Leichtathletik

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    There are 110 replies in this Thread. The last Post () by Fiona.

      Leichtathletik

      Obergföll und Heidler siegen in Eugene

      Ein deutsches Damenduo hat beim Diamond-League-Meeting der Leichtathleten im amerikanischen Eugene/Oregon für Furore gesorgt.

      Speerwerferin Christina Obergföll untermauerte mit dem Sieg ihre starke Frühform, Betty Heidler deklassierte knapp zweieinhalb Monate vor der Leichtathletik- Weltmeisterschaft in Moskau die gesamte Hammerwurf-Weltelite.

      Obergföll gewann im Hayward-Field mit Meetingrekord und persönlicher Saisonbestmarke von 67,70 Meter. Somit übertraf die Olympiazweite den fast drei Jahre alten Eugene-Rekord der Amerikanerin Kara Patterson (65,90 Meter) deutlich. Für Obergföll war es der zweite Sieg binnen sieben Tagen. Am vergangenen Samstag hatte die 31 Jahre alte Schwarzwälderin in New York gewonnen. Im vierten Versuch schleuderte sie den Speer auf die Siegesweite, hätte den Wettkampf aber auch mit den im dritten Durchgang erzielten 63,95 Meter gewonnen.

      Kimberley Mickle (Australien) wurde Zweite (63,80 Meter), die russische Weltmeisterin Maria Abakumowa kam auf einen enttäuschenden fünften Rang. Mit ihrem Erfolg festigte Obergföll ihre Gesamtführung in der Diamond-League-Serie, die sie bereits 2011 zu ihren Gunsten entscheiden konnte.

      Beeindruckend war auch der Auftritt von Betty Heidler. Die Weltrekordhalterin von der LG Eintracht Frankfurt setzte sich mit starken 75,21 Meter vor der polnischen Europameisterin Anita Wlodarczyk (74,73 Meter) sowie Olympiasiegerin und Weltmeisterin Tatjana Lysenko aus Russland (72,62) durch. Heidlers Teamkollegin Kathrin Klaas kam mit nur einem gültigen Versuch von 69,64 Meter auf Platz sieben.

      Drei Weltjahres-Bestleistungen gab es bei den Männern. Der zweimalige äthiopische Olympiasieger Kenenisa Bekele lief über die 10000 Meter in 27:12:08 Minuten zum Sieg, Alexandr Menkow aus Russland gewann den Weitsprung mit 8,39 Meter und der Kenianer James Kiplagat Magut das Rennen über die Meile (3:55:24 Minuten).


      Quelle: sport.de


      “For where all love is, the speaking is unnecessary. It is all. It is undying. And it is enough.”



      "I wanted ye from the first moment I saw ye. But I loved ye when ye wept in my arms that first night at Leoch. But now...I wake up every day, and I find that I love you more than I did the day before."

      Sailer läuft in Weinheim Topzeit über 100 Meter

      Gut eine Woche vor der Leichtathletik-WM in Moskau hat sich die deutsche Topsprinterin Verena Sailer in starker Form präsentiert.

      Die deutsche Meisterin aus Mannheim lief am Freitag beim WM-Verabschiedungswettkampf im badischen Weinheim mit 11,02 Sekunden über die 100 Meter persönliche Bestzeit.

      Quelle: sport.de


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      Überflieger Holzdeppe: Erster deutscher Stab-Weltmeister

      Raphael Holzdeppe rannte los wie ein Irrwisch und riss sich das Trikot vom Leib. Der 23-Jährige vom LAZ Zweibrücken ist der erste deutsche Weltmeister im Stabhochsprung - und für den Olympia-Dritten war es über 5,89 Meter ein Satz in den siebten Himmel.

      In einem nahezu perfekten Wettkampf bezwang Holzdeppe in Moskau in Renaud Lavillenie sogar den Goldmedaillengewinner von London. Fassungslos schwang er auf der Ehrenrunde die deutsche Fahne, begleitet von Björn Otto, der diesmal Bronze holte. "Jetzt bin ich Weltmeister und alles ist geil", sagte Holzdeppe, der noch nie deutscher Meister wurde.

      Am liebsten hätte der überglückliche Sieger wie Diskus-Riese Robert Harting im Überschwang der Gefühle sein Trikot zerrissen. "Aber ich bin nicht so stark wie der Robert", sagte er später lächelnd. Es war das erste Edelmetall des Deutschen Leichtathletik-Verbandes bei den Stabartisten seit dem dritten Platz von Danny Ecker (Leverkusen) 2007 in Osaka - und der erste Titel in Moskau. "Es gibt wirklich nicht sehr viel, was man als Stabhochspringer erreichen kann", sagte Holzdeppe, deshalb bedeutete ihm das erste WM-Gold eines deutschen Stabartisten "wirklich sehr viel".

      Holzdeppe hatte die Siegeshöhe im ersten Versuch gemeistert, Lavillenie benötige drei Anläufe. Der 35-jährige Kölner Otto flog über 5,82 Meter. "Er hat genau gewusst, was er machen wollte", sagte Trainer Chauncey Johnson über seinen Schützling Holzdeppe. "Er hat seine Ziele gehabt."

      Topfavorit Lavillenie hatte zu Beginn einen völlig verkorksten Satz über die Einstiegshöhe von 5,65 Meter. Sein jüngerer Bruder Valentin war an der Einstiegshöhe von 5,55 gescheitert und vergoss bittere Tränen. Der Franzose Renaud Lavillenie war kürzlich in London 6,02 gesprungen und ist seit dem vergangenen Jahr der absolute Überflieger unter den Stabartisten. Sechs der acht Sprünge, die in diesem Sommer bislang 5,90 Meter oder höher waren, gingen auf sein Konto - und doch blieb ihm das so ersehnte erste WM-Gold an diesem Abend verwehrt.

