal lächelte zufrieden. Der Trainer der Niederlande hatte alles richtig gemacht. Mit einer Defensivtaktik nahm er die gefährlichsten Spieler des Überraschungsteams aus Chile aus der Partie. Und dann schossen zwei eingewechselte Spieler auch noch die Tore für Oranje: 2:0 (0:0) gewann die Elftal durch Treffer von Leroy Fer (77. Minute) und Memphis Depay (90.+2) - und sicherte sich mit dem dritten Erfolg im dritten Spiel auch den Gruppensieg. Chile zieht damit als Zweiter ins Achtelfinale ein.

      In der zweiten Partie gelang dem enttrohnten Weltmeister Spanien zumindest noch die Ehrenrettung. Dank Toren von David Villa (36.), Fernando Torres (69.) und Juan Mata (83.) gewann das Team von Trainer Vicente del Bosque 3:0 (1:0) gegen Australien.
      Für die Niederlande und Chile ging es in São Paulo nicht nur um den Gruppensieg, sondern auch darum, Gastgeber Brasilien als wahrscheinlichem Gegner im Achtelfinale aus dem Weg zu gehen. Die Südamerikaner verzichteten dennoch auf den angeschlagenen Juventus-Star Arturo Vidal (Knie), der zudem bei einer Gelben Karte im nächsten Spiel gesperrt gewesen wäre. Bondscoach van Gaal musste den gesperrten Robin van Persie und den verletzten Bruno Martins Indi ersetzen.

      Viele Zweikämpfe, wenig Spielerisches

      Beide Teams, die jeweils im 3-4-1-2-System spielten, waren zunächst auf Sicherheit bedacht. Nach den starken Leistungen Chiles in den ersten Spielen standen die Niederlande sehr tief, hatten in der ersten Hälfte lediglich 27 Prozent Ballbesitz. Chile wagte sich seinerseits nicht zu weit nach vorne, um kein zu großes Risiko einzugehen.

      Trotz der defensiven Grundausrichtungen gab es Torchancen auf beiden Seiten - zunächst für die Südamerikaner: In der 23. Minute zeigte Chile eine Eckstoßvariante: Der Ball kam flach in den Rücken der Abwehr, doch Felipe Gutiérrez verzog freistehend aus elf Metern. Kurz vor der Pause war es erneut Gutiérrez, diesmal mit dem Hinterkopf, der eine Führung vergab.

      Dazwischen kamen die Niederlande dem ersten Treffer sehr nahe. Erst brachte Stefan de Vrij nicht genug Druck hinter eine Freistoßflanke von Arjen Robben - der Kopfball segelte neben das Tor. Dann war es der Bayern-Star persönlich, der nach einem Solo über 50 Meter knapp daneben schoss.

      Nach dem Seitenwechsel gab es weiterhin etliche Zweikämpfe, dafür aber wenig Spielerisches. Das änderte sich erst in der 65. Minute, als sich Chiles Superstar Alexis Sánchez auf engstem Raum durchsetzte, dann aber aus spitzem Winkel an Torwart Jesper Cillessen scheiterte. Im Gegenzug parierte Chiles Keeper Claudio Bravo gegen Robben.

      Robben mit starker Vorarbeit

      Danach dauerte es aber wieder knapp zehn Minuten, ehe der eingewechselte Depay mit einem Distanzschuss Bravo zu einer Glanzparade zwang (76.). Nach der folgenden Ecke jubelten die Niederlande: Fer köpfte das 1:0. Der 24-Jährige von Norwich City war zwei Minuten zuvor eingewechselt worden.
      In der Schlussphase warfen die Chilenen noch einmal alles nach vorne - doch die Niederlande stemmten sich erfolgreich mit aller Macht gegen einen Gegentreffer. Und dann konterte die Elftal in der Nachspielzeit stark über Robben, der perfekt für Depay auflegte. Der 20-Jährige sprintete heran und drückte den Ball über die Linie. Van Gaal jubelte an der Seitenlinie.

      Quelle: Spiegel Online


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      Estádio Nacional de Brasília Mane Garrincha, Brasília

      Kamerun - Brasilien 1:4


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      Gastgeber Brasilien feiert souveränen Gruppensieg

      Neymar hat Brasilien mit einer Gala-Vorstellung zum Gruppensieg und ins WM-Achtelfinale gegen Chile geführt. Der Superstar erzielte beim 4:1 (2:1) gegen Kamerun zum Gruppenabschluss die ersten beiden Treffer der Gastgeber und übernahm die alleinige Führung in der Torjägerliste der Endrunde.

      Mit seinen Turniertoren drei und vier leitete der Angreifer des FC Barcelona die Selecao in ihrem 100. WM-Spiel auch aus einer möglichen Gefahrenzone: einen K.o.-Runden-Auftakt gegen Mitfavorit Niederlande, den der zweite Platz mit sich gebracht hätte. Nun treffen die Mexikaner, die 3:1 gegen Kroatien gewannen, auf Oranje.

