"The Old Forge" auf der schottischen Halbinsel Knoydart dürfte der abgelegenste Pub in Europas sein. Keine Straßen führen dorthin, nur ein 25 Kilometer langer Wanderweg.
Eine 9-stündige Wanderung führt durch Schottlands Highlands zum „einsamsten Pub“ des Landes. Bergführerin Lizzie Buchanan begleitet Touristen durch Regenwald-ähnliche Landschaften, vorbei an klaren Wasserfällen und Fjorden. In Inverie angekommen, erwartet sie ein Pub mit bewegter Geschichte - heute betrieben als Dorfgemeinschaft. Wer nicht laufen will, kommt per Boot.
Das Kilchoan Estate bei Dunton auf der Halbinsel Knoydart soll im Juni zweitausendsechsundzwanzig eröffnen: mit fünf Cottages und einem Spa.
Angesichts der wachsenden Unruhe in der Welt boomt eine Form des Reisens, die auf Wellness, Natur und vor allem auf Stille setzt.
Wer all das sucht und dazu noch die spektakulären Landschaften der Schottischen Highlands, für den könnte dieses neue Retreat genau das Richtige sein.
Kilchoan Estate by Dunton soll im Juni 2026 eröffnen. Das Anwesen liegt auf der Halbinsel Knoydart zwischen Loch Nevis und Loch Hourn. Es befindet sich im abgelegensten Teil des britischen Festlandes und ist nur zu Fuß über einen rund 27 Kilometer langen Weg ab Glenfinnan oder per Fähre in etwa 30 Minuten ab Mallaig erreichbar.
Es ist das erste europäische Haus von Dunton. Die Marke spezialisiert sich auf designorientierte Retreats in abgeschiedenen Lagen. Zu den weiteren Häusern gehören Dunton Hot Springs und das Skigebiet Lumière by Dunton in Telluride, beide im US-Bundesstaat Colorado.
Wer all das sucht und dazu noch die spektakulären Landschaften der Schottischen Highlands, für den könnte dieses neue Retreat genau das Richtige sein.
Kilchoan Estate by Dunton soll im Juni 2026 eröffnen. Das Anwesen liegt auf der Halbinsel Knoydart zwischen Loch Nevis und Loch Hourn. Es befindet sich im abgelegensten Teil des britischen Festlandes und ist nur zu Fuß über einen rund 27 Kilometer langen Weg ab Glenfinnan oder per Fähre in etwa 30 Minuten ab Mallaig erreichbar.
Es ist das erste europäische Haus von Dunton. Die Marke spezialisiert sich auf designorientierte Retreats in abgeschiedenen Lagen. Zu den weiteren Häusern gehören Dunton Hot Springs und das Skigebiet Lumière by Dunton in Telluride, beide im US-Bundesstaat Colorado.
„Kilchoan Estate verkörpert eine sehr persönliche Vision für Dunton – sie gründet auf Verantwortung, Authentizität und tiefem Respekt für diesen Ort“, sagte Edoardo Rossi, Executive Vice President von Dunton.
„Es geht nicht einfach um eine Neueröffnung, sondern um die Wiederbelebung einer geschichtsträchtigen Highland-Landschaft. Gäste sollen ein außergewöhnliches Gefühl von Abgeschiedenheit erleben, ohne auf die Wärme, Gastfreundschaft und kulinarische Qualität zu verzichten, für die unsere Marke steht.“
Kilchoan Estate by Dunton: Das erwartet Gäste
Zum Start öffnet Kilchoan Estate by Dunton mit fünf privaten Stein- und Holzhäusern mit zwei bis fünf Schlafzimmern. Zwei weitere Cottages sollen Anfang 2027 hinzukommen.
Das Londoner Studio Waldo Works hat die Gebäude umfassend renoviert. Naturmaterialien wie Stein, Kiefernholz und Schiefer lassen die Häuser harmonisch in der Landschaft verschwinden.
Innen richtet sich der Blick auf Designerinnen und Designer aus Schottland: Tische von Angus Ross und Leuchten von Adam Ross treffen auf Textilien britischer und irischer Manufakturen, darunter Bute, Mourne Textiles und The Isle Mill.
Kulinarisch stehen saisonale Menüs mit Produkten aus der Umgebung im Mittelpunkt. Die Mahlzeiten werden im Haupthaus, dem Long House, serviert.