      Wie schon 2012 bei der EM in Helsinki und bei den Sommerspielen in London blies das deutsche Trio zur Jagd auf den Olympiasieger, und wie bei beiden Wettkämpfen teilten sich Holzdeppe, Lavillenie und Otto die Medaillen. "Wir werden nicht als Mannschaft gegen ihn antreten. Bei einer Weltmeisterschaft kämpft jeder für sich", hatte jedoch ausgerechnet Holzdeppe erklärt.

      Der Jüngste unter den deutschen Teilnehmern machte von Beginn an den mit Abstand sichersten Eindruck. Otto hatte in dieser Saison Lavillenie zweimal in den USA bezwungen und prophezeit: "Jeder ist schlagbar. Wenn man Renaud unter Druck setzt, ist er zu packen." Im Nachhinein fühlte sich der 35-Jährige natürlich bestätigt. "Sauber! Alle im ersten gesprungen. So kann man Renaud unter Druck setzen", meinte Otto, der am Ende nicht so ganz glücklich war mit Bronze: "Ein bisschen blöd. Da war mehr drin heute."

      Aber nicht der Olympia-Zweite und Vize-Europameister, sondern Holzdeppe überflog als Erster die 5,82 - und das mit viel Luft zur Stange. "Genau alles so lassen. Gut gemacht", lobte sein Coach Johnson. Sein Athlet hatte Anfang Juni beim Diamond-League-Meeting in Rom Lavillenie schon geschlagen und strotzte nur so vor Selbstbewusstsein: "Ich reise mit einem viel besseren Gefühl nach Moskau als zu den Olympischen Spielen nach London vor einem Jahr."

      Das trog ihn nicht. Auch die 5,89 packte Holzdeppe auf Anhieb und mühelos. Seine deutschen Konkurrenten konnten nicht nachziehen, und Lavillenie, der seinen ersten so ersehnten WM-Titel verpasste, konnte nicht mehr zulegen. Der Wattenscheider Malte Mohr wurde am Ende Fünfter. So ließ sich Holzdeppe als Überflieger des Abends in Moskau feiern.


      Quelle: sport.de


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      Mit Schmerzen zum dritten WM-Gold: Harting zeigt Härte

      Alle Kameras und Augen im Luschniki-Stadion waren auf Robert Harting gerichtet, da setzte der Diskus-Hüne sein breitestes Grinsen auf, tänzelte vor den Fotografen, griff an sein Trikot - und zerriss es mit einem Freudenbrüller.

      Mit seiner bekannten Jubel-Geste feierte der 28 Jahre alte Berliner am Dienstagabend in Moskau sein drittes WM-Gold in Serie. Ein Jahr nach seinem Olympia-Triumph von London verteidigte Harting seine Vormachtstellung im Wurfring mit Rückenschmerzen und guten Nerven.

      "Die Titelverteidigung ist ein bisschen schwieriger. Es ist immer leichter, jemand zu jagen und in die Enge zu treiben", sagte Harting sichtlich erleichtert und geschafft. Um Lars Riedel einzuholen, muss er allerdings auch noch bei der WM 2015 in Peking und 2017 in London die Muskeln spielen lassen. Der Chemnitzer war zwischen 1991 und 2001 gleich fünfmal Weltmeister.

      "Daran denk ich gar nicht. Lars Riedel hat seinen ersten Titel mit 66 Meter gewonnen, das geht heute gar nicht mehr", sagte der alte und neue Weltmeister. Bei der nun 14. WM gewann zum neunten Mal ein deutscher Diskuswerfer. 1987 in Rom hatte der Schweriner und heutige Bundestrainer Jürgen Schult gesiegt.

      Harting gelang seine Siegesweite im vierten Durchgang, als er die Scheibe auf 69,11 Meter hinausschleuderte. Sein größter Rivale Piotr Malachowski konnte nicht mehr kontern. Mit 68,36 Metern gewann der Pole Silber vor Gerd Kanter aus Estland (65,19), dem Weltmeister von 2007 und Olympiasieger von 2008. Martin Wierig aus Magdeburg, der im Juni in Ostrau seinen großen deutschen Rivalen erstmals geschlagen hatte, fehlten als Vierter nur 17 Zentimeter zu Bronze. "Robert hat wieder einen Wahnsinnswettkampf gemacht", lobte er.

      "Jeder will sein Dorf verteidigen. Nur dass die Mistgabel bei uns der Diskus ist" - so hatte Harting in blumigen Worten seine Ausgangsposition als Europa- und Weltmeister und Olympiasieger erklärt. Einen Konkurrenten brauchte er erst gar nicht zu fürchten: Der Iraner Ehsan Hadadi, Silbermedaillengewinner von London, hatte seine Teilnahme kurzfristig abgesagt. Harting eröffnete den Wettkampf mit 62,16 Metern und schüttelte unzufrieden den Kopf. Der Este Gerd Kanter und Malachowski warfen gleich über 64 Meter.

      Diesen Anreiz hatte Harting nur gebraucht: Mit grimmiger Miene ging er an seinen zweiten Versuch - und kam auf 68,13. Damit war die Konkurrenz erst mal eingeschüchtert. "Der Erste ging daneben, der Zweite war okay. Es ist noch Luft nach oben", sagte sein Trainer Werner Goldmann dem ZDF. Mit 71,84 Metern führt Malachowski die diesjährige Weltbestenliste an, beim Saisonhöhepunkt kam der Pole im vierten Anlauf mit 67,18 allmählich in Schwung.

      Bei Hartings drittem Versuch stand seine Freundin und Diskus-Kollegin Julia Fischer auf der Tribüne erwartungsvoll auf - doch der Titelverteidiger setzte den Diskus ins Netz. Goldmann berichtete plötzlich von "ziemlich massiven Rückenproblemen" seines Schützlings. "Einen kleinen Schlag auf die Bandscheibe", so berichtete Harting später, habe er bekommen; der Muskel habe sich zusammengezogen." Den offiziellen russischen Arzt wollte er nicht konsultieren. Dabei hatte Harting schon vor der Medaillenvergabe über seine technischen Schwierigkeiten gegrübelt. "Die Stunden im Hotel waren furchtbar."

