Schicksalhafte Begegnung

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    Es gibt 13 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Deirdre O'Connor.

      Schicksalhafte Begegnung




      Seitenanzahl: 236 Seiten

      Genre: Liebes-/Weihnachtsroman

      Taschenbuch

      Größe: A5




      Inhalt:

      April Maclean, ein junge Amerikanerin mit schottischen Vorfahren, beschließt wenige Tage vor Weihnachten ein Rundreise durch die Highlands zu machen. Als ihr Auto aufgrund eines Defektes inmitten eines Schneesturmes liegen bleibt, sieht sie sich dazu veranlasst, Zuflucht in einer kleinen Burg zu suchen. Hier begegnet sie Douglas Cameron und verliert ihr Herz an ihn. Das diese Gefühle auf Gegenseitigkeit beruhen, bleibt zunächst ungesagt. Doch April hält etwas vor ihm verborgen. Und letztlich sieht es so aus, als ob die schicksalhafte Liebe der beiden an diesem Geheimnis zu zerbrechen droht...





      “For where all love is, the speaking is unnecessary. It is all. It is undying. And it is enough.”



      "I wanted ye from the first moment I saw ye. But I loved ye when ye wept in my arms that first night at Leoch. But now...I wake up every day, and I find that I love you more than I did the day before."
      Leseprobe

      Dezember, irgendwo in den schottischen Highlands

      ‚Verdammter Mist‘, dachte April Maclean. Warum musste das Auto gerade in diesem Moment den Geist aufgeben?

      „Bitte, Baby geh nicht aus“, flehte sie inständig. „Ich bin hier irgendwo im Nirgendwo gelandet und kann es wirklich nicht gebrauchen, dass du mich im Stich lässt.“

      April, die das Lenkrad des kleinen Leihwagens so fest umklammerte, dass ihre Fingerknöchel weiß hervortraten, starrte geradeaus durch die Frontscheibe in die umherwirbelnden Schneeflocken.
      Und als ob ihre Gebete erhört worden waren, zeigte der Wagen zumindest insofern eine Reaktion, in dem er leise vor sich hin röchelte, und sich dann dafür entschied, wieder anzuspringen.
      April ließ den Atem, den sie angehalten hatte, langsam entweichen und flüsterte: „Danke.“
      Um das Auto wieder in Bewegung zu setzen, legte sie den zweiten Gang ein.
      Sie wusste, wie verloren sie war, wenn sie nicht bald einen Unterschlupf fand.
      In dem vorherrschenden Schneetreiben hatte sie offensichtlich die Abfahrt verpasst, die sie in Richtung Inverness hätte bringen sollen.
      Was sollte sie jetzt tun?
      Wenn nicht ein Wunder geschah, würde sie schon bald in diesem Schneesturm festsitzen, denn das der Wagen viel länger durchhielt, bezweifelte sie sehr stark.
      Suchend blickte sie in die aufkommende Dunkelheit, um vielleicht doch irgendwo die Beleuchtung eines Hauses oder einer Tankstelle auszumachen, und damit den Hinweis zu erhalten, nicht allein auf der Welt zu sein. Doch weit und breit war nichts weiter zu erkennen, als eine dicke weiße Schneedecke, unter der das Land ringsumher begraben lag.
      Moment mal. War dort nicht ein Weg, der eine scharfe Biegung nach rechts machte und in einen kleinen Wald hineinführte?
      Während sie sich diesem näherte, konnte sie das kleine gelbe Schild mit der Aufschrift „Westwood Forest B & B“ erkennen.
      Ohne noch einen weiteren Gedanken an etwas anderes zu verschwenden, hielt sie geradewegs auf den ziemlich ausgefahrenen Weg zu.
      Vielleicht hatte sie im B & B ja die Möglichkeit zu telefonieren, ihre Unterkunft in Inverness zu stornieren und für eine Nacht ein Zimmer zu bekommen.
      Ihr graute davor, bei Temperaturen, die weit jenseits des Gefrierpunktes lagen, im Auto übernachten zu müssen.
      Bereits wenige Minuten später hatte April die kurze Strecke hinter sich gebracht.
      Sie war unendlich erleichtert, als sie durch das kleine Wäldchen ein Licht schimmern sah.
      Wo Licht war, waren in jedem Fall Menschen, und somit jemand, der ihr bei der Lösung ihres Problems helfen konnte.
      ******