Auf dem rund 13.000 Acres großen Anwesen gibt es viel zu entdecken – von Bergwanderungen und Wildschwimmen bis zu Angeln und Kajaktouren. Kilchoan Estate bietet geführte Naturspaziergänge an; mit etwas Glück sehen Gäste Rothirsche, Steinadler und Meerestiere. Außerdem lassen sich Bootsausflüge entlang der Küste buchen.
Nach einem langen Tag an der frischen Luft können Gäste im Spa entspannen, das über eine Sauna und ein Yoga-Studio verfügt.
Knoydart eignet sich zudem hervorragend für Sternbeobachtung, denn hier gibt es kaum Lichtverschmutzung.
Die Preise beginnen bei 1.100 Pfund (1.260 Euro) pro Nacht für zwei Gäste; alle Mahlzeiten, Weine und Spirituosen sowie die Fährtransfers sind inbegriffen.
Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz übersetzt und ursprünglich veröffentlicht auf Englisch.
Er wäre allergisch, erklärt ein Taxifahrer in Schottland, als er einem blinden Mann und seinem Assistenzhund die Mitfahrt verwehrte. Jetzt hat ein Gericht entschieden, ihm zeitweilig seine Lizenz zu entziehen.
Erst seit knapp einem Jahr hatte Taxifahrer Abdulsalam I. seine Lizenz, jetzt wurde er suspendiert: Aufgrund von Diskriminierungsvorwürfen musste sich I. am Mittwoch vor dem North Ayrshire Licensing Committee im Süden Schottlands verantworten. Er hatte sich geweigert, einen Blindenhund, seinen Besitzer und seine Frau im Taxi mitzunehmen, wie der schottische Nachrichtensender "STV News" berichtet.
Keine Mitfahrt für Blindenhund und Besitzer: Taxifahrer entschuldigt sich
"Die Richtlinien von North Ayrshire zu Blindenhunden wurden nicht eingehalten und ohne triftigen Grund gegen die Vorschriften zur Beförderung von Fahrgästen verstoßen", erklärte der zuständige Lizenzbeamte Drew Robertson. "Seit zwölf Jahren ist der 71-jährige McDonald als blind registriert, und vor drei Jahren bekam er Laurence, einen Pudel-Labrador-Mischling", so Robertson weiter.
Der Hund sei auf seiner Leine zudem als Blindenhund ausgewiesen. Taxifahrer I. verwehrte die Mitnahme dennoch ohne triftigen Grund, wie das Video eines Passanten festhielt. Aufgrund seiner Hundeallergie könne er McDonald, seine Frau und Laurence nicht transportieren, hätte er sich gegenüber dem Paar erklärt. Vor Gericht gab er schließlich zu, gelogen zu haben. Stattdessen hätte ihn seine Angst vor Hunden zu der Tat verleitet.
"Wir nehmen das sehr ernst, und der Ausschuss wird sehr hart gegen Taxifahrer vorgehen, die das Gesetz und die Regeln nicht befolgen", äußerte Stadträtin Christina Larsen. I. wurde in der Folge für 14 Tage vom Dienst suspendiert, seine Lizenz allerdings trotzdem verlängert.
Blindenhund abgelehnt: Die gesetzliche Lage
In Großbritannien gelten klare Gesetze, die Taxidienstleister verpflichten, blinde Menschen und Personen mit anderen Einschränkungen zu befördern. Die einzige Ausnahme wäre ein ärztlich bestätigter, medizinischer Grund. Unter dem Equality Act von 2010 ist es illegal, Fahrgäste wegen ihrer Einschränkung oder weil sie mit einem Assistenzhund reisen, abzulehnen oder schlechter zu behandeln.
Bei Verstößen drohen Geldstrafen bis zu 1000 Pfund (circa 1150 Euro) und der Verlust der Lizenz. Trotzdem gilt Diskriminierung im Alltag immer noch als weit verbreitet: Studien und Umfragen des britischen Blindenzentrums RNIB und der Wohltätigkeitsorganisation Guide Dogs haben ergeben, dass mehr als drei Viertel der Menschen mit Blindenhund schon einmal Zugang zu Dienstleistungen verweigert bekamen – vor allem in Geschäften, Restaurants oder dem Taxi.
Die Strafzölle von US-Präsident Donald Trump haben messbare Auswirkungen auf die schottische Whisky-Industrie. Wie der Verband Scotch Whisky Association mitteilte, gingen 2025 die Exportwerte für die USA im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozent auf umgerechnet rund 1,1 Milliarden Euro zurück.