      Doch dann warf Harting mit zusammengebissenen Zähnen 69,11 Meter und Goldmann jubelte: "Sensationell." Im letzten Durchgang übertraf der Berliner noch einmal die 69 Meter. Jubelnd rannte er davon und narrte kurz die Fotografen: WM-Gold Nummer drei nach Berlin 2009 und Daegu 2011! Die sportliche Zerreißprobe hatte er erneut bestanden, dann war sein Hemd dran. Kein Stoff der Welt, so hatte der 2,01 Meter große und 126 Kilo schwere Athlet bereits zuvor erklärt, würde seine Kräfte aushalten: "Da müsste man mir schon einen Teppich oder Ketten umlegen."


      Quelle: sport.de


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      Deutsche 4 x 400-Meter-Staffel verpasst WM-Endlauf

      Die deutsche 4 x 400-Meter-Staffel der Männer hat den Endlauf bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Moskau verpasst.

      David Gollnow (München), Eric Krüger, Thomas Schneider (beide Magdeburg) und Jonas Plass (München) wurden am Donnerstag in ihrem Vorlauf Dritter in 3:02,62 Minuten hinter Russland und Australien.

      Titelverteidiger USA rannte in 2:59,85 Minuten Weltjahresbestzeit. Das Finale ist am Freitag. Bei der WM 2011 in Daegu/Südkorea hatten Deutschland Rang acht belegt. Eine Frauenstaffel über 4 x 400 Meter hatte der Deutsche Leichtathletik-Verband diesmal nicht nominiert.


      Quelle: sport.de


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      Hammerwerferin Lisenko verteidigt WM-Titel

      Hammerwurf-Olympiasiegerin Tatjana Lisenko hat ihren Titel bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Moskau verteidigt.

      Die Russin stellte im Finale die Weltjahresbestleistung von 78,80 Meter auf und verwies die Polin Anita Wlodarczyk, die 78,46 Meter weit warf, auf Platz zwei. Dritte wurde die Chinesin Wenxiu Zhang mit 75,58 Meter. Weltrekordlerin Betty Heidler und Kathrin Klaas (beide LG Eintracht Frankfurt) waren in der Qualifikation gescheitert.


      Quelle: sport.de


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      Kugel-Koloss Storl wieder Weltmeister

      Mit schwarz-rot-goldenem Zylinder und in der Pose eines Herkules posierte Deutschlands Kugelstoß-Koloss David Storl nach dem unglaublichen Kraftakt von Moskau. Zum zweiten Mal nach 2011 triumphierte er bei der Leichtathletik-WM in Moskau mit 21,73 Meter.

      Damit übertraf er die Weite des US-Amerikaners Ryan Whiting im Finale um 16 Zentimeter. Dritter wurde der Kanadier Dylan Armstrong mit 21,34 Meter. "Es ist eine riesige Erleichterung. Ich bin stolz auf mich selbst", freute sich Storl über seine WM-Meisterleistung.

      Allerdings musste der 23-jährige Chemnitzer nicht nur gegen die Ring-Rivalen kämpfen, sondern sich auch gegen den zu Unrecht zunächst ungültig gegebenen vierten Versuch wehren. Erst nach seinem Protest und der Überprüfung anhand von Fotos, die kein Übertreten des Ringrandes zeigten, revidierten die Kampfrichter ihre Entscheidung - und Storl reckte den Arm schon wie ein Sieger in die Luft!

      "Ich hatte nicht das Gefühl, dass ich mit dem Fuß auf dem Balken war", berichtete Storl. "Ich wusste genau, dass der nicht ungültig war und habe eigentlich mit der weißen Flagge gerechnet. Wenn ich auf den Rand getreten wäre, hätte es im nächsten Versuch noch wehgetan." Storl bedankte sich bei dem Fotografen, der gleich die Fotos parat hatte. "Wenn ich ihm noch mal sehe, spendiere ich ihm ein Bier."

      Unbeeindruckt hatte Storl zwei Tage zuvor darauf reagiert, dass der Hallen-Weltmeister Whiting in der Qualifikation mit 21,51 Meter gleich 80 Zentimeter weiter als er geworfen hatte. "Im Finale fängt alles von Null an", hatte Storl angekündigt und ging den Medaillenkampf mit einer Alles-oder-Nichts-Taktik an: "Alles war auf Angriff geschaltet."

      Seine Zuversicht, noch etwas Großes schaffen zu können, speiste sich nicht aus dem einzigen 21-Meter-Stoß vor der WM, sondern aus den nicht offiziellen Weiten der vielen ungültigen Versuche bei den vergangenen Meetings. So gingen Mitte Juli in Madrid gleich fünf Stöße nicht in die Ergebnisliste ein, landeten aber jeweils bei 21,50 Meter.

      "Die Wettkampfergebnisse spiegelten nicht Davids Leistungsvermögen wieder", betonte sein Trainer Sven Lang. Deshalb bewahrten er und sein Schützling die Ruhe und den Optimismus, bei der WM doch zuzuschlagen und einen Medaillengewinn als "ein realistisches Ziel" zu nennen. Mit der eindrucksvollen Serie von 21,19, 21,24 und 21,73 Meter unterstrich Storl dies mehr als eindrucksvoll.

      Schließlich hatte er noch 16 Tage vor dem WM-Finale von Experten im Institut für angewandte Trainingswissenschaft (IAT) in Leipzig seine Wurftechnik analysieren lassen, um den effizientesten Bewegungsablauf zur Umsetzung von Kraft in Weite zu finden. Der bisher perfekteste Stoß gelang Storl bei den Olympischen Spielen in London, wo er Silber mit 21,89 Meter gewann. Nicht für ganz ausgeschlossen hielt der 1,98 Meter lange und 127 Kilogramm schwere Hüne es, die 22 Meter schon in Moskau packen zu können. Diese magische Kugelstoß-Grenze zu überschreiten, wird ein Ziel bleiben - in Moskau fehlten nur 27 Zentimeter.