      Als hätte der kleine Nissan geahnt, dass das Ende der Reise gekommen war, gab er noch ein gurgelndes polterndes Geräusch von sich, dann erstarb sein Motor vollständig.
      Nur mit großer Mühe gelang es April, den Wagen an den Rand des Weges rollen zu lassen. Sie zog die Handbremse an und sah zum wiederholten Mal an diesem Tag in das Schneetreiben.
      Der Wind hatte im Laufe des Nachmittags immer mehr aufgefrischt und sich zu einem Blizzard entwickelt. Es war eiskalt, und wohin man auch blickte, war nichts weiter als eine große weiße Fläche zu erkennen.
      April griff nach dem auf dem Armaturenbrett befindlichen Autoatlas. Vielleicht war es ihr ja möglich, herauszubekommen, wo genau sie hier gelandet war. Da sie jedoch nicht wusste, in der Nähe welchen Ortes sie gestrandet war, legte sie den Atlas – ohne überhaupt hineingesehen zu haben – dorthin zurück, wo sie ihn hergenommen hatte.
      Sie lehnte sich auf ihrem Sitz zurück und schloss für einen Moment die Augen.
      ‚Toll. Ich bin allein inmitten einer mir unbekannten Einöde, und das Auto ist defekt. Wirklich großartig.‘ April seufzte.
      Ganz offensichtlich war ihre Idee, im Winter eine Reise durch die schottischen Highlands zu machen, nicht die beste gewesen.
      Allerdings hatte sie auch kein Verlangen danach verspürt, einem weiteren einsamen Weihnachten entgegenzusehen. Sie hatte daher kurzerhand beschlossen, Boston, ihrem Job und dem kleinen Apartment für vierzehn Tage den Rücken zuzukehren.
      Seit dem Tod ihrer Großmutter vor mehr als zwei Jahren hatte das Weihnachtsfest seinen Charme für sie verloren.
      Granny Maclean, bei der sie nach dem Autounfall ihrer Eltern aufgewachsen war, hatte es immer verstanden, diese Zeit zu etwas Besonderem zu machen. In Grannys Obhut hatte sie auch den Verlust der Eltern kaum gespürt.
      Doch Granny war tot.
      Am Sterbebett hatte ihr die Großmutter das Versprechen abgenommen, irgendwann einmal nach Schottland zu reisen, um die Wurzeln ihrer Herkunft zu ergründen.
      Sandra Hingston, Kollegin und Freundin in einer Person, hatte genau das befürchtet, was nun eingetreten war: Probleme. Aprils derzeitige Lage war mehr als misslich.
      „Ach was soll’s“, murmelte sie vor sich hin. „Machen wir das Beste daraus.“
      Sie zog sich die Mütze über die Ohren und wickelte den Schal fest um ihren Hals. Abschließend schloss sie die Knöpfe ihres Wollmantels.
      Ehe sie den Schritt hinaus in die Kälte wagte, streifte sie noch die Handschuhe über und griff nach ihrer Tasche. Erst dann öffnete sie die Autotür.
      In der Zwischenzeit hatte sich der ohnehin schon den ganzen Tag grau
      schimmernde Winterhimmel beinahe schwarz verfärbt. Nun würde es nicht mehr lange dauern, bis die Dunkelheit vollends hereinbrach.
      Da April nicht die Absicht hegte, draußen im Wald zu nächtigen, setzte sie sich in Bewegung und lief den kleinen schmalen Pfad entlang, der zum Haus hinaufführte.
      Umgeben von eisiger Kälte und Schneegestöber schien sich der Weg endlos in die Länge zu ziehen.
      Tatsächlich kamen ihr die wenigen Minuten wie mehrere Stunden vor.
      Abgesehen von den knackenden Geräuschen, die ihre Schritte beim Gehen hinterließen sowie dem unablässigen Pfeifen des Windes, der die Bäume zum Erzittern brachte, herrschte absolute Stille.
      Wäre ihre Lage weniger ernst gewesen, hätte April die Szenerie, die sich ihr bot, ganz sicher genossen.
      Der Weg wurde von unzähligen Tannen gesäumt, deren mit Schnee beladene Zweige und Äste im Dunkeln wundervoll glitzerten und die Welt in ein sanftes Licht tauchten.
      Am Ende des Weges angekommen, blieb sie stehen, um tief Luft zu holen. Ihr Atem zeichnete sich als weiße Rauchwolke ab. Wie gebannt blickte sie auf das Gemäuer, das nunmehr auf dem Hügel zu erkennen war.
      Es handelte sich bei dem Gebäude - entgegen ihrer bisherigen Annahme - weder um ein normales Haus noch um ein Cottage, sondern um eine sich in der Dunkelheit abzeichnende Burg…
      ******