Im Zeitraum von Mai bis einschließlich Dezember 2025 – für den Trumps Strafzölle in Höhe von zehn Prozent galten – fiel der Exportwert um sieben Prozent. »Die Branche bekräftigt ihre Forderung nach einer Rückkehr zum zollfreien Handel mit den USA«, teilte der Verband mit.
Weltweit gingen die schottischen Whisky-Exporte 2025 im Wert um 0,6 Prozent zurück. Für den Export nach Deutschland stiegen die Werte dagegen um 4,6 Prozent auf 177 Millionen Pfund (umgerechnet rund 200 Millionen Euro).
Auf der Insel Sanday im schottischen Archipel der Orkney sind in den vergangenen Wochen ungewöhnlich viele alte Kunststoffabfälle angespült worden. Laut einem Bericht der BBC fanden am Strand von Howar Sands freiwillige Helfer Hunderte Plastikflaschen und zahllose kleine Styroporpartikel. Mehrere der Flaschen stammen aus den 1960er- und 1970er-Jahren und tragen Hinweise auf eine Herkunft aus Neufundland und Labrador in Kanada.
Entdeckt hat den Retro-Müll David Warner. Er organisiert Strandreinigungen und berichtete von einer noch nie da gewesenen Menge an Abfall. Während er mit seiner Gruppe im letzten Jahr 42 Flaschen sammelte, sind es in diesem Jahr bereits mehrere Hundert. Besonders problematisch: winzige Polystyrolstücke. Auf einem einzigen Quadratmeter zählte er so viele Partikel, dass seine Equipe den Strand kaum vollständig reinigen konnte.
Der betroffene Strand ist als Schutzgebiet für brütende Vögel ausgewiesen, was die Verschmutzung auch für die Tierwelt riskant macht.
Trotz der ernüchternden Lage will Warner reagieren. Er plant eine offizielle Strandreinigungsgruppe und erwägt, aus dem gesammelten Plastik eine Skulptur zu schaffen, um auf das Problem aufmerksam zu machen. Dafür wurde der « Sanday Community Craft Hub» ins Leben gerufen, ein kreatives Gemeinschaftszentrum auf der Orkney-Insel Sanday.
Aus Plastikmüll wird Kunst
Dort präsentieren lokale Künstler und Handwerker ihre selbst gemachten Werke wie Textilien, Keramik, Schmuck und Fotografie und betreiben zugleich ein kleines Café. Rund 70 Mitglieder aus der lokalen Szene zählt der Hub.
Bei der Frage, was den Retro-Müll an die Küste getrieben hat, sprechen die Fachleute von einer außergewöhnlichen Wetterlage: Kräftige südöstliche Winde seien dafür verantwortlich.
Laut der britischen Meeresschutzgesellschaft Marine Conservation Society gelangen «historische Abfälle» häufig nach saisonalen Stürmen an Land. Zudem würden erodierende Küstendeponien zusätzlich alten Müll freisetzen. Plastik verschwinde nicht, sondern bleibe über Jahrzehnte im Meer und könne Ozeane überqueren.
„Man tritt vor die Tür und steht in der Mitte vom Nirgendwo!“ vermerkte einst ein Besucher im Gästebuch des Garvault House Hotels. Passenderweise hängt über just jener Pforte eine Tafel, die den Umstand noch bestätigt: Großbritanniens abgelegenstes Hotel. Und dennoch wird ein jeder, der den Weg hierhin findet, unwillkürlich in den mystischen Bann dieses eigentümlichen Szenarios gezogen. Jener Gast nämlich brachte mit seinen Worten die besondere Faszination des Ortes, der er selbst erlegen war, zum Ausdruck.
Als Garvault House um 1900 als privates Jagdhaus errichtet wurde, verschwendete die Menschheit noch kaum Gedanken an Umwelt- oder Naturschutz, geschweige an den noch unbekannten und heute von manchem Zeitgenossen gar verpönten Begriff Klimawandel. So war den Erbauern zwar klar, dass ihr Haus inmitten einer vermeintlichen landschaftlichen Ödnis lag, inmitten unendlicher Torfmoore, durchzogen von kleinen Wasserläufen und winzigen Teichen mit einigen markanten Hügeln darum herum, bevölkert von Rotwild und einer beeindruckend vielfältigen Vogelwelt. Aber dass es sich um ein auf dem Erdenrund einzigartiges Gebiet handelt, wurde selbst manchem Schotten erst bewusst, als es die UNESCO im Sommer 2024 in den Status einer Weltnaturerbestätte erhob. Seither genießt das Flow Country im hohen Norden der britischen Insel ungewohnte Aufmerksamkeit als bedeutungsvolles Ökosystem und überaus spannende, mithin erst auf den zweiten Blick wirklich erkennbare Facette des Hochlandes.