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      WM-Debüt für Deutschland: Tesfaye im 1500-Meter-Finale

      Der gebürtige Äthiopier Homiyu Tesfaye hat bei seinem internationalen Debüt für die deutsche Mannschaft gleich das 1500-Meter-Finale der Leichtathletik-WM erreicht.

      Der 20-Jährige wurde am Freitagabend in Moskau in 3:36,51 Minuten Sechster seines Halbfinallaufs und qualifizierte sich über die Zeitwertung für den Endlauf der besten Zwölf am Sonntagnachmittag.

      "Vor den letzten 300 Metern war ich mir sicher, dass es reicht" sagte Tesfaye. Er war erst Anfang Juli eingebürgert worden und musste nach einer Oberschenkel-Verletzung zudem lange um seine WM-Teilnahme bangen. Erst wenige Tage vor der Nominierung des deutschen Aufgebots erfüllte er bei einem Lauf in Belgien die Qualifikations-Norm. Aus dem Halbfinale ging er mit Blut an Wade und Oberschenkel - Spuren von Spikes seiner Konkurrenten. Vor dem Endlauf ist ihm nicht bange. "Finale ist Finale. Wenn es möglich ist, will ich eine Medaille haben", sagte Tesfaye.

      Der ehemalige Vize-Europameister Carsten Schlangen schied dagegen aus. Der 32-Jährige wurde im Luschniki-Stadion in 3:44,44 Minuten nur Zehnter seines Rennens. "Ich wurde ein bisschen abgehängt und bin wirklich enttäuscht", sagte der Berliner und klagte, dass ihn vor zwei Tagen ein kleiner Magen-Darm-Infekt erwischt habe.


      Quelle: sport.de


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      Platz sechs für Weitspringer Reif: Zentimeter fehlten

      Weitspringer Christian Reif hat bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Moskau nur um fünf Zentimeter eine Bronzemedaille verpasst.

      Der Europameister von 2010 sprang am Freitag 8,22 Meter weit, fiel damit aber in der zweiten Hälfte eines starken und sehr ausgeglichenen Wettkampfs noch vom dritten auf den sechsten Platz zurück. Der neue Weltmeister Alexander Menkow aus Russland stellte mit 8,56 Metern eine Weltjahresbestleistung auf. Dahinter lagen zwischen Platz zwei und sechs nur wenige Zentimeter.

      Silber ging an den Niederländer Ignisious Gaisah mit 8,29 Metern, Bronze an den Mexikaner Luis Rivera mit 8,27 Metern. Eusebio Caceres aus Spanien (8,26), der Brasilianer Mauro Vinicius da Silva (8,24) und Reif gingen trotz starker Leistungen leer aus. Europameister Sebastian Bayer wurde mit 7,98


      Quelle: Weitspringer Christian Reif hat bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Moskau nur um fünf Zentimeter eine Bronzemedaille verpasst.

      Der Europameister von 2010 sprang am Freitag 8,22 Meter weit, fiel damit aber in der zweiten Hälfte eines starken und sehr ausgeglichenen Wettkampfs noch vom dritten auf den sechsten Platz zurück. Der neue Weltmeister Alexander Menkow aus Russland stellte mit 8,56 Metern eine Weltjahresbestleistung auf. Dahinter lagen zwischen Platz zwei und sechs nur wenige Zentimeter.

      Silber ging an den Niederländer Ignisious Gaisah mit 8,29 Metern, Bronze an den Mexikaner Luis Rivera mit 8,27 Metern. Eusebio Caceres aus Spanien (8,26), der Brasilianer Mauro Vinicius da Silva (8,24) und Reif gingen trotz starker Leistungen leer aus. Europameister Sebastian Bayer wurde mit 7,98


      Quelle: [i][u]sport.de


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      Obergfölls Familienplanung: "Ich brauche mal eine Auszeit"

      Christina Obergföll hat mit der tschechischen Weltrekordlerin und zweimaligen Olympiasiegerin Barbora Spotakova schon ein paar E-Mails ausgetauscht. Wie das denn so ist, wenn man ein Baby bekommen hat und wieder mit dem Leistungssport anfängt?

      "Ganz schön anstrengend. Manchmal bringt es einen an den Rand des Wahnsinns", hat die Tschechin ihrer alten Rivalin und der neuen Speerwurf-Weltmeisterin geschrieben. Nach der ersten Goldmedaille ihrer Karriere geht es bei Obergföll und ihrem Trainer und künftigen Ehemann Boris Henry jetzt an die Familienplanung.

      Ankündigungen wie die von Stabhochsprung-Star Jelena Issinbajewa ("Neun Monate ein Baby im Bauch, dann noch mal neun Monate stillen - das macht 18 Monate. Also kann ich in Rio dabei sein") machte die 31-jährige Offenburgerin nicht. "Das hat man ja alles nicht so in der Hand, so was kann man nicht trainieren", sagte sie und musste lachen: "Nicht planen."

      Nachdem ihr Traum vom ersten internationalen Titel am Sonntagabend in Moskau endlich wahrgeworden war, nach vielen Anläufen und insgesamt fünf Silbermedaillen bei großen Meisterschaften, musste Obergföll erstmal ihre ganzen Emotionen verarbeiten.

      "Ich brauch' auch mal irgendwann eine Auszeit, mental hatte ich immer großen Druck. Aber das kann ich nicht heute Abend entscheiden. Vor der WM habe ich gesagt, wenn ich scheiße werfe, dann steig' ich auf jeden Fall ein Jahr aus. Jetzt ist alles gut geworden", sagte sie nach ihrem 69,05-Meter-Wurf und der bewegenden Siegerehrung am Sonntagabend im Luschniki-Stadion.

      Am 21. September heiratet Obergföll im kleinen Kreis ihren Boris. Im Trainingslager vor den Olympischen Spielen 2008 in Peking hatten sich die beiden kennengelernt. Im vergangenen November machte der 39-Jährige ihr im Urlaub in Thailand "bei Sonnenuntergang" einen Heiratsantrag. Nach der Hochzeit ziehen die beiden in das Haus bei Offenburg, das sie gekauft haben. Nachdem seine Freundin bei der WM triumphiert hat und damit eine Wette gewonnen hat, muss Henry ihren Namen annehmen. ""Boris Obergföll, da kann man sich schon mal dran gewöhnen", sagte der zweimalige WM-Dritte im Speerwerfen.