      Brasilien startete in Brasilia mit überfallartigen Angriffen, nach gelungenen Offensivaktionen feuerten die Spieler der Gastgeber die ohnehin schon euphorisierten Fans immer wieder an. Kein Wunder, denn im Falle einer höheren Niederlage hätte theoretisch und bei ungünstigem Verlauf des Parallelspiels zwischen Mexiko und Kroatien sogar noch das Horrorszenario schlechthin, das Vorrunden-Aus, gedroht.

      Fred und Fernandinho machen alles klar

      Neymar brachte den Rekord-Titelträger mit dem 100. Tor der laufenden Endrunde in Führung (17.). Der Wolfsburger Luiz Gustavo hatte die Vorarbeit geleistet. Nach dem Ausgleich durch den Schalker Abwehrspieler Joel Matip (26.) sorgte der Superstar der Selecao auch für den zweiten Treffer (35.).

      Nach der Pause - der völlig lockere Neymar hatte sich im Kabinengang mit Ordnern fotografieren lassen - legten die Gastgeber wieder los wie die Feuerwehr. Fred (49.) und Fernandinho (84.) sorgten für den Endstand.

      Mexiko wirft schwache Kroaten raus

      Mit drei Toren im Schlussspurt besiegelten derweil Mexikos Defensivstrategen Kroatiens WM-Aus und erreichten selbst das Achtelfinale. Durch Tore von Rafael Marquez (72.), Andres Guardado (75.) und Javier "Chicharito" Hernandez gewannen die Mittelamerikaner ihr letztes Vorrundenspiel verdient mit 3:1 (0:0) und schlossen die Gruppe A als Zweiter ab.

      Rebic tritt zu und sieht Rot

      In einer erst gegen Ende unterhaltsamen Partie vor 41.212 Zuschauern in der Arena Pernambuco von Recife enttäuschten die Kroaten durch ihr wenig kreatives Spiel und verpassten zum dritten Mal nach 2002 und 2006 den Einzug ins Achtelfinale einer WM. Der Wolfsburger Ivan Perisic konnte in der 87. Minute nur noch auf 1:3 verkürzen. Kurz vor Schluss sah Ante Rebic wegen groben Foulspiels die Rote Karte (89.).

      Die Mexikaner standen in der Defensive gewohnt sicher und schlugen in der Schlussphase eiskalt zu. Zunächst verwertete Marquez einen Eckball per Kopf, drei Minuten später war Leverkusens Bundesliga-Profi Guardado mit einem strammen Schuss unter die Latte erfolgreich, ehe Hernandez den Sack endgültig zumachte.

      Quelle: t-online.de


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      Arena Pernambuco, Recife

      Kroatien - Mexiko 1:3


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      Wie ein „Tatort“-Plot

      Die Startbedingungen: Mexiko reicht eine Punkteteilung. Trainer Miguel Herrera verkündete jedoch: „Wenn du auf Unentschieden spielst, verlierst du am Ende“, was wiederum ein Weiterkommen für Kroatien bedeuten würde. Zwar würde auch Kroatien ein Remis genügen, doch müssten sie sich dann auf einen Sieg von Kamerun verlassen. Die kamerunische Elf von Volker Finke spielt aber bisher so schlecht wie der SC Freiburg in der Saison 2004/05 – und muss gegen Brasilien ran. Soll heißen: Die Kroaten müssen gewinnen.
      Das Spiel: ARD-Kommentator Stephan Schiffner attestiert der mexikanischen Mannschaft direkt zu Beginn, dass sie kompakt stehen würde. Das ist zwar ein unsägliches Fußball-Modewort, beschreibt die gut eingespielten defensiven Laufwege aber doch ganz gut. Die Kroaten haben Mühe, überhaupt in Richtung des gegnerischen Strafraums zu gelangen. In der 13. Minute hat Perišić ausnahmsweise mal freie Bahn auf der rechten Seite. Das Zuspiel in die Mitte findet jedoch keinen Abnehmer.
      Auch die Mexikaner tun sich auf der anderen Seite schwer. Den Höhepunkt der ersten Hälfte stellt somit ein wuchtiger Schuss von Herrara in der 16. Minute dar. Aus 20 Metern zimmert er den Ball ans Lattenkreuz. Dickes Ding! Bitte mehr davon! Ach ja, und wo ist eigentlich dieser Mandžukić, der angeblich auf dem Platz stehen soll und von dem im letzten Kroatien-Spiel noch alle sprachen?
      Die zweite Halbzeit zeigt zunächst ein ähnliches Bild. In der 59. Minute kommt dann mal ein Steilpass auf Olić. Das kroatische Duracell-Häschen sprintet los, kommt aber zu spät. Fünf Minuten später stoppt Srna den Ball im kroatischen Strafraum mit der Hand. Hier hätte es Elfmeter geben müssen. Gibt aber nur Ecke. Die Diskussion erübrigt sich durch das Tor für Mexiko in der 72. Minute, was nach einer weiteren Ecke fällt.
      Danach brechen die kroatischen Dämme. Eine wunderschöne Kombination über Hernandez und Peralta findet ihren Abschluss durch Guardado, der nur noch einschieben muss. In der 82. Minute dann die endgültige Entscheidung durch Hernandez. Wieder nach einer Ecke, wieder per Kopf. Das 3:1, von Rakitić per Hacke auf Perišić auflegt, ist nur noch Ergebniskosmetik, die dann von einem mit Rot geahndeten Frustfoul von Rebic auch direkt wieder zerstört wird. Ansonsten heißt das Arbeitszeugnis der Kroaten: Sie haben sich streckenweise bemüht. Das reicht nicht für eine erfolgreiche Bewerbung ums Achtelfinale.
      Der Moment des Spiels: Der nichtgegebene Elfmeter. Danach schalteten sich die Mexikaner konsequenter ins Offensivspiel ein – mit Erfolg.
      Der Spieler des Spiels: Starke Mannschaftsleistung von Mexiko. Torschütze Hernandez und Peralta, für die starke Vorarbeit zum 2:0, teilen sich den Titel.
      Die Pfeife(n) des Spiels: Wiedermal die mexikanischen Fans. Schon in der Partie gegen Brasilien bedachten sie jeden gegnerischen Abstoss mit einem „Puto“-Schrei. Die Fifa nahm Ermittlungen auf, da es sich um eine Beleidigung mit homophober Konnotation handelt. Die Fans gelobten, die Rufe nun bei diesem Spiel zu unterlassen und stattdessen „Pepsi“ zu rufen, um die Fifa zu ärgern. Hätten sie sich doch für letztere Variante entschieden!
      Die Schlussfolgerung: Auch wenn Mexiko hier das erste Gegentor kassiert, wenn sie so weitermachen, sind sie noch eine Weile dabei.
      Und sonst? Der Chat im sogenannten Social-TV der ARD ist schneller als der nebenstehende Livestream des Spiels. So liest man von den Toren eher als das man sie sieht. Das macht das Ganze vorhersehbar wie so manchen „Tatort“-Plot. Schade.