Trotz der nicht nur sprichwörtlichen, sondern auch hautnah fühlbaren Abgeschiedenheit des Hauses brilliert Garvault House durch einen typisch britischen, mithin leicht exzentrischen Charakter, den populäre Schriftsteller jeglichen Genres kaum besser hätten umschreiben können, um ihn sogleich als atmosphärisch dichte Location für mancherlei Geschehnis zu nutzen. Nein, man braucht hier keine Angst zu haben, sollte sich vielmehr auf die besondere Gelassenheit und Aura einlassen, die die Besitzer, die gebürtige Österreicherin Eva und ihr schottischer Partner Adrian Aderyn, kreierten und die die wunderbar, leicht ins Chaotische abgleitende Einrichtung und beinahe liebevoll unaufgeräumt wirkende Dekoration widerspiegeln. Das ist überhaupt nicht negativ gemeint; im Gegenteil: es fühlt sich eher an wie ein Nach-Hause-Kommen in die gute Stube.
Da stehen dicke alte Bücher im Regal, lassen plüschige Ohrensessel vermuten, ihren mächtigen Polstern nicht mehr entfliehen zu können, warten Schachfiguren geduldig auf ihren Einsatz, ziehen leicht vergilbende Familienfotos die Blicke auf sich, erzählen ihre Geschichten. Nur der große TV-Bildschirm fehlt. Vermisst wird die Flimmerkiste indes nicht, die Fenster bieten stets beste Unterhaltung. Am Tag mit stetem Wechsel vorbeiziehender, beeindruckender Wolkenformationen und imposanten Regenbögen, des Nachts mit einem unvorstellbar, fast greifbar nahen Sternenhimmel und gern auch einem eindrucksvollen Nordlicht-Schauspiel. Unbedingt erwähnenswert aber auch das schwere, große Buch mit dem leicht zerfledderten Einband gleich neben dem Eingang, das sich als Logbuch aus den 1940er Jahren herausstellt und Eintragungen der anwesenden Fischer enthält als Garvault als Angler-Lodge diente.
Unterstrichen wird das ganze Ambiente noch durch die Anwesenheit von Ollie Hofer. Ein Österreicher, der sich schockverliebte und zum allgegenwärtigen Faktotum, zum guten Geist des Garvault House mutierte. Alle Hausgäste hängen an seinen Lippen und lauschen den redegewandten Erzählungen manch einer skurrilen Anekdote, aber auch seinen Plänen für die anstehenden Mahlzeiten, die, von Ollie kreativ und bodenständig inszeniert und zubereitet, von allen Gästen gemeinsam am großen Tisch im Esszimmer eingenommen werden. Das mächtige Möbel mit der Marmorplatte stammt aus der Zeit um 1900 und stand einst im legendären Wiener Café Mozart, könnte seinerseits manch Geschichte zum Besten geben. Bei einem Dram oder einem Pint lokalen Biers erzählt Ollie an der Theke der kleinen Hausbar von der Nachhaltigkeit Garvaults, von der eigenen Energieversorgung und schwankender Internetverbindung, auf die man eigentlich getrost verzichten kann.
Die vermeintlich eintönige, beim Vorbeifahren beinahe langweilig wirkende Landschaft draußen vor der Tür entwickelt ihre ganz eigene Magie, scheint permanent mit jedem Sonnenstrahl ihre Farbe zu verändern, sich immer neu zu erfinden. Und tatsächlich findet sich auf dem kurzen, eigens angelegten Erkundungspfad rund um den wenige Kilometer entfernten und nahe bei der Bahnstation Forsinard, mit kleiner Flow Country Ausstellung, gelegenen »Flows Lookout«, einem hölzernen Aussichtsturm, der wie ein Baumstumpf aus der Fläche herausragt, eine schier atemberaubende, vor allen Dingen pflanzliche Vielfalt. Denn das Leben in dieser auf der Welt nahezu einzigartigen und Europas größten Hochmoorlandschaft zwischen den markanten Hügeln ist erst im Detail erkennbar, in Form einer überwiegend endemischen Flora aus teils fleischfressenden, aus der Nähe betrachtet faszinierenden Pflanzen, Gräsern und speziell Moosen, die auf dem gigantischen CO²-Speicher wachsen.