      Henry ist auch Bundestrainer der Männer und seit einiger Zeit Techniktrainer seiner künftigen Ehegattin, deren langjähriger Coach Werner Daniels sich noch um die Planung und das Athletiktraining kümmert. "Wir reden zu Hause nicht über Speerwerfen", erklärte Henry erstaunlicherweise und betonte: "Es ist nicht so, dass ich gekommen bin und ihr das Speerwerfen beigebracht habe."

      Im neuen Heim ist auch kein Kraftraum geplant und schon gar nicht, wo das viele Edelmetall der beiden hinkommt. "Ich bin nicht so der Typ, der die ganze Bude voll mit Medaillen hängt", meinte Obergföll. Ob nächstes Jahr in Zürich bei der Europameisterschaft noch eine dazu kommt? Die Weltmeisterin ist ein Fan des Diamond-League-Meetings in Zürich, hat dort immer gut geworfen und der Letzigrund ist - nur unweit ihrer badischen Heimat - so etwas wie ihr Heimstadion. Deshalb würde sie ungern auf die EM verzichten - einerseits.

      Andererseits wäre eine Auszeit zwischen den beiden Weltmeisterschaften von Moskau und in zwei Jahren in Peking ideal. Als Titelverteidigerin bekäme sie dort sogar eine Wildcard. "Wenn ich eine Babypause mache, brauche ich auf jeden Fall ein Jahr, bis ich wieder in Form bin", sagte sie am Sonntagabend. "Aber sicher werde ich in Rio de Janeiro 2016 dabei sein."


      Quelle: sport.de


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      DLV zur Halbzeit Zweite - Hickhack um Sprintstaffel

      Mit vier Einzelsiegen haben sich die deutschen Leichtathleten am ersten Tag der Team-Europameisterschaft in Tscheboksary bestens geschlagen und Favorit Russland mächtig unter Druck gesetzt.

      Nach 20 bangen Minuten war auch die Disqualifikation der Sprintstaffel wieder vom Tisch. Ganze fünf Punkte trennten Titelverteidiger Deutschland zur Halbzeit vom führenden Gastgeber: Russland lag mit 186 Zählern vor den Deutschen (181), drittbestes Team war nach 21 der 40 Disziplinen Frankreich (175,5).

      Ein großes Hickhack gab es nach dem Zieleinlauf der Männerstaffel über 4 x 100 Meter. Die ursprüngliche Disqualifikation des Quartetts, das als Dritter ins Ziel rannte, wurde nach Intervention des DLV zurückgenommen. Angeblich sollte der letzte Wechsel zwischen Alexander Kosenkow und Schlussläufer Robin Erewa nicht regulär gewesen sein. "Der Chef der Jury hat den Linienrichter an der Wechselmarke aber überstimmt. Die Disqualifikation ist vom Tisch", sagte DLV-Mediendirektor Peter Schmitt der Deutschen Presse-Agentur.

      Für die deutschen Disziplinsiege sorgten am ersten Tag Kugelstoß-Recke David Storl (Leipzig), Speerwurf-Weltmeisterin Christina Obergföll (Offenburg), Stabhochspringerin Silke Spiegelburg (Leverkusen) und Hindernisläuferin Gesa Felicitas Krause (Frankfurt).

      Um noch aufzuholen, müssen am Sonntag auch die anderen deutschen Trümpfe stechen: Am zweiten Tag sind unter anderen Hammerwerferin Betty Heidler, Stabhochsprung-Weltmeister Raphael Holzdeppe und Kugelstoß-Europameisterin Christina Schwanitz dran. Beim Heimsieg 2014 in Braunschweig lagen die Deutschen drei Punkte vor der Russen.

      Doppel-Weltmeister Storl wurde seiner Favoritenrolle erneut gerecht, die Stimmung im Stadion Olimpijski fand er aber nicht so gut. "Mein Ziel waren zwölf Punkte für die Mannschaft. Das habe ich geschafft", sagte der Sachse. "Insgesamt war ich mit dem Wettbewerb nicht so zufrieden. Die Russen feuern nur ihre eigene Mannschaft an - und die anderen fallen hinten runter."

      Spiegelburg gewann die Konkurrenz mit der persönlichen Saisonbestleistung von 4,75 Metern vor der Russin Anschelika Sidorowa (4,70). "Ich bin überglücklich", jubelte sie. "Ich habe am ganzen Körper Gänsehaut bekommen."

      Maren Kock (Regensburg) überraschte als Zweite über 3000 Meter. Auch Dreispringerin Kristin Gierisch (Chemnitz) landete auf Rang zwei. "Ich freue mich natürlich über die Weite von 14,46", sagte sie. "Wichtig sind die elf Punkte für die Mannschaft. Ich habe das Beste herausgeholt." Auch Sven Knipphals, Dritter über 100 Meter, hat sein Ziel erreicht. "Das Rennen selber war mittelmäßig. Aber ich hab' zehn Punkte geholt, Platz drei hatte ich mir auch vorgenommen", sagte der Wolfsburger.

      "Es macht mich stolz, diese Mannschaft zu vertreten. Wir sind in der Höhle des Löwen. Trotzdem gehen wir selbstbewusst in das Stadion und werden das Optimale herausholen", hatte Team-Kapitän Heidler vor dem Start versprochen.

      Quelle: t-online.de


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      Weltrekord von Dibaba über 1500 m - Kovacs stößt 22,56


      Genzebe Dibaba ist 1500 Meter in 3:50,07 Minuten gelaufen.


      Mit ihrem Weltrekord über 1500 Meter hat die Äthiopierin Genzebe Dibaba beim Diamond-League-Meeting der Leichtathleten in Monaco das Glanzlicht gesetzt.