      Bewegungslos verharrte April und starrte die Anlage mit weit aufgerissenen Augen an.
      Sie sah eine in der Art eines Wohnturmes errichtete Feste, die von wallenden Nebelschleiern umgeben war und nicht gerade einladend wirkte.
      Ein Furchtgefühl bemächtigte sich ihrer. Ihre bereits blau gefrorenen Lippen waren vollends taub. Schneeflocken hatten sich auf Augenlidern und Wimpern gesammelt und waren dort verkrustet.
      Trotz ihres Argwohns hatte April jedoch keine andere Wahl, als in das Gebäude hineinzugehen.
      Sie vergrub ihre behandschuhten und dennoch durchgefrorenen Hände in den Manteltaschen, und machte sich auf den Weg, um die Eingangstür dieses ominösen Etablissements zu erreichen.
      Nachdem sie sich dem Eingangsbereich weit genähert hatte, nahm sie zwei Dinge zur Kenntnis: Erstens fiel ihr sofort auf, dass der Haupttrakt der Anlage nicht besonders groß war, und zweitens sah es von ihrem derzeitigen Standort aus, als ob keine Menschenseele zugegen war.
      Um sich die aufkommende Angst zu nehmen, atmete April einmal tief durch und nahm dann den direkt zu der großen Doppeltür führenden Weg.
      Dort angekommen, zog sie ihre rechte Hand aus der Tasche, umfasste den großen aus angelaufenem Messing bestehenden Ring und klopfte an das Tor. Da sie nicht wusste, wie sie weiter vorgehen sollte, trat sie einen Schritt zurück und wartete darauf, dass sich irgendjemand bemerkbar machen würde.
      Doch nichts dergleichen geschah. Niemand kam herbeigelaufen, um sie hereinzubitten - und niemand antwortete ihr.
      April empfand das ganze Szenario als ziemlich unheimlich. Ihre Zähne begannen unkontrolliert zu klappern und ihr Körper erzitterte. Ob das nun der Kälte zuzuschreiben war oder doch eher der Furcht, die von ihr Besitz ergriffen hatte, konnte sie nicht mit Gewissheit sagen.
      Sie betätigte den Türklopfer ein weiteres Mal - kräftiger als zuvor. Dadurch erhoffte sie sich, irgendeine Reaktion seitens der Bewohner des Hauses heraufbeschwören zu können.
      Die Sekunden wuchsen zu Minuten an, während sie wartete.
      Und plötzlich erscholl eine Stimme aus dem Inneren des Gemäuers.
      „Wir haben keine freien Zimmer mehr. Verlassen Sie bitte das Gelände!“
      April, die die Stimme sogleich als die eines Mannes erkannte, versuchte festzustellen, aus welcher Richtung diese zu ihr gedrungen war und stotterte: „Entschuldigen Sie bitte, wenn ich hier einfach hereinplatze, aber mein Auto ist liegengeblieben. Ich wollte eigentlich nur fragen, ob es wohl möglich wäre, von hier aus ein Taxi zu rufen, das mich nach Inverness bringt, und eine Werkstatt zu informieren, damit sie sich den Schaden an meinem Wagen ansehen kann.“
      Als weitere Minuten verstrichen, ohne das April eine Antwort auf ihre Frage erhielt, wandte sie sich ab, um zu gehen.
      Doch ehe sie das Vorhaben in die Tat umsetzen konnte, erklang die Stimme wieder.
      „Kommen Sie herein, aber beeilen Sie sich. Und schließen Sie die Tür.“
      April sah sich suchend um, konnte den zu der Stimme dazugehörigen Mann aber nirgendwo entdecken.