„Von hier oben erkennst Du sehr gut den Charakter dieser Landschaft, die zu jeder Jahreszeit toll aussieht.“ Professor Roxanne Anderson doziert auf der Aussichtsplattform des Lookout überaus enthusiastisch über das Flow Country, den langen bürokratischen Weg bis hin zur UNESCO-Auszeichnung, es dauerte letzten Endes bald 40 Jahre, und ihre ganz eigene Begeisterung für die ob ihrer Ödnis ehedem gern, irgendwie wohl auch glücklicherweise ignorierte Region. „Wasserflächen wechseln sich ab mit Bachläufen und moorigem Areal, bilden optisch einen kleinteiligen Flickenteppich, der permanenter Veränderung unterworfen ist, aber sich mit dem wechselhaften Klima zu arrangieren gelernt hat. Ideal für viele Pflanzenarten und Insekten, Amphibien und Vögel.“ Torfabbau zur Energiegewinnung, zum Verfeuern im Kamin, darf hier nicht mehr betrieben werden. An einigen Stellen, so bei der alten Brücke am Crask Inn weiter westlich von hier, lässt sich dies noch exemplarisch nachvollziehen.
„Und die Nadelwälder, die man verschiedentlich in der Ferne erkennen kann, stammen aus der Epoche, als man begann die Moore trocken zu legen und versuchte sie für die Land- und Forstwirtschaft urbar zu machen. Dieser Versuch schlug glücklicherweise fehl. Man erkannte plötzlich den unschätzbaren ökologischen Wert der meterdicken Moorschichten, die immense Mengen an Kohlendioxid zu binden vermögen. Wieviel genau, darüber lässt sich nur spekulieren.“ So werden die noch bestehenden Wälder nach und nach wieder abgeholzt, um die Ursprünglichkeit des seit der letzten Eiszeit vor 10.000 Jahren gewachsenen Ökosystems Flow Country wiederherzustellen. Einige, wenige Wanderwege durchziehen diese bemerkenswerte baum- wie strauchlose Region von Caithness und Sutherland, während Info-Tafeln über ihre faszinierenden Eigenschaften Auskunft geben.
Lars bricht nach einer Lebenskrise alle Zelte ab und zieht auf die Hebriden. Im Winter wird es kaum hell, es gibt nur ein Café und die schottische Einsamkeit wird zur Härteprobe.
Der gebürtige Nattheimer Lars wagt das große Abenteuer und verlässt Deutschland. Der Polizist wird Austernfischer auf einer einsamen schottischen Insel.
Zwei Tage dauert es von Deutschland aus, will man Lars in seiner neuen Heimat auf der 120-Einwohner-Insel Colonsay besuchen.
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120 Einwohner ist natürlich wenig. Doch mich reizt das, man muss es erleben. Ich habe mich infiziert. Ich habe zu lange in Großstädten gelebt.
So schwärmt Lars von "seiner" schottischen Insel, die mitten im Atlantik liegt. Zweieinhalb Stunden vom Festland entfernt. Wo im Winter die Stürme pusten und im Sommer karibisch anmutende Strände locken.
Der SWR hat Lars ein paar Monate begleitet.Wie ihm sein Neustart auf der Insel gelingt, wie er sich als Austernfischer auf der Farm des Schwiegervaters schlägt, wie er eine waghalsige Schwimm-Challenge plant und gegen die Einsamkeit kämpft, könnt ihr hier im Film sehen.
Lars arbeitete über 20 Jahre als Polizist
Lars ist im baden-württembergischen Nattheim (Kreis Heidenheim) groß geworden. Dort hatten die Eltern eine Metzgerei. Doch Lars will raus aus der Kleinstadt. Die Arbeit zieht ihn schließlich nach München. Über 20 Jahre arbeitete der 50-Jährige als Polizist.
Eine schwierige Trennung bringt sein Leben ins Wanken. Dann erlebt er auch noch eine schreckliche Situation im Job. Lars will nur noch weg, raus aus Deutschland und der Großstadt:
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Irgendwann habe ich zu Sandy gesagt, ein neues Leben auf der Insel, das wäre doch was. Lass uns gehen, alles hinter uns lassen. Und sie hat zugestimmt.