      Die 24-Jährige stürmte nach 3:50,07 Minuten ins Ziel und blieb damit 39 Hundertstelsekunden unter der immerhin schon 22 Jahre alten Top-Zeit der Chinesin Qu Yunxia. Dibaba krönte damit eine Gala der Weltklasseleistungen im Stade Louis II. "Ich bin so glücklich, die Zeit ist so schnell. Ich freue mich über diesen Rekord", sagte Dibaba.

      Gut einen Monat vor der Leichtathletik-WM schickte US-Kugelstoßer Joe Kovacs seinem deutschen Dauerrivalen David Storl ein Warnsignal. Der 26-Jährige trumpfte mit der Jahresweltbestleistung von 22,56 Metern groß auf und holte sich souverän den Sieg. Seit zwölf Jahren hat kein Konkurrent die 7,257 Kilo schwere Stahlkugel weiter gewuchtet. Kovacs schob sich mit seinem Kraftakt im zweiten Durchgang auf Platz acht der "ewigen" Weltbestenliste vor.

      Auch Kovacs hat noch mehr vor. "Es war ein großer Stoß, aber ich wusste, dass ich ihn drauf hatte", sagte der US-Athlet und ließ noch einmal die Muskeln spielen. "Ich glaube, ich kann sogar noch weiter stoßen - und der Weltrekord ist gar nicht mehr so weit weg." Doch es sind immerhin noch 56 Zentimeter. Die Rekordmarke hält seit mehr als 25 Jahren der Amerikaner Randy Barnes (23,12 Meter).

      Im Diamond Race zog Kovacs mit nunmehr 14 Punkten mit Storl gleich. Der zweimalige Weltmeister aus Sachsen musste seinen Start in Monte Carlo wegen einer Blockade im Nackenbereich kurzfristig absagen. Auch die Plätze zwei und drei gingen im Stade Louis II. an die starken US-Boys: Christian Cantwell (21,24) lag allerdings schon über einen Meter hinter Kovacs zurück; Dritter wurde Reese Hoffa (21,08).

      Für ein weiteres Highlight auf den Laufstrecken sorgte der Kenianer Asbel Kiprop: Bei seinem 1500-Meter-Sieg in 3:26,69 Minuten blieb der Olympiasieger und Weltmeister nur 69 Hundertstelsekunden über dem 17 Jahre alten Weltrekord des Marokkaners Hicham El-Guerrouj. Kiprop ist nun die Nummer 3 der Weltbestenliste - hinter El-Guerrouj (3:26,00) und seinem früheren Landsmann Bernard Lagat (USA/3:26,34). "Ich gebe zu, dass ich noch ein bisschen schneller sein wollte", sagte er.

      US-Sprinter Justin Gatlin ließ der Konkurrenz erneut keine Chance und baute seine phänomenale Siegesserie aus. Der 33-Jährige gewann die 100 Meter in glänzenden 9,78 Sekunden und blieb damit auch im 18. Finale in Serie ungeschlagen. Seine bis dato letzte Niederlage fügte ihm Jamaikas Olympiasieger Usain Bolt am 6. September 2013 in Brüssel zu. Zweiter beim Sprint-Showdown wurde Gatlins Landsmann Tyson Gay (9,97) vor dem Franzosen Jimmy Vicaut (10,03).

      Sport.de

      Bolt bestätigt WM-Teilnahme: "Ich werde dabei sein"


      Usain Bolt will bei der WM laufen.

      Sprint-Weltrekordler Usain Bolt will bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in einem Monat in Peking an den Start gehen. "Ich werde dabei sein", versicherte der achtmalige Weltmeister aus Jamaika einen Tag vor seinem 100-Meter-Auftritt beim Diamond-League-Meeting in London.

      Wegen einer Verletzung im linken Bein hatte der 29-Jährige seit einem 200-Meter-Lauf vor einem Monat in New York kein Rennen mehr bestritten.

      Sport.de

      Weltmeister Holzdeppe erstmals deutscher Meister


      Raphael Holzdeppe ist erstmals deutscher Meister.

      Stabhochsprung-Weltmeister Raphael Holzdeppe hat sich seinen ersten nationalen Titel erkämpft. Der 25-Jährige vom LAZ Zweibrücken gewann die Konkurrenz bei den Leichtathletik- Meisterschaften in Nürnberg mit persönlicher Bestleistung von 5,94 Metern.

      An der deutschen Rekordhöhe von 6,02 Metern scheiterte Holzdeppe dreimal. "Vielen Dank an die Fans in Nürnberg!", sagte der strahlende Sieger. "Ich bin super glücklich, dass es heute so gut für mich gelaufen ist."

      Vorjahressieger Tobias Scherbarth (Leverkusen) musste sich diesmal mit 5,70 und Platz zwei begnügen. Dritter wurde sein Vereinskollege Carlo Paech mit 5,60 Metern. Das Trio hatte die Norm (5,70) für die Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Peking (22. bis 30. August) bereits erfüllt.

      Sport.de

      Harting im WM-Aufgebot für Peking


      Diskuswerfer Robert Harting könnte auch in China wieder zu den Favoriten gehören

      Das Weltmeister-Quartett von Moskau soll auch zwei Jahre später in Peking deutsche Leichtathletik-Festtage feiern: Mit den Topstars Robert Harting, David Storl, Raphael Holzdeppe und Christina Obergföll an der Spitze eines 66-köpfigen Aufgebots geht der DLV bei der WM in Chinas Hauptstadt (22. bis 30. August) auf Medaillenjagd. Ob Diskus-Riese Harting elf Monate nach seinem Kreuzbandriss wirklich im Ring stehen wird, bleibt aber bis zum letzten Moment offen.

      "Mit Robert ist abgestimmt, dass er als erfahrener Athlet in den nächsten Tagen eigenständig entscheidet, ob er bei der WM an den Start geht", sagte DLV-Sportdirektor Thomas Kurschilgen. Harting, der nach seiner Verletzung noch keinen Wettkampf bestritten hat, ist in Peking als Titelverteidiger automatisch startberechtigt.