      Quelle: taz.de


      “For where all love is, the speaking is unnecessary. It is all. It is undying. And it is enough.”



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      Deutschland zaubert sich ins Finale - Ein Fußball-Abend für die Ewigkeit



      Sensationell! Unglaublich! Deutschland 7 - Brasilien 1! In einem schon jetzt historischen Spiel ist das deutsche Team ins WM-Finale eingezogen und trifft dort am Sonntag entweder auf die Niederlande oder Argentinien. Thomas Müller (11.) mit dem 2000. Tor in der deutschen Länderspiel-Geschichte, Miroslav Klose (23.), Toni Kroos (25., 26.) und Sami Khedira (29.) zerschmetterten in der ersten Halbzeit in nur 18 Minuten die brasilianischen Hoffnungen auf den Titel im eigenen Land. Andre Schürrle (69., 79.) rundete einen Fußball-Abend für die Ewigkeit ab. Oscars Tor in der 90. Minute änderte daran nichts mehr.

      Die Halbfinals 2006 und 2010 waren verloren gegangen, nun folgte ein Auftritt für die Geschichtsbücher: Es war der höchste Sieg in einem WM-Halbfinale. Die DFB-Elf steht damit zum achten Mal in einem WM-Endspiel, bislang gab es drei Siege (1954, 1974 und 1990) und vier Niederlagen (1966, 1982, 1986 und 2002).

      "Ein bisschen Demut tut jetzt auch gut"

      "Es war wichtig, der Leidenschaft Brasiliens mit Ruhe und Abgeklärtheit und Mut zu begegnen. Brasilien war geschockt nach den Toren, das hatten sie nicht erwartet", sagte Bundestrainer Joachim Löw und ergänzte: "Es geht weiter, ein bisschen Demut tut jetzt auch gut."

      "Dass wir super harmonieren können, sieht man im Training. Wir sind eine Einheit und das sieht man auch auf dem Platz", sagte Klose. "Jetzt müssen wir noch einmal durchziehen, Vollgas geben und uns das Ding holen", sagte Müller mit Blick auf das Finale.

      Zehn Minuten auf Augenhöhe

      Zehn Minuten lang war das Halbfinale ein Halbfinale, also ein Spiel auf Augenhöhe. Mit rasantem Tempo und leichten Vorteilen für die Gastgeber, die ohne den verletzten Superstar Neymar und den gesperrten Kapitän Thiago Silva antreten mussten. Den ersten Torschuss des Spiels gab Marcelo in der dritten Minute ab.

      Die unfassbarsten 18 Minuten nicht nur der jüngeren Fußball-Geschichte begannen mit einer Standardsituation, der neuen deutschen Stärke: Kroos brachte die Ecke herein, kein Abwehrspieler interessierte sich für Müller, der den Ball aus sieben Metern mit der Innenseite zur Führung im Tor unterbrachte.