Lars, gebürtiger Nattheimer
Sandy ist Lars' neue Frau. Gemeinsam haben sie einen Sohn. Sandy weiß, worauf sie sich einlässt: Die Anwältin ist auf Colonsay groß geworden. Doch vieles hat sich seit ihrer Kindheit dort verändert, so gibt es kaum noch junge Menschen dort:
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There are not many people in our age range. There are few people in their 20ies up to their 50ies. The rest is older. So we need to make our own entertainment.
Das Wohnzimmer ist der wärmste Raum im 100 Jahre alten Haus, das Lars und Sandy auf der Insel bewohnen. Gebadet wird wie früher im Zuber am warmen Ofen.
Im Winter gibt es nur ein kleines Café
Es gibt kein Kino auf Colonsay und schlechten Handy-Empfang. Im Winter öffnet nur das einzige kleine Café. Von November bis März ist es fast nur dunkel und die Fähre kommt selten. Und Lars? Der war bisher ein sehr umtriebiger Mensch, ein Eisschwimmer und Extremsportler, der schon einige Berufe erlernt hat: "Ich bin Metzger, Metzgermeister, Marineoffizier, Schiffskoch, Polizist und jetzt eben Austernfarmer." Doch nun ist er überzeugt, dass es das auch ist:
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Das ist meine letzte Station, zumindest mein letzter Beruf, den ich erlerne.
Lars, Austernzüchter
Die Arbeit mit den Austern ist körperlich sehr fordernd. Es sind oft die gleichen Bewegungen wie hier wenn 100.000 Babyaustern ausgebracht werden müssen.
"Und die letzte Station soll unbedingt ruhiger werden", sagt Lars, der gerade auch in Elternzeit ist. Ruhiger als auf Colonsay geht es tatsächlich kaum, die Landschaft dort ist in wahres Juwel. Eingerahmt von typischen Highland-Hügeln mit vielen Schafen, brechen sich an Lars Lieblingsstrand die wilden Wellen des türkisblauen Atlantiks:
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Wenn das Licht gut steht, schaut das echt karibisch aus und du hast das an der ganzen Küstenlinie. Und ich kann das jetzt jeden Tag haben.
Im Sommer ist es traumhaft schön auf der Insel mitten im Atlantik, im Wetter wird es dagegen kaum hell und es gibt viele Stürme. Lars und seine Familie sind dann viel auf sich gestellt.
Beruhigende Stille
Lars beruhigt diese Stille. Doch genau in dieser Idylle holt ihn auch immer wieder seine Vergangenheit ein und er denkt an seine Familie in Deutschland. Und der Winter auf der Insel ist noch lang. Viele Inselbewohner- und bewohnerinnen fliehen zu dieser Zeit deshalb aufs Festland. Lars will aber bleiben.
Getreide, Wasser und Hefe – Whisky ist simpel und doch komplex im Geschmack und sollte in keiner Hausbar fehlen. Wir haben einen Top-Whisky-Experten in Deutschland nach seinen liebsten Brennereien und Destillerien gefragt und stellen die besten Whisky-Sorten vor.
Aus Jever in Norddeutschland versorgt Jürgen Setter eine stetig wachsende Fangemeinde mit ausgewählten Whisky-Sorten. Der promovierte Chemiker doziert seit über 35 Jahren über die diversen Aromen und Geschmacksstoffe. Er war auch der Erste, der in Deutschland einen Online-Shop für Whisky ("Scoma", steht für: Scotch Malt) aufgebaut hat. Seit 1977 – und damit lange vor dem aktuellen Whisky-Trend – verschickt Setter die Spirituosen aus seinem Shop durch ganz Deutschland.
Wir wollen von Jürgen Setter wissen: Welche Destillate sollte ein Whisky-Fan in seine Sammlung edler Spirituosen aufnehmen?
Welche Single Malts haben ihn selbst im unüberschaubaren Markt der Whiskys überzeugt? Die Antworten des Experten beinhalten einige Marken, die nicht unbedingt auf jeder der Einkaufsliste stehen.
Der Klassiker für alle Fälle: Auchentoshan 12 Jahre
Beginnen wir mit einem der süßen Whiskys. "Der zwölfjährige Auchentoshan ist ein Klassiker aus den schottischen Lowlands", sagt Setter im Gespräch mit t-online.de. "Das Aroma trägt Spuren von Crème brulée, getragen von sanften Zitrusfrüchten, die die Nase umschmeicheln. Der Brand zeigt sich glatt im Gaumen und süß mit einem Hauch von Mandarinen und Limonen. Im Nachklang zeigt sich der Auchentoshan leicht mit deutlicher Süße."