      Damit ist der große Familien-Ausflug der Hartings weiter im Bereich des Möglichen: Während Freundin Julia Fischer und Bruder Christoph - beide wurden am Wochenende in Nürnberg deutsche Diskus-Meister - auf jeden Fall im Vogelnest werfen werden, könnte Robert eine Punktlandung hinlegen: Nach einem Testwettkampf will der dreimalige Weltmeister am 11. August seine Entscheidung bekannt geben - genau zwei Wochen vor dem WM-Finale.

      Auch ohne Harting würde der DLV in Peking eine schlagkräftigeM Mannschaft ins Rennen schicken, die Messlatte liegt nach dem Traumergebnis von 2013 mit sieben Medaillen, davon vier in Gold, allerdings hoch. "Wir haben ein leistungsstarkes Team nominiert. Die internationale Wettbewerbssituation hat sich aber seit der WM in Moskau weiter verschärft", sagte DLV-Chefcoach Idriss Gonschinska. Die größten Gold-Hoffnungen sind Storl (Leipzig), der als zweiter Kugelstoßer nach dem Schweizer Werner Günthor (1987, 1991, 1993) zum dritten Mal in Folge Weltmeister werden kann, sowie Kugel-Europameisterin Christina Schwanitz (Thum), die in der Jahresweltbestenliste unangefochten vorne liegt.

      Stab-Titelverteidiger Holzdeppe (Zweibrücken) sprang zwar in Nürnberg mit 5,94 m so hoch wie noch nie, muss sich aber mit Frankreichs Weltrekordler Renaud Lavillenie auseinandersetzen. Speerwurf-Queen Obergföll will nach ihrer Babypause zumindest "bei den Medaillen ein Wort mitreden".

      "Aus jungen und arrivierten Athleten" setze sich das Peking-Team zusammen, sagt Gonschinska. Ältester Athlet ist Sprinter Alexander Kosenkow (Wattenscheid) mit 38 Jahren, Nesthäkchen die 18 Jahre alte Sprinterin Gina Lückenkemper (Soest). Auffällig ist aber, dass in einstigen deutschen Domänen Lücken klaffen. So startet über 400 m kein deutscher Langsprinter - eine Distanz, auf der DDR-Läufer Thomas Schönlebe 1987 mit Europarekord Weltmeister wurde, Ingo Schultz 2002 Europameister. Im Dreisprung der Männer, wo Charles Friedek 1999 WM-Gold holte, ist der DLV ebenso wenig vertreten wie im Hammerwurf, den Heinz Weis 1997 und Karsten Kobs 1999 gewannen.

      Bei den Frauen sind von acht flachen Laufstrecken nur zwei besetzt: Die 100 m unter anderem mit Ex-Europameisterin Verena Sailer (Mannheim) sowie die 800 m mit Aufsteigerin Fabienne Kohlmann (Karlstadt/Gambach/Lohr). Die heiße WM-Phase startet in der kommenden Woche: Der erste Teil des Mannschaft fliegt am 12. August ins Trainingslager auf die südkoreanische Insel Jeju, wo sich die DLV-Athleten bereits vor der WM 2011 in Daegu den Feinschliff holten - und Harting sowie Storl danach Gold.

      Das Aufgebot des DLV

      Männer (35):

      100 m: Julian Reus (Wattenscheid), Sven Knipphals (Wolfsburg)

      200 m: Julian Reus (Wattenscheid), Robin Erewa (Wattenscheid)

      4 x 100 m: Julian Reus (Wattenscheid), Sven Knipphals (Wolfsburg), Lucas Jakubczyk (Berlin), Robert Hering (Leipzig), Alexander Kosenkow (Wattenscheid), Aleixo Platini Menga (Leverkusen)

      800 m: Robin Schembera (Leverkusen)

      5000 m: Richard Ringer (Friedrichshafen)

      10.000 m: Arne Gabius (Hamburg)

      110 m Hürden: Gregor Traber (Stuttgart), Matthias Bühler (Offenburg), Alexander John (Leipzig)

      20 km Gehen: Christopher Linke (Potsdam), Nils Brembach (Potsdam), Hagen Pohle (Potsdam)

      50 km Gehen: Carl Dohmann (Baden-Baden)

      Hochsprung: Eike Onnen (Hannover), Mateusz Przybylko (Leverkusen)

      Stabhochsprung: Raphael Holzdeppe (Zweibrücken), Tobias Scherbarth (Leverkusen), Carlo Paech (Leverkusen)

      Weitsprung: Fabian Heinle (Tübingen), Alyn Camara (Leverkusen)

      Kugelstoß: David Storl (Leipzig)

      Diskuswurf: Robert Harting (Berlin), Christoph Harting (Berlin), Martin Wierig (Magdeburg)

      Speerwurf: Thomas Röhler (Jena), Johannes Vetter (Saarbrücken), Andreas Hofmann (Mannheim), Lars Hamann (Dresden)

      Zehnkampf: Kai Kazmirek (Neuwied/LG Rhein-Wied), Michael Schrader (Dreieich), Rico Freimuth (Halle/Saale)

      Frauen (31):

      100 m: Verena Sailer (Mannheim), Rebekka Haase (Thum/LV 90 Erzgebirge), Gina Lückenkemper (Soest)

      4 x 100 m: Verena Sailer (Mannheim), Rebekka Haase (Thum/LV 90 Erzgebirge), Gina Lückenkemper (Soest), Yasmin Kwadwo (Mannheim), Alexandra Burghardt (Mannheim), Anna-Lena Freese (Brinkum)

      800 m: Fabienne Kohlmmann (Karlstadt), Christina Hering (München)

      100 m Hürden: Cindy Roleder (Leipzig)

      3000 m Hindernis: Gesa Felicitas Krause (Frankfurt/Main)

      Hochsprung: Marie-Laurence Jungfleisch (Tübingen)

      Stabhochsprung: Silke Spiegelburg (Leverkusen), Lisa Ryzih (Luwigshafen), Martina Strutz (Schwerin)