      Rekord für Miroslav Klose

      Brasilien kam noch einmal in den deutschen Strafraum, aber Philipp Lahm grätschte den Ball in Weltklasse-Manier gegen Marcelo weg (18.). Danach brach endgültig das Grauen über den fünfmaligen Weltmeister herein. Nach einer tollen Kombination über Müller und Kroos scheiterte Klose erst an Julio Cesar, machte aber im Nachschuss sein 16. WM-Tor. Damit ist er im Alter von 36 Jahren alleiniger Rekord-Torschütze.

      Die Brasilianer, von denen nichts anderes als der Titel erwartet worden war, hatten sich von diesem Schock noch nicht erholt, da ereilte sie nicht einmal zwei Minuten später der nächste: Eingabe Lahm, Müller traf den Ball nicht, Kroos dafür umso besser - 3:0. Und der Wahnsinn war noch lange nicht vorbei: Knapp eine Minute später eroberte Kroos den Ball von Fernandinho, spielte Doppelpass mit Khedira und versenkte den Ball im Netz. Es gab vermutlich schon diverse Trainingseinheiten, in denen die deutsche Offensive mehr Gegenwehr zu spüren bekam.

      Tränen auf den Rängen

      Auf den Rängen weinten viele brasilianische Fans, auf dem Rasen war Deutschland weiter im Rausch. Diesmal war es Khedira, der Julio Cesar einen einschenkte. 5:0! Eine Leistung der deutschen Elf, die schwer mit Worten zu beschreiben ist. Daher nur ein Superlativ: Noch nie hat ein Team bei einer WM in den ersten 29 Minuten fünf Treffer erzielt.

      In der 32. Minute blockte Fernandinho einen Schuss von Kroos. An sich nicht weiter erwähnenswert, doch es war der erste deutsche Schuss, der nicht den Weg ins Ziel fand. Knapp 15 Minuten später war die erste Halbzeit für die gedemütigten Gastgeber überstanden. Mit wütenden Pfiffen wurden sie in die Kabine verabschiedet. Nach der Pause hatten die Zuschauer ihren Sündenbock endgültig gefunden: Bei jedem Ballkontakt von Stürmer Fred gab es laute Pfiffe.

      Deutsche Fans singen vom "Finale"

      Wunder gibt es im Fußball immer mal wieder. Aber selbst ein ganzer Strauß davon hätte den Brasilianern nicht mehr gereicht. Doch zumindest versuchten sie, die Blamage in Grenzen zu halten. Die deutschen Anhänger waren mit den Gedanken schon weiter. Sie sangen vom "Finale".

      Die DFB-Elf, nun mit Per Mertesacker für den angeschlagenen Mats Hummels (Sehnenreizung in der Kniekehle), nahm verständlicherweise etwas Tempo raus, schließlich steht ja am Sonntag noch ein Spiel an. Dafür wurde nun Torwart Manuel Neuer kurzzeitig zum Hauptdarsteller. In den ersten sieben Minuten der zweiten Hälfte zeigte er vier Weltklasse-Paraden. Auf der anderen Seite parierte Julio Cesar einen Weitschuss von Müller in der 61. Minute.

      Schürrle trifft doppelt

      Das Spiel war für kurze Zeit offen - abgesehen davon, dass Deutschland mit fünf Toren vorn lag. Und kurz darauf mit sechs: Lahm passte in die Mitte, Schürrle traf. Das Stadion leerte sich nun sehr rasch. Alle die gingen, verpassten - und dürften darüber nicht traurig gewesen sein - das sehenswerte siebte Tor durch Schürrle, der von links mit links unter die Latte traf. Der Treffer von Oscar machte die Sache für Brasilien kaum besser. Deutschland 7 - Brasilien 1. Sensationell! Unglaublich!

      Quelle: t-online.de


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      Ein historischer Triumph - aber noch ist nichts erreicht

      Irre, unfassbar, unglaublich, sensationell, überragend, phänomenal - es gibt unzählige Superlative, die auf diesen Fußball-Abend in Belo Horizonte passen. 7:1 gegen den Rekord-Weltmeister Brasilien: Die deutsche Nationalelf zelebrierte nicht nur wunderschönen Zauberfußball auf dem Rasen, sie feierte auch den höchsten Halbfinalsieg der WM-Geschichte. Rekordhalter war bisher ebenfalls die DFB-Elf. 1954 folgte dem 6:1 gegen Österreich das Wunder von Bern. 3:2 gegen Ungarn, Deutschland war Weltmeister.

      Um auch an dieses Ziel zu kommen, fehlt Bundestrainer Jogi Löw und seinem Team noch ein Schritt. Es ist der wichtigste, denn noch ist nichts erreicht. Klar: Über die Demütigung Brasilliens wird man auch in 50 Jahren noch sprechen. Wirklich etwas wert ist der historische Erfolg aber nur, wenn es am Sonntag in Rio auch den Weltpokal gibt. Nur dann würden auch Philipp Lahm, Thomas Müller, Bastian Schweinsteiger und Co. in die Jubel-Hymnen einstimmen, die nun von allen Seiten ertönen.