      Sollte sie diese unheimlich wirkende Burg tatsächlich betreten? Oder tat sie besser daran, ihre Beine in die Hände zu nehmen und so schnell wie möglich das Weite zu suchen? Warum öffnete der Mann die Tür nicht selbst?
      Fragen über Fragen und keine Antworten.
      April beschloss, das Risiko auf sich zu nehmen. Alles war besser, als draußen in der Eiseskälte auszuharren.
      Sie stampfte mit den Füßen auf, um den Schnee loszuwerden, der sich an ihren Schuhsohlen festgesetzt hatte.
      Um wenigstens ein wenig Wärme in ihren Körper zurückzubringen, rieb sie heftig an ihren Armen. Allerdings bewirkte ihr Gezappel nicht viel. Sie fror noch ebenso erbärmlich wie zuvor.
      „Nun kommen Sie schon herein“, ertönte die Stimme wiederholt. „Oder wollen Sie sich draußen zu Tode frieren?“
      Noch immer unschlüssig, ob sie der Aufforderung tatsächlich Folge leisten sollte, betätigte April die Klinke, drückte die schwere aus Eichenholz bestehende Tür auf und trat ein. Durch den dabei entstehenden Windzug wurde ihr die Tür aus der Hand gerissen. Sie fiel hinter ihr mit einem ohrenbetäubenden Knall ins Schloss.
      Erschrocken sprang April zur Seite. Anschließend ließ sie ihren Blick umherschweifen.
      Sie sah einen kleinen Tisch und einen Sessel. Auf dem Tisch konnte sie ein aufgeschlagenes Buch und einen Kugelschreiber erkennen. Eine kleine Lampe verbreitete diffuses Licht und zauberte Schatten an die Wände des Raumes.
      Vorsichtig und argwöhnisch ging April vorwärts, um in das dahinter gelegene Zimmer hineinsehen zu können. Dort angekommen, rief sie:
      „Hallo? Ist hier jemand?“
      „Tragen Sie sich in das auf dem Tisch liegende Gästebuch ein, und setzen Sie sich. Ich werde in einer Minute bei Ihnen sein.“
      „Dann haben Sie doch noch freie Zimmer?“, fragte sie. Nunmehr in dem Glauben, sich bei ihrem Eintreffen verhört zu haben.
      Nach einem Moment des Zögerns antwortete der Mann: „Aye, die habe ich.“
      „Das ist großartig. Vielen Dank“, erwiderte April, die bereits mit zitternder Hand den Stift ergriffen hatte und damit begann, ihre Personalien einzutragen.
      ******


      “For where all love is, the speaking is unnecessary. It is all. It is undying. And it is enough.”



      "I wanted ye from the first moment I saw ye. But I loved ye when ye wept in my arms that first night at Leoch. But now...I wake up every day, and I find that I love you more than I did the day before."
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      “For where all love is, the speaking is unnecessary. It is all. It is undying. And it is enough.”



      "I wanted ye from the first moment I saw ye. But I loved ye when ye wept in my arms that first night at Leoch. But now...I wake up every day, and I find that I love you more than I did the day before."
      Vielen Dank für das liebe Feedback. <3


      “For where all love is, the speaking is unnecessary. It is all. It is undying. And it is enough.”



      "I wanted ye from the first moment I saw ye. But I loved ye when ye wept in my arms that first night at Leoch. But now...I wake up every day, and I find that I love you more than I did the day before."