Setters Urteil: "Ein weicher Single Malt, besonders für Einsteiger gut geeignet."
Der Wärmende: Balvenie 12 Jahre Double Wood
Der zwölfjährige Balvenie ist ein Brand, der aus der Speyside in Schottland stammt und zunächst zwölf Jahre lang in Fässern aus amerikanischer Eiche reift, in denen zuvor Bourbon gelagert hat. Anschließend lagert der Whisky weitere sechs Monate in alten Sherry-Fässern.
Setters Urteil: "Aromen: Sherry, Orangenschale. Geschmack: Sherry, Orange, Nuss, Heidekraut, Anflug von Zimt. Nachklang: lang und gut wärmend."
Der Süße: Glendronach 12 Jahre
Diesen schottischen Whisky hatten wir bislang nicht auf der Einkaufsliste – der Glendronach ist in Deutschland noch weitgehend unbekannt. Der Speyside Malt reift mindestens zwölf Jahre in einer Kombination aus spanischen Pedro Ximénez- und Oloroso-Sherry-Fässern.
Experte Setter sagt: "Aroma: süß, cremige Vanille, Spur von Ingwer, Herbstfrüchten und Gewürzen. Geschmack: reich, cremig, seidig und mild, reichlich Sherrysüße und Rosinen. Nachklang: lang und voll mit Anklang von nussigen Noten."
Setters Urteil: "Fruchtig mit einer schönen Sherrysüße. Ein besonders toller Malt für Frauen, aber natürlich auch für Männer."
Faszinierender Nachklang: Bushmills 16 Jahre
Nun ein Abstecher in den Norden von Irland: Die Bushmills-Destillerie ist eine der ältesten der Welt – sie wurde im 18. Jahrhundert erstmals erwähnt, offizielles Gründungsjahr ist 1784. Eine Brennerei-Lizenz aus dem County Antrim stammt allerdings schon von 1608.
Dieser Single Malt reifte 16 Jahre in drei unterschiedlichen Fasstypen – Sherry, Bourbon und Portwein. Setter konstatiert: "Aroma: Mandeln, Vanille, Eiche, Portwein. Geschmack: Honig, Nuss, geröstetes Holz, süßer Portwein. Nachklang: faszinierend lang, trocken, mit einer Weinnote und dunkler Schokolade."
Setters Urteil: "Sehr weich, leicht süßlich, wunderbar auch für Frauen geeignet."
Der Sanfte: Woodford Reserve
Diesen etwas fruchtigeren Whiskey hat hierzulande ebenfalls kaum jemand auf dem Schirm: Woodford Reserve. Die traditionsreiche Destillerie ist die einzige in den USA, die Bourbon im dreifachen Pot-Still-Verfahren herstellt. Das sind Brennblasen, die in einem langen Schwanenhals enden. Dadurch werden eher ölige Anteile herausgefiltert. Der Maisanteil beträgt 72 Prozent.
Setters Urteil: "Aroma: sehr sanft mit Eindrücken von Karamell und Crème brulée. Geschmack: weich mit Eindrücken von Aprikosen und Kakao, gefolgt von würzig-bitteren Roggennoten. Nachklang: lang mit einem sanften Eichenholz-Finish."
Aus besonders reiner Quelle: Ardbeg 10 Jahre
Nun zu einem Whisky von Islay: Die Ardbeg Destillerie rühmt sich mit ihrer Privatquelle. Das Wasser des schottischen Loch Uigeadail soll besonders weich und rein sein. Setter erklärt: "Die Gewässer dieses Sees fließen über Felsen und Torfmassen, die dem Wasser die perfekten Eigenschaften für die Herstellung von Whisky geben."
Setters Urteil: "Aromen: ausgeprägte Torfrauchnote, harmonisch, frisch. Geschmack: sanfter Beginn, dann voll und intensiv mit Noten von Phenol, Jod- und Meeresaromen. Nachklang: langer Abgang."
Der Rauchige: Highland Park 18 Jahre
Highland Park ist die nördlichste Brennerei in Schottland auf den Orkney-Inseln, die einst von den Wikingern besiedelt wurden. Hier wird ein markanter Whisky gebrannt. Der 18-jährige Highland Park ist recht rauchig – aber noch mit leicht süßen Aromen.
Setter bescheinigt diesem schottischen Whisky: "Aroma: ausgewogene, rauchige Note, süßlich, Heidekraut. Geschmack: ausgereifte, abgerundete, rauchige Süße mit vollmundigem Malzton. Nachklang: hintergründig mit einem Nachklang von Heidekraut."