      Nicht überschwänglich

      Erfreulich nüchtern präsentierten sich die DFB-Kicker in den Interviews nach dem Torfestival gegen den Gastgeber. Wer auch immer etwas sagte, von überschwänglicher Euphorie keine Spur. Jeder der Nationalspieler schien zu wissen, wie er das unglaubliche Ergebnis einzuordnen hat.

      Zum Beispiel, dass die junge brasilianische Mannschaft unter dem gewaltigen Druck einer ganzen Nation zusammengebrochen war. Oder, dass der nächste Gegner - egal ob der nun Argentinien oder Holland heißt - nicht so chaotisch und selbstzerstörerisch agieren wird wie die Scolari-Truppe.

      Fakt ist jetzt auch: Im Endspiel ist Deutschland eindeutig Favorit. Es wird spannend sein, zu sehen, wie die DFB-Elf ihrerseits mit dem Druck umgeht. So viel steht fest: Um nach 1954, 1974 und 1990 zum vierten Mal Weltmeister zu werden, muss das Löw-Team auch im Finale eine Klasseleistung abliefern.

      Quelle: t-online.de


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      Deutschlands Finalgegner Argentinien gewinnt das Elfmeterdrama

      Lionel Messi und Teamkollegen fordern im Endspiel um die WM-Krone Deutschlands torhungrige Titeljäger! Mit dem 4:2-Sieg im Elfmeterschießen - nach 120 sehr schwachen Minuten hatte es 0:0 gestanden - beendete Argentinien in Sao Paulo alle Final-Hoffnungen der Holländer um Arjen Robben. Es kommt damit zur Neuauflage des Final-Duells von 1986 und 1990.

      Zum Helden des Abends wurde Torhüter Sergio Romero, der im Elferschießen die Bälle von Ron Vlaar und Wesley Sneijder parierte. Bondscoach Louis van Gaal hatte diesmal auf einen Torwartwechsel verzichtet, Stammkeeper Jasper Cillessen parierte jedoch keinen Schuss.

      Vor 63.267 Zuschauer gingen die Niederländer nach 90 langweiligen Minuten mit insgesamt nur vier Torschüssen in der Verlängerung ein etwas höheres Risiko. Mit der Einwechslung des Schalkers Klaas-Jan Huntelaar für Robin van Persie zog van Gaal seinen letzten Offensivtrumpf, der aber ebenfalls nicht stach. Derweil versuchten Argentiniens Fans mit "Messi"-Sprechchören den völlig abgetauchten Stürmer aus seiner Lethargie zu reißen. Die letzte Chance, das Elfmeterschießen abzuwenden, verpasste Rodrigo Palacio, dessen Kopfball eine sichere Beute von Cillessen wurde.

      De Jong überraschend dabei

      Eine Schlüsselrolle im Team der Niederländer als Bewacher von Messi kam dem früheren Hamburger Nigel de Jong zu, dem nicht wenige nach seiner Leistenverletzung im Achtelfinale gegen Mexiko schon das WM-Aus prophezeit hatten. "Das Wunder ist wahr geworden. Der Geist ist stärker als der Körper", sagte van Gaal vor dem Spiel beim TV-Sender NOS zum überraschenden Einsatz des 29-Jährigen, der absolut fit wirkte und sich häufig an die Fersen des Superstars heftete. In der 62. Minute räumte de Jong entkräftet seinen Platz für Jordy Clasie,

      Die Niederländer kontrollierten zunächst das Geschehen gegen sehr tief stehende Südamerikaner. Durch die defensive Ausrichtung wurde die Elftal gezwungen, selbst das Spiel zu machen. Die Argentinier kamen meist nur durch Einzelaktionen in die Nähe das Oranje-Strafraums. Ein Rempler von Ron Vlaar gegen Enzo Perez, der den verletzten Angel di Maria vertrat, bescherte der Albiceleste die erste Chance der Partie. Cillessen war bei Messis Freistoß aber in der richtigen Ecke (15.).

      Selbst die Freistöße der Superstars bleiben harmlos

      Vom Unterhaltungswert konnte die Partie bei weitem nicht mit dem deutschen Fußball-Feuerwerk gegen Brasilien mithalten, weil es zu wenig Tempo und zu viel Ballgeschiebe im Mittelfeld gab. Dafür nahm gegen Ende der ersten 45 Minuten die Härte zu. Erst trat der ehemalige Münchner Martin Demichelis seinem Kontrahenten Wesley Sneijder in die Beine, auf der Gegenseite sah Bruno Martins Indi für einen Haltegriff an Messi Gelb.

      Auch die zweite Spielhälfte war geprägt von starken Abwehrreihen und wenig Risikobereitschaft in der Offensive auf beiden Seiten. Die Niederländer übernahmen zunehmend die Initiative, die Argentinier zogen sich zurück. Bezeichnend für die Harmlosigkeit hüben wie drüben waren Freistöße von Messi (73.) und Sneijder (77.), die weit und hoch am Tor vorbeiflogen.