      Weitsprung: Lena Malkus (Münster), Sosthene Moguenara (Wattenscheid), Malaika Mihambo (Schwetzingen/LG Kurpfalz)

      Dreisprung: Kristin Gierisch (Chemnitz)

      Kugelstoß: Christina Schwanitz (Thum/LV 90 Erzgebirge)

      Diskuswurf: Julia Fischer (Berlin), Nadine Müller (Leipzig), Shanice Craft (Mannheim)

      Hammerwurf: Betty Heidler (Frankfurt/Main), Kathrin Klaas (Frankfurt/Main)

      Speerwurf: Christina Obergföll (Offenburg), Katharina Molitor (Leverkusen), Linda Stahl (Leverkusen), Christin Hussong (Zweibrücken)

      Siebenkampf: Carolin Schäfer (Friedrichstein), Claudia

      Sport.de

      Stabhochspringerin (21) nach Trainings-Unfall querschnittsgelähmt

      "Langer, schwieriger Weg" für Kira Grünberg

      "Der Weg, der auf Kira wartet, ist ein langer und schwieriger." Thomas Herzog, der Manager von Stabhochspringerin Kira Grünberg (21), äußerte sich am Freitag geschockt über die Diagnose Querschnittslähmung seines Schützlings. Die Tirolerin hatte am Donnerstag beim Training in Innsbruck eine schwere Halswirbelverletzung erlitten. Die Ärzte kämpften noch am späten Abend vergeblich gegen die Lähmung an.

      "Die Patientin ist am Donnerstag, 30. Juli 2015, nach einem schweren Trainingsunfall in die Innsbrucker Klinik eingeliefert worden. Es wurde ein Bruch der Halswirbelsäule festgestellt. Nachdem bereits vor der Operation eine Querschnittslähmung diagnostiziert wurde, musste die Patientin zur Stabilisierung der Halswirbelsäule und zur Vermeidung weiterer Schäden sofort von einem Team der Unfallchirurgie operiert werden", hieß es in einer Stellungnahme der Universitätsklinik Innsbruck. Grünberg liegt derzeit auf der Traumatologischen Intensivstation. Über den weiteren Verlauf würden die Untersuchungen der nächsten Wochen Aufschluss geben.

      "Auf Kira wartet ein langer Weg"

      Wie Thomas Herzog, der Manager von Grünberg, am Freitag mitteilte, sei "primäres Ziel der Operation der Erhalt der Lebensfunktionen" gewesen. Was die Diagnose der Querschnittslähmung betreffe, sei "von keinem positiveren Verlauf" auszugehen. Das impliziere das Karriereende. "Der Weg, der auf Kira wartet, ist ein anderer, langer, schwieriger." Auf Wunsch der schwer geschockten Familie Grünberg wollte Herzog keine Details zu den Verletzungen bekannt geben. Die Familie bittet, von Kontaktaufnahme abzusehen.

      "Die Auswirkung für unsere Leichtathletik ist vollkommen sekundär. Jetzt geht es nur um Kira. Wir hoffen, dass sich ihr Zustand entgegen der Prognose noch bessern wird", sagte der merklich mitgenommene ÖLV-Sportdirektor Hannes Gruber.

      Eltern mussten Unfall mit ansehen

      Grünberg hatte Donnerstagvormittag mit ihrem Training gerade erst begonnen, als sie bei einem Versuch über geringe Höhe mit dem Kopf voraus in den Einstichkasten stürzte. Ihr Vater Frithjof Grünberg, der auch ihr Trainer ist, und die Mutter waren in der Halle anwesend.

      Dass es sich um keinen Rekordversuch, sondern einen Sprung in Anfangshöhe handelte, bestätigte Manager Herzog. "Es war ein ganz normales Training, einer der Anfangssprünge. Kira hat nur acht Schritte gemacht. Bei einem Sprung in den Rekordbereich wären es 16." Grünberg hatte vergangenes Jahr bei der EM in Zürich mit 4,45 m, die zugleich österreichischen Rekord bedeuteten, sensationell das Finale erreicht. Am Samstag bei einem Meeting in Linz wollte sie auf die 4,50 m losgehen, die sie zur WM nach Peking gebracht hätten.

      ÖLV-Trainer Herwig Grünsteidl erläuterte den Aufwärmprozess beim Stabhochsprung so: "Normalerweise macht man am Anfang Sprünge mit kurzem Anlauf, greift den Stab niedrig, biegt ihn nicht. Die Füße gehen ganz nach oben, der Kopf nach unten. Wenn man beim Absprung zu weit weg oder zu nah ist, kann das verhindern, dass sich der Stab ganz aufstellt. Das ist im Stabhochspringen nicht unwahrscheinlich."

      Für jeden Sprung gelte, wenn etwas schiefgehe, könne es gefährlich werden. "Da sind sicher unglückliche Umstände zusammengekommen. Es ist ein Jammer. Den Sprung hat Kira sicher x-tausend Mal schon gemacht."

      Der Einstichkasten ist aus Metall oder aus Hartplastik. "Die Kraft, die bei so einem Aufwärmsprung wirkt, ist nicht dramatisch, aber Kopf voraus runter ist ein Wahnsinn. Mit Glück kann man sich mit den Händen abfangen. Die Höhe beträgt bei so einem Sprung vielleicht drei Meter, das ist nicht wirklich hoch, aber da hast du nicht viel Zeit, dass du was machst."

      Die Polizei Innsbruck hat ihre Erhebungen noch nicht vollständig abgeschlossen, es weise aber nichts auf ein technisches Gebrechen hin, hieß es auf Anfrage. Laut aktuellem Ermittlungsstand werde Fremdverschulden ausgeschlossen, der Betrieb in der Halle laufe weiter.

      krone.at

      Wie tragisch. Aber gerade bei derlei Sportarten kann so etwas schnell passieren.


      “For where all love is, the speaking is unnecessary. It is all. It is undying. And it is enough.”



      "I wanted ye from the first moment I saw ye. But I loved ye when ye wept in my arms that first night at Leoch. But now...I wake up every day, and I find that I love you more than I did the day before."