Setters Urteil: "Alles in allem ein leicht rauchiger Single Malt – und ein guter Einsteiger in die Rauch-Klasse."
Whisky pur oder mit Wasser?
An dieser Frage scheiden sich die Geister. Während ein Teil der Whisky-Liebhaber seinen Whisky pur (und nur pur) genießen will, verdünnt ein andere Teil der fangemeinde seinen Whisky mit Wasser. Dies dient der Reduzierung des hohen Alkoholgehalts des Getränks. Empfehlenswert ist ein geschmacksneutrales Wasser (zum Besipiel destiliertes Wasser), damit der Eigengeschmack des Whiskys nicht verändert wird.
Für all die Puristen, die kein Wasser an ihren Lieblingswhisky lassen möchten, ihn allerdings gerne gekühlt trinken, gibt es spezielle Whiskysteine zum Kühlen, die entweder aus Edelstahl oder Stein wie Basalt oder Speckstein hergestellt sind. Diese können im Eisfach des Kühlschranks vorgekühlt, immer wieder verwendet werden und verwässern das Getränk nicht.
Bei Whisky zählt der persönliche Geschmack
Ob Sie nun schottische Whiskys oder einen Whiskey aus Irland oder den USA bevorzugen, kommt allein auf Ihren persönlichen Geschmack an. Gute Brennereien finden sich in allen Regionen traditioneller Whiskyproduktion. Wir halten es mit Humphrey Bogarts (angeblich) letzten Worten: "Ich hätte nie von Scotch auf Martini umsteigen sollen."
London · Im Jahr 2020 reisten Prinz William und seine Frau Kate mit dem Zug noch 2000 Kilometer durchs Land. Jetzt will König Charles auf andere Transportmittel zurückgreifen – und damit Kosten sparen.
Aus nach mehr als 150 Jahren: In Großbritannien stellt die Monarchie aufgrund von Sparmaßnahmen den Betrieb des königlichen Zuges ein. Im Rahmen der am Montagabend veröffentlichten Jahresbilanz des Königshauses teilte der Schatzmeister von König Charles III., James Chalmers, mit, dass er das berühmte Transportmittel aufgrund der hohen Kosten außer Dienst gestellt habe. Stattdessen habe er den Einsatz von zwei Hubschraubern für die Beförderung der Königsfamilie genehmigt.
Der königliche Zug sei „seit vielen Jahrzehnten ein Teil des nationalen Lebens, der von allen Beteiligten geliebt und gepflegt wird“, sagte Chalmers. Im Rahmen von Charles' Bemühungen zur Modernisierung des Königshauses sowie zur Senkung seiner Aufwendungen sei jedoch „auch die Zeit gekommen“, sich von dem Zug zu verabschieden, sagte Chalmers. Er verwies auf die Bemühungen des Königshauses, „bei der Vergabe von Mitteln diszipliniert und zukunftsorientiert vorzugehen“.
Der Zug wird von den Mitgliedern der Königsfamilie seit Mitte des 19. Jahrhunderts benutzt. Im Laufe der Zeit ist seine Wartung aber zunehmend aufwändig und kostspielig geworden. Der König habe nun dem Zug, zu dem auch ein in den 1980er Jahren eigens für ihn angefertigter Waggon gehört, „aufs Herzlichste Lebewohl“ gesagt.
Laut dem am Montag veröffentlichten Jahresbericht zum sogenannten Sovereign Grant, mit dem die offiziellen Aufgaben und die Paläste des britischen Königshauses finanziert werden, beliefen sich die Ausgaben für 2024/25 das vierte Jahr in Folge auf 86,3 Millionen Pfund (rund 100,6 Millionen Euro). Im nächsten Jahr soll der Zuschuss auf 132 Millionen Pfund steigen.
Der königliche Zug hat eine lange Geschichte: Die ersten Waggons wurden Mitte des 19. Jahrhunderts während der Regentschaft von Königin Victoria eingesetzt. 2020 reisten Prinz William und seine Frau Kate mit dem Zug auf einer Strecke von 2000 Kilometern durchs Land, um Menschen in systemrelevanten Berufen für ihren Einsatz während der Corona-Pandemie zu danken.
2022 sollte der Zug den Sarg der verstorbenen Königin Elizabeth II. von Schottland nach London bringen - allerdings wurde damals wegen Sicherheitsbedenken davon abgesehen.