      So fiel die Entscheidung erst vom Punkt aus - und Romero wurde zum Helden.

      Quele: t-online.de


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      Sensationssieg gegen Brasilien DFB-Elf erwischt eine Sternstunde des Sports

      Als sich die deutsche Nationalmannschaft nach dem Abpfiff aufmachte, um sich bei ihren Fans zu bedanken, da erhoben sich auch die brasilianischen Zuschauer von den Rängen und klatschen Beifall. Auch ihnen war bewusst, dass sie Zeuge eines außergewöhnlichen Abends in der Geschichte des Weltsports waren. Mit 7:1 gewann die DFB-Elf gegen Brasilien im Halbfinale der WM 2014 und sorgte für einen magischen Moment, der unvergessen bleiben wird.

      "Ich kann es immer noch nicht glauben. Das ist historisch für den deutschen Fußball, für den Weltfußball“, versuchte sich DFB-Präsident Wolfgang Niersbach mit einer ersten Einordung. "So etwas gab es nicht oft und wird es wohl auch in Zukunft nicht mehr oft geben", sagte Mats Hummels, Auch dem deutschen Abwehrspieler war bewusst, dass er mit dabei gewesen war, als Sportgeschichte geschrieben wurde.

      Brasiliens höchste Niederlage

      Es wird wohl noch eine Weile dauern, bis dieser Triumph richtig eingeordnet werden kann. Zu überwältigend ist erst einmal die Wucht, mit der das Team von Bundestrainer Joachim Löw über den Gastgeber hinweggerollt ist und das Finalticket gelöst hat.

      Fakt ist jedenfalls: Das 1:7 war die höchste Niederlage in der 100-jährigen Geschichte des brasilianischen Selecao. Gut möglich, dass es eine Marke für die Ewigkeit ist. Ganz egal wie das Finale am Sonntag ausgehen mag, dieses Spiel wird noch Generationen von Fußball-Fans in irgendeiner Form beschäftigen. "Das Ergebnis ist schon extrem", sagte Manuel Neuer. Thomas Müller nannte es "sehr beeindruckend".


      Kroos überragt alle

      Das Glück perfekt machte an diesem Abend der Treffer von Miroslav Klose zum 2:0. Ausgerechnet gegen Brasilien erzielte er seinen 16. WM-Treffer und setzte sich damit endgültig von Brasiliens Ikone Ronaldo ab, mit dem er bis zu diesem Zeitpunkt gemeinsam den Titel des erfolgreichsten Torschützen der WM-Geschichte geteilt hatte. Spätestens in diesem Augenblick ahnten die bis dahin so frenetisch anfeuernden brasilianischen Fans, dass dies kein guter Abend werden würde.

      Es war der Auftakt von sechs Minuten, die die Fußballwelt auf den Kopf stellten. Erst Klose, dann zwei Mal Toni Kroos, der in einer überragend aufspielen Mannschaft herausragte, und Sami Khedira erhöhten zwischen der 23. und 29. Minute auf 5:0. Nach nicht einmal einer halben Stunde war die Messe in Belo Horizonte gelesen und sorgte für fassungslose Gesichter, wohin man auch blickte. "Auf der Ehrentribüne haben mich die Leute nur angeguckt“, berichtete Niersbach. "Das hat die Zuschauer schon sprachlos gemacht", sagte Müller.

      Fans verlassen das Stadion

      Zu diesem Zeitpunkt verließen bereits einige Zuschauer das Stadion, andere liefen an die Verkaufsstände, um sich mit anderen Dingen abzulenken. Die kleine deutsche Fan-Kolonie dagegen kam so richtig in Fahrt und riss die Stimmung im nahezu komplett in gelb getauchten Stadion an sich.

      Die deutsche Mannschaft konnte sich den Luxus erlauben, bereits ab der zweiten Hälfte einen Gang herunterzuschalten. Manuel Neuer konnte noch mehrfach unter Beweis stellen, dass er derzeit der beste Torhüter der Welt ist. Einwechselspieler André Schürrle sammelte mit einem Doppelpack weiteres Selbstvertrauen, Hummels konnte sein lädiertes Knie schonen und ließ Per Mertesacker den Vortritt. Und Julian Draxler feierte in der 76. Minute sein WM-Debüt.

      Nach dem Rückstand verließ Brasilien der Mut


      Es soll den Sieg in keiner Weise schmälern, aber bei all den Jubelarien darf man eines nicht vergessen: Die Konstellation war für Deutschland wie geschaffen. In der Außenseiterrolle fühlt sich dieses Team stets am wohlsten. Wie es umgekehrt ist, hat man gegen Algerien gesehen. Gegen Brasilien war die Löw-Elf Mannschaft bis in die Haarspitzen motiviert und voller Selbstvertrauen. Den Gastgebern fehlten dagegen mit Neymar und Thiago da Silva Herz und Seele des Teams.

      Das Team von Luiz Felipe Scolari versuchte sich im Vorfeld Mut einzureden, eine Jetzt-erst-Recht-Stimmung zu erzeugen. Vielleicht wären die Brasilianer damit durchgekommen, wenn sie in Führung gegangen wären. Doch der schnelle Rückstand war Gift. "Nach dem ersten Tor sind wir zusammengebrochen, das hatte keiner erwartet", sagte Keeper Julio César.

      Nah am Wunder von Bern

      Man spürte es bis unters Tribünendach, wie nach und nach der Glaube aus den Körpern von David Luiz und Co. entwich. Am Ende erlebte Brasilien sein Waterloo in Belo Horizonte. "Die Spielweise von Brasilien ist uns entgegen gekommen. Sie waren sehr offen und anfällig für Konter", sagte Kroos nach der Partie. "Sie waren nicht voll da. Man hat gemerkt, dass die Angst hat mitgespielt hat."

      Offensichtlich scheint der Nationalmannschaft der amerikanische Teil der Weltkugel zu liegen. Bei der WM 1970 in Mexiko lieferte man gegen England und Italien gleich zwei sogenannte Jahrhundertspiele ab. Nun folgte das nächste. Es war vielleicht das beste Spiel einer deutschen Nationalmannschaft aller Zeiten. Einzig vielleicht die drei WM-Endspielsiege müsste man höher einstufen. Oder auch nicht? Der Abend in Belo Horizonte kommt dem Wunder von Bern jedenfalls ziemlich nahe.



      Quelle: t-online.de


      “For where all love is, the speaking is unnecessary. It is all. It is undying. And it is enough.”



      "I wanted ye from the first moment I saw ye. But I loved ye when ye wept in my arms that first night at Leoch. But now...I wake up every day, and I find that I love you more than I did the day before."

      Ein historischer Triumph - aber noch ist nichts erreicht

      Irre, unfassbar, unglaublich, sensationell, überragend, phänomenal - es gibt unzählige Superlative, die auf diesen Fußball-Abend in Belo Horizonte passen. 7:1 gegen den Rekord-Weltmeister Brasilien: Die deutsche Nationalelf zelebrierte nicht nur wunderschönen Zauberfußball auf dem Rasen, sie feierte auch den höchsten Halbfinalsieg der WM-Geschichte. Rekordhalter war bisher ebenfalls die DFB-Elf. 1954 folgte dem 6:1 gegen Österreich das Wunder von Bern. 3:2 gegen Ungarn, Deutschland war Weltmeister.

      Um auch an dieses Ziel zu kommen, fehlt Bundestrainer Jogi Löw und seinem Team noch ein Schritt. Es ist der wichtigste, denn noch ist nichts erreicht. Klar: Über die Demütigung Brasilliens wird man auch in 50 Jahren noch sprechen. Wirklich etwas wert ist der historische Erfolg aber nur, wenn es am Sonntag in Rio auch den Weltpokal gibt. Nur dann würden auch Philipp Lahm, Thomas Müller, Bastian Schweinsteiger und Co. in die Jubel-Hymnen einstimmen, die nun von allen Seiten ertönen.

      Nicht überschwänglich

      Erfreulich nüchtern präsentierten sich die DFB-Kicker in den Interviews nach dem Torfestival gegen den Gastgeber. Wer auch immer etwas sagte, von überschwänglicher Euphorie keine Spur. Jeder der Nationalspieler schien zu wissen, wie er das unglaubliche Ergebnis einzuordnen hat.

      Zum Beispiel, dass die junge brasilianische Mannschaft unter dem gewaltigen Druck einer ganzen Nation zusammengebrochen war. Oder, dass der nächste Gegner - egal ob der nun Argentinien oder Holland heißt - nicht so chaotisch und selbstzerstörerisch agieren wird wie die Scolari-Truppe.

      Fakt ist jetzt auch: Im Endspiel ist Deutschland eindeutig Favorit. Es wird spannend sein, zu sehen, wie die DFB-Elf ihrerseits mit dem Druck umgeht. So viel steht fest: Um nach 1954, 1974 und 1990 zum vierten Mal Weltmeister zu werden, muss das Löw-Team auch im Finale eine Klasseleistung abliefern.

      Quelle: t-online.de


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      "Probleme wurden intensiver" Ausgewechselt: Sorgen um Mats Hummels

      Sorge um Mats Hummels: Der 25-Jährige musste bei der 7:1 (5:0)-Sternstunde der deutschen Nationalmannschaft gegen Brasilien wegen einer Sehnenreizung zur Pause in der Kabine bleiben.

      "Ich hatte schon seit ein paar Tagen Probleme, die jetzt nochmal intensiver wurden. Deshalb habe ich für mich entschieden rauszugehen, damit es nicht schlimmer wird", sagte Hummels nach der Partie.

      "Hoffe auf einen Einsatz am Sonntag"

      Im Hinblick auf das Finale gab sich Hummels indes optimistisch. "Ich lasse mich jetzt behandeln und hoffe auf einen Einsatz am Sonntag", sagte der Innenverteidiger. "Aber die Reizung wird auf jeden Fall intensiv behandelt werden müssen."

      Hummels war gegen Brasilien durch Per Mertesacker ersetzt worden. Der 29 Jahre alte England-Legionär vom FC Arsenal war im Viertelfinale gegen Frankreich (1:0) erstmals nicht zum Einsatz gekommen, nachdem er in den vier Spielen zuvor in der Anfangself gestanden hatte. Mertesacker bildete gegen den WM-Gastgeber dann in der zweiten Halbzeit zusammen mit Jerome Boateng die deutsche Innenverteidigung.

      Quelle: t-online.de


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      Ronaldo abgehängt Klose krönt seine unglaubliche Rekordjagd

      Als Miroslav Klose mit seinem 16. Tor WM-Geschichte geschrieben hatte, verzichtete er auf seinen berühmten Salto. Nach seinem zwischenzeitlichen 2:0 (23.) im Halbfinale in Belo Horizonte gegen Gastgeber Brasilien streckte der 36-Jährige erst beide Arme von sich, dann rutschte er auf den Knien, ehe ihn seine Mitspieler herzten.

      Den Salto ließ er zuvor bewusst weg. "Man hat aber gesehen, dass ich aus der Übung bin", hatte er schon nach seiner verunglückten Flugeinlage nach seinem Tor zum 2:2 gegen Ghana in der Vorrunde erklärt.

      Jetzt soll für Klose auch der Titel her

      Dass er ausgerechnet durch ein Treffer gegen Brasilien alleiniger WM-Rekordtorschütze wurde und damit auch noch Ronaldo hinter sich ließ, der als Augenzeuge für das brasilianische Fernsehen im Stadion weilte, interessierte den Angreifer von Lazio Rom in diesem historischen Moment nicht. "Das ist nicht das Wichtigste", hatte Klose schon vor der Begegnung erklärt. Gegen Brasilien spielte er wie immer: lauffreudig, immer anspielbar und den Gegner unter Druck setzend. 5,18 Kilometer lief Klose allein in den ersten 45 Minuten.

      Am Sonntag möchte der Routinier in seinem 137. und letzten Länderspiel in Rio de Janeiro den WM-Thron besteigen - an mythischer Stätte. Klose freut sich auf die Rückkehr ins Maracana, "auch wenn das neue Stadion nicht mehr ganz so eine Ausstrahlung hat wie das alte vor dem Umbau". Schon im Viertelfinale war die DFB-Auswahl dort gegen Frankreich erfolgreich (1:0).

      Ronaldo muss gar nicht leiden

      Kloses zweiter Rekord ging fast unter. Als erster Profi bestritt der Torjäger sein viertes WM-Halbfinale. Er ist der einzige Spieler im Kader von Bundestrainer Joachim Löw, der bereits 2002 in der Runde der letzten Vier gegen Südkorea (1:0) dabei war. Bei der Heim-WM 2006 gegen Italien (0:2 n.V.) und vor vier Jahren in Südafrika gegen Spanien (0:1) folgten allerdings Niederlagen. Jetzt hat Klose, der nun 71 Tore im Nationaltrikot erzielt hat, diese Bilanz ausgeglichen.

      Ronaldo, der im WM-Finale 2002 beide Treffer gegen Deutschland erzielt hatte, nahm Kloses 16. WM-Tor, das er im Nachschuss gegen Torhüter Julio Cesar erzielte, gelassen hin. "Es macht mir keine Angst, den Rekord zu verlieren", hatte die brasilianische Ikone vor dem Anpfiff erklärt: "Ich werde nicht leiden, wenn Klose ein Tor erzielen würde."

      An einen weiteren Rekord kommt er knapp nicht dran

      Klose will nun in einer seiner Lieblingsstädte seine glanzvolle Karriere im Finale gegen Argentinien oder die Niederlande krönen. An der weltberühmten Copacabana hat er mit seiner Familie schon mehrmals den Urlaub verbracht. "Rio ist eine traumhafte Stadt. Die Jesus-Statue muss man ebenso gesehen haben wie den Zuckerhut oder den Tijuca-Regenwald", schwärmte er von den vielen Sehenswürdigkeiten der Millionen-Metropole. Dass es sein letztes Länderspiel sein wird, daran denke er nicht, so Klose.

      Ein weiterer Rekord wird ihm allerdings verwehrt bleiben. Mit seinem Einsatz hat Klose sein 23. WM-Spiel bestritten und in der "ewigen" Rangliste den Italiener Paolo Maldini eingeholt. Den deutschen Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus, der 25 WM-Begegnungen absolvierte, wird Klose aber nicht mehr einholen. Wenn er am Sonntag Weltmeister wird, wird er es verschmerzen können.

      Quelle: t-online.de


      “For where all love is, the speaking is unnecessary. It is all. It is undying. And it is enough.”



      "I wanted ye from the first moment I saw ye. But I loved ye when ye wept in my arms that first night at Leoch. But now...I wake up every day, and I find that I love you more than I did the day before."